Lifestyle

Sehnsuchtsorte: Ferien vor der Haustür

Von GRAZIA am Freitag, 16. Juli 2010 um 12:50 Uhr

Klar, Urlaub heißt Fernweh. Aber wenn man Tapetenwechsel braucht (gerade für nur wenige Tage), muss man gar nicht weit weg. Reisen im eigenen Land geht schneller – und macht genauso glücklich. Pssssst, die GRAZIA-Redaktion verraten Ihnen hier sechs sehr entspannte Geheimtipps.

Angela Meier-Jakobsen, Chefreporterin: "Sylt ist mein absolutes Highlight. Die Entspannung startet schließlich schon im Autozug. Dann weiß ich, dass zwischen mir und dem Alltag jetzt ein Damm liegt. Auf der Insel weht stets ein kleiner Wind, perfekt, um alle Sorgen wegzupusten. Man kann mit dem Fahrrad von List nach Hörnum und zurück fahren (nur bei sehr starkem Wind nicht zu empfehlen). Es gibt köstlichen Fisch bei Gosch und im Kliffkieker in Wenningstedt. Da werden um 22 Uhr die Tische weggeräumt – und 'Danz op de Deel' geht los. Nicht denken, einfach mitmachen!"

Kalle Schäfer, GRAZIA-Mitarbeiter: "Armenhaus Deutschlands? Das war einmal. Für mich ist der Hunsrück wie meine private Schatzkammer: endlose Hügellandschaften, weiter Himmel, verwunschene Täler, romantische Seen. Hier – in Simmern – wurde ich geboren, mit drei war ich aber schon wieder weg. Erinnerungen habe ich also als Erwachsener gesammelt: unter Obstbäumen sitzen. Dem Wind lauschen. Und fernem Hundegebell. Irgendwo einkehren und Viez (Apfelwein) trinken. Unverfälscht, so wie ich es mag … "

Mareile Morawietz, Redakteurin: "Manchmal muss man einfach nur raus und gar nicht weit weg. Für solche Fälle habe ich das Grand Hyatt am Potsdamer Platz in Berlin entdeckt: stilvolle Zimmer mit hohem Wohlfühlfaktor. Das Personal ist so reizend, dass ich sogar schon die Weihnachtsfeiertage dort verbracht und mich familiär umsorgt gefühlt habe. Das Hotel ist bei mir um die Ecke, so kann ich auch spontan einchecken oder nur einen Tag im Spa des herrlichen Club Olympus genießen. Hach, bald gönne ich mir wieder eine Auszeit."

Claudia ten Hoevel, stellvertretende Chefredakteurin: "Es gibt wahrscheinlich keinen Ort in Deutschland, der sich südländischer anfühlt. An der Ortsspitze von Passau, wo sich Donau, Inn & Ilz treffen, kann man so herrlich entspannt in die Abendsonne blinzeln, dass sich schon zwei Stunden anfühlen wie ein kleiner Urlaub. Und wenn Sie dann Hunger haben von der guten Luft: ein paar Schritte die Innpromenade entlang ins Kowalski auf ein leckeres Schnitzel. Oder kurz über den Inn nach Österreich zum Heurigen Weinbeißer in Freinberg."

Carolin Streck, Ressortleiterin: "Mein Heimathafen heißt Hamburg, aber der Hafen meines Herzens liegt in Wismar. Für mich gibt es nichts Schöneres, als dort einen der Kutter am Seehafen zu entern, um mir ein Fischbrötchen zu kaufen. Damit setze ich mich dann auf eine Parkbank und gucke aufs Wasser. Mehr geht nicht. Wismar ist meine allerliebste deutsche Kleinstadt. Hübsch, aber nicht zu perfekt restauriert. Hier ist alles echt und am richtigen Platz."

Kristin Suhr, Beauty-Assistentin: "Wir haben eine Ferienwohnung in Prerow an der Ostsee. Wenn ich Freunden davon erzähle, wissen die oft gar nicht, wo das überhaupt ist (Meck-Pom, Halbinsel Darß). Genau diese Unbekanntheit und Ursprünglichkeit macht für mich den Reiz aus. Klar bin ich oft im Sommer da und liege im Bikini am Strand. Aber am allerschönsten ist es in Prerow im Herbst. Einige Restaurants haben schon geschlossen, und es herrscht eine wunderbare Ruhe im Ort und am Strand. Ruhe vorm Sturm der Großstadt!"