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So überstehst du die letzten Wochen bis zum Frühlingsanfang

Von GRAZIA am Montag, 12. Februar 2018 um 12:23 Uhr

Im Verhältnis zum Sommer war der Winter wieder viel zu lange aber keine Sorge, der Frühling steht in den Startlöchern. Mit unseren Tipps bekommst du auch noch die letzten kalten Wochen rum, bevor endlich wieder die Sonne grüßen lässt.

Eine liebe Kollegin in der Grazia-Redaktion brachte es voll auf den Punkt: "Winter ist wie ein Marathon, am Anfang der mega-Hype aber auf den letzten Kilometern echt besch…eiden". Und sie hatte ja so Recht. Im November und Dezember freuen wir uns auf Weihnachten, über Herbstdeko und Kuschelklamotten und erwarten sehnsüchtig die erste Schneeflocke. Aber wenn man dann mehrere Monate deutsches Winterwetter hinter sich hat und die Sonne sich über Wochen nicht blicken ließ, hat man die Nase gehörig voll und leidet.  Auf den folgenden Zeilen schnüren wir dir ein Rettungspaket mit dem du die letzten Wochen vor dem Frühlingsanfang überlebst.

1. Gib dir Licht

Der Hauptgrund warum am Ende des Winters unsere Laune nachlässt, ist Lichtmangel. Dahinter verbirgt sich zwar ein ziemlich komplexes Wechselspiel aus Hormonen und Vitaminen, es lässt sich aber abkürzen: Fällt nicht genug Licht auf die Rezeptoren unserer Augen und Haut, lahmt die Vitamin-D-Herstellung. Das aber ist notwendig um das Happy-Hormon Serotonin zu produzieren. Ohne Licht fährt zudem die Melatonin-Produktion hoch. Dieses Hormon sorgt eigentlich dafür, dass wir abends müde werden. Doch gibt’s eben tagelang kein Licht, sind wir dauermüde und down.

Das bedeutet also: Raus in die Natur. Am besten mittags, wenn die Sonne ihren Höchststand hat. Und dann die Äuglein weit aufmachen, damit viel Licht drauffällt. Selbst bei bedecktem Himmel hilft das. Und: Ruhig mal ein Stück Gouda-Käse genießen, da steckt viel Vitamin-D drin. Übrigens darfst du dich auch gern ins Fitnessstudio begeben, denn auch Sport hilft gegen Depressionen.

Auch wenn der Himmel nicht danach aussieht, sollte man trotzdem zumindest mittags rausgehen, um die wenigen Strahlen zu tanken. fotolia.com ©  iuricazac

2. Mach’s dir gemütlich

An manchen Wintertagen zieht einen aber auch so gar nichts raus, wenn die Wolken die Farbe von Blei haben, überall nur Schneereste und Matsch liegen. Da bringt es einfach nichts, sich draußen aufzuhalten, weil das Grau-in-Grau nur noch mehr deprimiert. In dem Fall gibt es nur eine Lösung, folge dem Cocooning Trend. Das ist ein gesamtheitlicher Ansatz aus Fashion und Einrichtung indem es darum geht, sich sein zu Hause so gemütlich und heimelig wie möglich einzurichten. Zahlreiche Gestaltungsideen für Sommer und Winter lassen sich problemlos im Netz finden. Der Trend hat schließlich schon treue Anhänger gefunden.

3. Hol dir Blumen

Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, muss der Berg eben zum Propheten kommen. Nach dieser einfachen Logik kannst du auch den Frühling vorverlegen. Und zwar indem du dir seine schönsten optischen Freuden ins Haus holst.

Geh zum Floristen und lasse dir einen Strauß (oder mehrere) bunter Schönheiten zusammenstellen. Kaufe farbenfrohe Zimmerpflanzen oder mach dich gleich selbst zum spätwinterlichen Frühlingsboten, indem du in deinem Kleiderschrank abtauchst und nach floral gemusterten Kleidungsstücken suchst. Du hast ein supersüßes Sommerkleid voller Blumen oder eine liebliche Frühlingsbluse? Super, auch solche Klamotten kannst du mit den richtigen Gimmicks durchaus schon jetzt anziehen, ohne vor Kälte blaue Lippen zu bekommen.

Der Trick dahinter ist, dass unsere Laune durch den Anblick unserer Umwelt gelenkt wird. Denn kräftige Farben, Blumen usw. verbindet unser Gehirn evolutionär mit dem Sommerhalbjahr und schaltet auf den damit verbundenen aktiven Gute-Laune-Modus. Doch unser Denkzentrum ist eben nicht sonderlich schlau. Wenn wir uns mit künstlichen Farben umgeben stellt sich der gleiche Erfolg ein, obwohl wir ja eigentlich wissen, dass auf dem Kalender noch Februar steht und nicht April.

4. Vorfreude ist die schönste Freude

Natürlich funktioniert die Vorfreude auch in Sachen Frühling. Nein, das bedeutet nicht, dass du jetzt draußen nach zurückkehrenden Zugvögeln und anderen untrüglichen Zeichen des Frühjahrs Ausschau halten sollst, sondern es geht viel einfacher.

Schau Dir mal deine Garderobe und den Schrank an: In der Diele türmen sich am Kleiderhaken die dicken Jacken, Schals und Mützen. Und wenn du zu denjenigen gehörst, die halbjährlich ihren Schrankinhalt auf Sommer- bzw. Wintermodus umstellen und die jeweils unpassenden Klamotten auf den Dachboden oder in den Keller verbannen, wird auch dein Kleiderschrank vor allem Winterblues ausströmen. 

Hier kommt jetzt die Vorfreude. Denn wir wissen ja nun genau, dass der Winter wirklich nur noch sehr wenige Wochen anhalten wird. Die übersteht man auch mit einem verkleinerten Fundus an Winterklamotten. Also: Statt vier Winterjacken bleibt nur noch eine am Haken und der Rest wandert in die Unsichtbarkeit. Gleiches bei den Handschuhen und so weiter.

Ist das geschafft, schau dich in der Wohnung um: Steht oder hängt da noch Winterdeko? Sterne, Plastik-Schneeflocken und –männer? Das alles packst du nun in eine große Kiste und dann weg damit. Und stattdessen hängst du schon mal die Frühlingsdeko raus. Im Schlafzimmer kannst du die dicke Winterbettwäsche auch schon abziehen und gegen die frisch duftende Frühlingsvariante austauschen. Und wenn du schon so weit bist; wie wäre es denn dann mal mit einem richtig ausgiebigen Frühjahrsputz im Gesicht?  

Gute-Laune-Musik sollte man nicht nur hören, sondern auch richtig dazu abtanzen. Auch Bewegung treibt die Laune hoch. ©  Antonioguillem

5. Gute Laune für die Ohren

Auf die Radiosender ist leider kein Verlass, deren Playlists werden nach streng marketing-mäßigen Grundregeln erstellt und nicht danach, uns aus der spätwinterlichen Trübsalslaune zu reißen. Also heißt es mal wieder "selbst ist die Frau". Erster Schritt: Verbinde dein Handy, deinen MP3-Player oder den Autoradio-USB-Stick mit dem Musikprogramm deiner Wahl. Und dann besorg dir die folgenden Tracks, die wir alle nach der Grundregel "mega-gut für Frühlingslaune" zusammengestellt haben:

  1. James Brown, I feel good
  2. Katrina & The Waves, Walking on Sunshine
  3. Coldplay, Viva La Vida
  4. The Ramones, Surfin‘ Bird
  5. The Beatles, Good Day Sunshine
  6. The Kooks, Naive
  7. HIGH4, Not Spring, Love or Cherry Blossoms
  8. CCR, Down on the Corner
  9. Tylor Swift, Shake it off
  10. Zaz, Je veux
  11. Van Halen, Jump
  12. The Monkees, Believer
  13. The Beach Boys, Wouldn’t it be nice?
  14. Ted Nugent, Wango Tango
  15. Morningwood, Nth Degree
  16. Laid Back, Sunshine Reggae
  17. Gerri Halliwell, It’s raining Men
  18. Kaoma, Lambada
  19. Boy, Little Numbers
  20. Of Monsters And Men, Little Talks

Da dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Vor allem haben wir darauf geachtet (und das solltest du beim Ergänzen der Playlist auch) dass nicht nur hübsch vor sich hindudelnde Popsongs dabei sind, sondern auch richtig rockige Power-Nummern, bei denen einem automatisch die Beine anfangen zu zucken. Und diesen Mix drehst du anschließend voll auf. Ob morgens zum Wachwerden, auf dem Weg zur Arbeit oder abends. Keine schwerblütigen Songs mehr, sondern nur noch absolute Gute-Laune-Mucke. Dann wirst Du schon sehen, wie der Wintermuff aus deinem Herz verfliegt. Übrigens sind nicht nur die Tanzbewegungen sondern auch das Singen an sich echte Stimmungsheber. Mach es doch einfach Meredith und Christina aus "Grey‘s Anatomy" nach; ist die Stimmung am Boden wird ausgelassen getanzt und mitgesungen. Übrigens ist singen in der Gruppe sogar noch effektiver. Und dann ist der Frühling auch wirklich nur noch ein paar Schritte entfernt.