Sterbegeldversicherung – die ganze Familie absichern

Sterbegeldversicherung – die ganze Familie absichern

Es ist ein Thema, mit dem wir uns nur äußerst ungern auseinandersetzen, doch egal wie wir es drehen und wenden, eines ist sicher: Sterben müssen wir alle irgendwann. Über den Tod sollte mehr gesprochen und mehr nachgedacht werden. Wer die Gedanken an das eigene Ableben ständig wegschiebt, der kann im schlimmsten Falle für einige Probleme bei den Hinterbliebenen sorgen. Denn, vielen ist das wahrscheinlich gar nicht bewusst, aber Sterben ist teuer. Was für Kosten auf Kinder, Ehepartner oder anderer Angehörige zukommen und wie eine Sterbegeldversicherung dabei helfen kann, erläutern wir hier.

© Sabinevanerp/pixabay.com
Vor allem Mütter möchten ihre Kinder absichern

Was für Kosten kommen auf Hinterbliebene zu?

Der Tod kann plötzlich eintreten, zum Beispiel aufgrund eines Unfalls, oder bereits lange erwartet sein, wie nach einer schweren Krankheit. Egal, woran jemand stirbt, im Falle des Todes müssen die Hinterbliebenen mit teilweise hohen Kosten rechnen. Da wäre zunächst die Beerdigung. Je nachdem, welche Wünsche der Verstorbene hatte, kann sie sehr kostspielig werden. Bereits eine einfache Urnenbestattung kostet mehrere tausend Euro. Weitere Kosten können hinzukommen, wenn jemand, der stirbt, zur Miete gewohnt hat. Oft muss trotz Todesfall die Kündigungsfrist von meist drei Monaten eingehalten werden. Auch hier gehen die Kosten schnell in die Tausende. Weitere Kosten entstehen bei der Leichenbeschau. Hierbei werden die Todesursache und der Todeszeitpunkt festgestellt. Fälschlicherweise gehen viele Menschen davon aus, dass die Krankenversicherung für solche Kosten aufkommt oder man irgendwie anders vom Staat Unterstützung bekommt, doch das ist nicht der Fall. 

Was ist eine Sterbegeldversicherung?

Eine Sterbegeldversicherung kann den Angehörigen im Todesfall helfen, die Kosten für Beerdigung und Co. zu tragen. Sie wird zu Lebzeiten abgeschlossen. Dann zahlt man monatlich eine gewisse Summe ein. Diese Summe ergibt sich aus dem Lebensalter zum Zeitpunkt des Abschlusses sowie dem Gesundheitszustand und anderen Faktoren. Wenn die Versicherung abgeschlossen wird, legt man eine Summe fest, die im Todesfall an die Hinterbliebenen ausgezahlt wird. Diese Summe sollte nach Möglichkeit so hoch sein, dass die Kosten der Bestattung sowie alle anderen Kosten, die nach dem Tod noch entstehen könnten, abgedeckt sind.

Wer sollte eine Sterbegeldversicherung abschließen?

Im Grunde ist eine Sterbegeldversicherung für jeden sinnvoll. Schließlich werden alle von uns früher oder später einmal sterben. Besonders beliebt ist jedoch die Sterbegeldversicherung für Mütter. Denn wer Kinder hat, der hinterlässt diesen alle Kosten, die im Todesfall eintreten. Haben die Kinder kein hohes Einkommen, können sie schnell in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Auch, wer seinen Kindern ein anderes Erbe hinterlässt, wie beispielsweise ein Haus, sollte für Kosten vorsorgen, die zeitnah nach dem Tod beglichen werden müssen. Ein Haus, selbst wenn die Kinder sich dazu entscheiden, es zu verkaufen, bringt erst nach Monaten, vielleicht sogar Jahren, das gewünschte Geld ein. Weiterhin macht es Sinn, mit einer Sterbeversicherung den Ehepartner abzusichern. Neben der Trauer über den Tod des Ehegatten kommen sonst noch finanzielle Sorgen hinzu und machen den Alltag in dieser schwierigen Situation noch hoffnungsloser. Niemand möchte wohl anderen mit seinem Tod zur Last fallen. Schließlich kann jeder sich vorstellen, wie belastend das Sterben einer nahestehenden Person ist. Daher ist eine Sterbegeldversicherung nahezu für jeden sinnvoll. Je jünger jemand beim Abschluss der Versicherung ist, desto günstiger werden übrigens die monatlichen Beiträge.

Welche Extraleistungen werden mitversichert?

Bei vielen Anbietern von Sterbegeldversicherungen kann man noch Extraleistungen hinzubuchen. Diese decken dann beispielsweise die Kosten ab, falls jemand im Ausland verstirbt und nach Deutschland zurückgebracht werden muss. Ein weiteres Extra ist die Deckung möglicher Anwaltskosten, wenn die Erben einen Rechtsbeistand für alle Fragen bezüglich des Nachlasses beauftragen. Außerdem ist es möglich die eigenen Kinder bis 18 Jahre mitzuversichern. Der Tod des eigenen Kindes ist zwar etwas, an das niemand denken möchte, doch wenn der Fall eintritt, dann ist es gut, finanziell abgesichert zu sein.

Ein wichtiges Thema

Tod und Sterben gilt in unserer Gesellschaft nach wie vor als Tabuthema. Die Menschen leben immer gesundheitsbewusster und versuchen, möglichst Lebensmittel zu konsumieren, die die Lebenserwartung steigern. Das ist natürlich auch gut so, schließlich ist es etwas Schönes, gesund und glücklich alt zu werden. Trotzdem darf man den eigenen Tod nicht verdrängen. Neben den Kosten sind es auch einige Entscheidungen, die auf Hinterbliebene zukommen können, wenn man selbst nicht für den Ernstfall vorgesorgt hat. Daher ist es wichtig, noch zu Lebzeiten alle Vorkehrungen zu treffen, um den Angehörigen den Todesfall einfacher zu machen.

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