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Schöne kalte Jahreszeit: So bereitet ihr euer Zuhause auf den Winter vor

Von GRAZIA am Montag, 28. Oktober 2019 um 14:47 Uhr

Der Herbst ist zwar noch in vollem Gange, aber eher frau sich versieht, steht der Winter vor der Tür. Das bedeutet: kalte Hände, frierende Füße und ein besonders großes Bedürfnis nach Gemütlichkeit. Damit die kalten Monate des Jahres euch nicht unerwartet erwischen, solltet ihr euch schon jetzt gut vorbereiten. Wir liefern euch Ideen, wie ihr euer Zuhause optimal auf die Winterzeit vorbereiten könnt.

Macht es euch zuhause gemütlich!

Wenn draußen der kalte Winter wütet, verkriecht man sich am liebsten in die eigenen vier Wände und macht es sich dort so richtig gemütlich. Für die perfekte Kuschelatmosphäre dürfen ein paar wichtige Elemente nicht fehlen.

Gerade im Winter sollte jede Wohnung eine gemütliche Ecke zum Einkuscheln und Zurückziehen haben. Entweder mit großen Kissen und weichen Decken auf der Couch, im Sitzsack oder in einem bequemen Sessel.

Besonders heimelig wird es zuhause mit der richtigen Kleidung. Zur Grundausstattung gehören kuschelige Pullover, Hoodies und Strick- oder Sweatshirt-Kleider, mit denen ihr es euch auf der Couch gemütlich machen könnt. Gegen kalt Füße helfen kuschelige Socken, auch in der selbstgemachten Variante aus Wolle. Für die besonders großen Frostbeulen unter euch gibt es Socken, die man im Backofen oder in der Mikrowelle aufwärmen kann. Diese Socken sind meistens mit Leinsamen oder anderen Naturmaterialien gefüllt und halten eure Füße angenehm warm.

Unverzichtbar sind warme Decken, in die man sich richtig einkuscheln kann. Besonders praktisch sind die Decken mit eingenähten Ärmeln: So seid ihr warm zugedeckt und habt trotzdem die Hände frei – etwa für die Fernbedienung oder ein Buch.

Das richtige Licht macht den Unterschied

Auch die Beleuchtung beeinflusst, wie gemütlich euer Zuhause ist. Das A und O für das perfekte Licht: Sorgt dafür, dass eure Lampen mit Leuchtmitteln ausgestattet sind, die ein warmes Licht verbreiten. Außerdem sollten die Lampen so platziert sein, dass sie eure Wohnräume idealerweise von der Seite oder von unten beleuchten. Diese indirekte Beleuchtung wirkt viel gemütlicher als Licht von oben. Stehlampen und Lichterketten setzen angenehme Akzente.

Jetzt ist natürlich auch die perfekte Zeit für Kerzen und Teelichter. Kerzenlicht ist besonders gemütlich und schafft eine entspannte Atmosphäre im Raum. Teelichthalter, Kerzenständern oder Laternen – Kerzen lassen sich auf vielfältige Weise in die Raumdeko integrieren.


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Der Kälte den Kampf ansagen

Für ein kuschliges Zuhause reichen bequeme, warme Kleidung, weiche Decken und eine schöne Beleuchtung noch nicht ganz aus. Richtig gemütlich wird es erst, wenn auch die Raumtemperatur stimmt. Sobald draußen die Temperaturen runtergehen, macht man sich es drinnen schön angenehm warm. Also wird die Heizung aufgedreht und abends der Kamin angefeuert.

Denkt daran, rechtzeitig Brennmaterial für den Kamin zu besorgen – entweder Scheitholz oder Pellets, je nach Art des Ofens. Mit einem Kamin als zusätzliche Wärmequelle könnt ihr die Heizung etwas runterdrehen. Ein weiterer Vorteil: Das Feuer zaubert ein gemütliches Flair in euer Wohnzimmer.

Empfohlen wird eine Raumtemperatur zwischen 21 und 23 Grad für das Wohnzimmer. Damit sind die Heizkosten im Winter nicht zu hoch und es ist trotzdem schön warm. Doch es gibt noch einen Trick, wie ihr Heizkosten sparen könnt, und zwar mit einem Deckenventilator. Dieser nützliche Helfer trägt zu einer besseren Klimatisierung der Räume bei. Und das nicht nur an heißen Tagen im Sommer, sondern auch im Winter. Das geht, weil der Motor eines Deckenventilators einen Laufrichtungswechsel ermöglicht.

Viele Modelle verfügen dadurch über eine sogenannte Winterfunktion: Wenn der Ventilator rückwärts läuft, wird statt der warmen nun kalte Luft angesaugt. Die bringt der Deckenventilator zusammen mit der angestauten warmen Luftschicht in Bewegung und sorgt mit dieser Durchmischung der Luftschichten für eine gleichmäßige Wärmeverteilung. Gut zu wissen: So ein Deckenventilator verbraucht weniger Energie als eine Klimaanlage und senkt die Heizkosten deutlich stärker.

Sich auf den Winter einstellen

Nicht nur euer Zuhause muss auf Winter umgerüstet werden – auch ihr selbst könnt euch auf die kalte Jahreszeit vorbereiten. Mit den richtigen Hilfsmitteln kommt gute Winterlaune und Vorfreude auf die Weihnachtszeit.

Ein weiches Kunstfell vor dem Kamin oder auf dem Lieblingssessel sorgt für eine Extraportion Gemütlichkeit. Generell ist in wenigen Wochen winterliche und weihnachtliche Deko angesagt: Sie sorgt für Vorfreude auf das bevorstehende Fest und macht aus euerm Zuhause ein Winter-Wonderland der Extraklasse.

Sprecht alle eure Sinne an, so kommt ihr von Kopf bis Fuß in Weihnachtsstimmung. Mit Räucherstäbchen, Duftkerzen und Co. sorgt ihr für einen sinnlichen Duft in der ganzen Wohnung. Ein Geheimtipp: Legt Orangen- oder Mandarinenschalen auf die Heizung. Das sorgt für einen zarten Zitrusduft.

Euer Geschmackssinn freut sich in der Winterzeit besonders über Leckereien wie Bratapfel, Zimtwaffeln und eine leckere Suppe. Bei den Getränken steht jetzt Tee hoch im Kurs. Dieses Heißgetränk ist unglaublich vielseitig, wärmt von innen und schmeckt dabei noch super lecker. Ganz egal, ob ihr lieber einen würzigen Kräutertee trinkt, einen süßen Früchtetee oder grünen Tee. Die Sortenvielfalt ist sehr groß und für jeden ist ein Lieblingstee dabei. Genau richtig für die kalte Jahreszeit ist eine heiße Schokolade. Besonders lecker ist sie selbstgemacht. Dafür einfach Milch mit Zucker und hochwertigem Kakao aufkochen. Das Ganze könnt ihr beliebig mit Zimt, Muskat, Rosenblüten oder anderen Gewürzen aufpeppen.


©Kobby Mendez on Unsplash

Sorgt für ausreichend Me-Time

Die Weihnachtszeit ist die Zeit der Besinnlichkeit und des Entspannens. Nach den aufregenden Sommermonaten soll jetzt wieder Ruhe in den Alltag einkehren. Eine gute Gelegenheit, sich wieder mehr Zeit für sich zu nehmen, denn das ist ein wichtiger Punkt für mehr Wohlbefinden und Gemütlichkeit zuhause.

Lasst es euch einfach gutgehen. Nehmt ein ausgiebiges, heißes Bad mit Kerzenschein oder kuschelt euch auf dem Sofa ein und lest ein gutes Buch. Auch eine Beauty-Session gehört dazu, schließlich braucht die von der Kälte strapazierte Haut besonders viel Pflege. Entspannt euch bei Yoga oder widmet euch einem kreativen Projekt. Die Liste an Möglichkeiten ist lang, ihr müsst nur noch wählen, was euch persönlich guttut.


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Rettet die Pflanzen vor der Kälte!

Bei aller Gemütlichkeit im Haus solltet ihr aber auch den Außenbereich nicht vergessen. Denn die kalten Monate sind für unsereins gut auszuhalten, doch viele Pflanzen überstehen die Kälte nicht. Denkt also früh genug daran, die Pflanzen, die auf eurem Balkon oder auf der Terrasse stehen, reinzuholen oder sie zumindest winterfest zu machen. Bevor der erste Frost auftritt, solltet ihr Bäume, Sträucher und mehrjährige Stauden noch einmal zurückschneiden. Wichtig: Die Temperaturen sollten beim Schnitt über fünf Grad liegen, ansonsten drohen Frostschäden.

Wenn sich die Temperaturen dem Minuspunkt nähern, ist es ratsam, die Kübelpflanzen in dämmende Materialien wie Pflanzenvlies oder Jutestoff einzupacken. So sind sie vor der frostigen Kälte gut geschützt. Am wichtigsten ist, dass der Kübel bzw. die Wurzeln der Pflanzen abgedeckt sind. Dazu eignen sich atmungsaktive Kokos- oder Wollmatten.

Wo wir schon dabei sind: Denkt auch daran, eure Balkon- und Gartenmöbel vor dem Frost zu schützen. Sofern Carport, Gartenhaus, Holzschuppen oder Keller trocken sind, könnt ihr die Möbel problemlos dort lagern. Selbst wetterfeste Möbel solltet ihr nicht den ganzen Winter über im Freien stehen lassen, höchstens unter einer atmungsaktiven Folie. Aber auch hier ist ein trockener Untergrund wichtig.

Den Tieren helfen

Wer den Tieren, die zum Überwintern hiergeblieben sind, etwas Gutes tun möchte, kann ihnen mit Zusatzfutter aushelfen. Aber: Nicht jedes Tier braucht Hilfe. Eichhörnchen beginnen schon im Sommer damit, sich Winterspeck anzufuttern und sind daher bestens vorbereitet.

Allerdings freuen sich kleine Vögel immer über etwas Extrafutter, weil sie in frostigen Nächten schnell an Körpergewicht verlieren – bis zu 20 Prozent in nur einer Nacht! Futterstellen mit Sonnenblumenkernen, Hanf, kleingehackten Hasel- und Walnüssen und Bucheckern versorgen die Vögel optimal. Auch Weizen- und Haferflocken sowie aufgeschnittene Früchte und Beeren werden gerne angenommen.

Gesunde Igel brauchen kein Extrafutter. Wenn ihr Futterstellen im Garten anlegt, lockt ihr damit nur ungebetene Gäste wie Ratten, Füchse und Mäuse an. Effektiver ist es, den Garten möglichst natürlich zu lassen. So finden die Igel das ganze Jahr über genug zu fressen und kommen gut über den Winter. Lasst im Garten einen Laub- oder Reisighaufen liegen. Den nutzen die Igel gern als Unterschlupf im Winter. Ein aufgeschichteter Holzstapel oder gar ein richtiges Insektenhotel helfen den Insekten beim Überwintern in euerm Garten.