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So unterstützt du deinen Körper nach der Schwangerschaft

Von GRAZIA am Freitag, 3. September 2021 um 10:28 Uhr

Schwangerschaft und Geburt sind ganz besondere Ereignisse im Leben einer Frau. Die eine trifft eine Schwangerschaft ganz unerwartet, die andere fiebert monate- oder jahrelang darauf hin. Nach der Entbindung ist nichts mehr wie vorher – auch der Körper der Mutter nicht.

Immerhin hat er neun Monate lang einem kleinen Wesen ein Zuhause gegeben. Die Entbindung, die manchmal viele Stunden dauert, erfordert körperliche Höchstleistungen, die nicht selten auch später noch sichtbar sind. Aus diesem Grund gilt es, nach der Schwangerschaft ganz besonders achtsam mit sich zu sein. Auch über das Wochenbett hinaus finden Rückbildungs- und Heilungsprozesse statt. Mit den folgenden drei Tipps unterstützt du deinen Körper bestmöglich – um frisch und vital in den neuen Lebensabschnitt zu starten.

Tipp 1: Beckenbodengymnastik bei Blasenschwäche

Nach der Schwangerschaft ist es ratsam, einen Rückbildungskurs zu besuchen. Beckenbodentraining ist ein wichtiger Bestandteil davon. Viele Frauen erfahren nach der Entbindung, dass der Beckenboden nicht mehr seine einstige Stabilität und Festigkeit hat. In der Folge kommt es zu Blasenschwäche bei belastenden Bewegungen wie Husten, Niesen, Lachen oder dem Heben schwerer Gegenstände. Neben den Beckenboden-Übungen können auch Yoga- und Pilateskurse lindernd wirken.

Davon abgesehen kann auch die richtige Ernährung bei Blasenschwäche hilfreich sein – insbesondere harntreibende Lebensmittel gilt es eher zu meiden. Inkontinenztampons, Slips und andere Hygieneprodukte helfen kurzfristig dabei, trotz Blasenschwäche am Alltag teilzunehmen. Auf jeden Fall solltest du dieses Thema nicht aus Scham deiner Hebamme oder Gynäkologin gegenüber verschweigen. Tatsächlich machen viele Frauen diese Erfahrung nach einer Entbindung – in den meisten Fällen ist sie zum Glück vorübergehend.

Tipp 2: Gönn dir ausreichend Ruhe

Das sogenannte Wochenbett, welches bis zu acht Wochen nach der Geburt dauert, heißt nicht umsonst so. Diese Phase, die dann abgeschlossen ist, wenn die Gebärmutter sich zurückgebildet hat, benötigt der Körper, um sich zu erholen. Nimm dir daher unbedingt diese Auszeit – nicht zuletzt, damit du und dein Kind euch entspannt kennenlernen könnt. Besonders, wenn es während der Geburt zu Dammverletzungen gekommen ist oder dein Kind mit einem Kaiserschnitt auf die Welt gebracht wurde, braucht dein Körper Zeit.

Außerdem solltest du dich auf die sogenannten Lochien einstellen. Es handelt sich dabei um eine Blutung, die einer starken oder mittelstarken Periode ähnelt und meist ungefähr zehn Tage anhält. Ist es möglich, sich während dieser Zeit körperlich zu schonen, gehen die Lochien meist schneller vorüber. Auch die Brüste sind in der ersten Zeit sehr empfindlich. Da der Bauch sich durch die Schwangerschaft stark ausgedehnt hat, kommt es oft zu den typischen Streifen und einem schlafferen Aussehen. Massagen mit reichhaltigen Ölen, Lotionen und Cremes helfen der Haut beim Heilen und können die Rückbildungsprozesse verkürzen.

Tipp 3: Mit dem Sport erst langsam wieder anfangen

Selbst wenn du vor der Schwangerschaft topfit warst, wird es einige Zeit dauern, um wieder in die alte Form zu kommen. Bewegung hilft dabei, die Pfunde aus der Schwangerschaft schmelzen zu lassen. Außerdem kräftigt und stärkt sie den gesamten Körper. Sei dabei jedoch geduldig mit dir und warte, bis alle Geburtsverletzungen geheilt sind. Die meisten Frauen fangen etwa 12 Wochen nach der Entbindung langsam damit an, sich wieder sportlich zu betätigen. Optimal sind sanfte Sportarten wie Walken, Radfahren oder Schwimmen. Auch ruhige Yogaeinheiten und spezielle Gymnastik sind eine Wohltat für Körper und Seele.

Durch das Stillen nach der Schwangerschaft hat der Körper übrigens einen erhöhten Energiebedarf. Viele Frauen berichten, dass Sie in dieser Zeit ganz von selbst Gewicht verlieren. Ärgere dich jedoch nicht, wenn es mit dem Gewichtsverlust länger dauert. Sei nachgiebig mit dir. Dein Körper hat Unglaubliches geschafft – er hat einen kleinen Menschen auf die Welt gebracht. Außerdem solltest du unbedingt von Diäten während des Stillens absehen. Du riskierst ansonsten, dass sowohl du selbst als auch dein Baby nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt sind.

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