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Streaming über WLAN langsam? 7 Tipps für schnelles Internet

Von GRAZIA am Donnerstag, 18. Februar 2021 um 13:34 Uhr

Bei Netflix, Amazon, Disney+ und in diversen Mediatheken findet ihr jede Menge tolle Streaming-Inhalte. Doch was tun, wenn das Bild ruckelt, der Ton aussetzt oder plötzlich Fehlermeldungen auftauchen? Möglicherweise ist die drahtlose Internetverbindung schuld. Dabei muss euer Internet-Router gar nicht zwangsweise im Flur oder neben dem Fernseher stehen. Unsere WLAN-Streaming-Tipps schaffen Abhilfe.

Wenn ihr allein oder mit Freunden daheim eure Lieblingsserie streamt und dabei Bild oder Ton gestört sind, ist das sehr ärgerlich. 

In vielen Fällen ist hierfür euer Internet-Router verantwortlich, denn er stellt das notwendige WLAN-Signal bereit. Sämtliche Geräte, die drahtlos mit dem Internet verbunden werden sollen, kommunizieren per Funk mit dieser zentralen Stelle. Von dort aus geht es dann weiter ins Internet und zu Netflix, Amazon und Co. und anschließend zurück auf eure Geräte.

Gerade in Mehrfamilienhäusern und dicht besiedelten Innenstädten konkurrieren jedoch mehrere WLANs (Drahtlosnetzwerke) um die notwendigen Funkfrequenzen. Datenpakete können dann zu langsam oder zeitversetzt auf eurem Laptop, Tablet oder Smartphone ankommen – was zu Bildrucklern oder Totalausfällen des Streams führt.

Wie ihr auch in schwierigen WLAN-Umgebungen unterbrechungsfrei streamt, verraten euch unsere wertvollen Tipps.

1. Überprüft den Standort eures Routers

Prüft zunächst, ob der WLAN-Empfang an einigen Stellen in eurem Wohnbereich besser oder schlechter ist. Steht er bereits in der Mitte der Wohnung oder des Hauses? Wird er eventuell von einem Schrank, einer Tür oder Gegenständen wie einer Leiter oder einer Kiste verdeckt? Ist das der Fall, kann es sinnvoll sein, den Router zu versetzen. 

Einen sogenannten HomeSpot beispielsweise könnt ihr quasi beliebig in der Wohnung platzieren (eine Steckdose vorausgesetzt) – bei herkömmlichen, kabelgebundenen Geräten ist das nur eingeschränkt möglich.

Grundsätzlich gilt: Je weiter euer Internet-Router und die empfangenden Geräte voneinander entfernt sind, desto problematischer sind die Empfangsbedingungen. Gleiches gilt, wenn eure WLAN-Zentrale und/oder das empfangende Gerät (beispielsweise ein Smart TV oder eine Spielekonsole) von Möbeln, Schränken oder anderen Haushaltsgegenständen verdeckt werden. Solche Hindernisse sorgen für Reflexionen des Signals, was die verfügbare WLAN-Reichweite drastisch verkürzen kann.

Während ihr beim normalen Surfen vielleicht keine Probleme bemerkt, kann der Standort des Routers (und der der empfangenden Geräte) beim Streaming eine entscheidende Rolle spielen. Das Problem: Während ihr einen Film oder eine Serie schaut, werden viel mehr Daten übertragen als beim normalen Surfen.

Um den optimalen Router-Standort für euer Zuhause zu bestimmen, könnt ihr eine der folgenden Apps nutzen:

  • Microsoft WiFi Analyzer: Dieses WLAN-Analyse-Tool läuft auf PC, Laptop, Tablet und Smartphone. Es analysiert das vorhandene WLAN, meldet mögliche Probleme und hilft euch, den besten Platz für euren Router zu finden.
  • FRITZ!App WLAN: Die Anwendung ist für euer Smartphone mit Android und iOS erhältlich. Sie liefert euch neben Infos zur Funkabdeckung auch die Möglichkeit, bei einer FRITZ!Box Gastzugänge einzurichten.

Außerdem könnt ihr eure aktuelle Internetgeschwindigkeit über einen sogenannten DSL- oder Kabel-Speedtest überprüfen. Bleiben die Werte weit hinter den Versprechen eures Anbieters für den Internet-Download zurück, kann neben einer langsamen Internetverbindung eine schwierige WLAN-Umgebung der Grund sein.

Leider könnt ihr manche Router nur an einem Ort sinnvoll platzieren. Das hat häufig optische Gründe; oder die Geräte müssen an den vorhandenen Telefon- oder Kabelanschlusses angeschlossen werden.

Für totale Freiheit bei der Wahl des Standorts des Routers empfehlen wir euch den O2 HomeSpot: Er überträgt eure Daten statt via Kabel über das Mobilfunknetz und kann somit an jedem denkbaren Ort mit einem Stromanschluss stehen: sogar auf der Terrasse oder in eurem Wohnmobil. Und schick sieht er obendrein auch aus.

Stellt außerdem sicher, dass ihr über eine Internet-Downloadgeschwindigkeit von mindestens 50 Megabit pro Sekunde verfügt, um Streaming in Full-HD-Qualität oder sogar Ultra HD zu ermöglichen.

2. Schaltet die WLAN-Verbindung anderer Geräte während des Streamings ab

Ihr habt den Standort des Routers verändert oder einen neuen, frei platzierbaren Router angeschafft, aber das Problem besteht weiter? Dann könnte ein anderes Gerät im Haushalt für die Streaming-Aussetzer mitverantwortlich sein. Smartphones, Laptops und Co., die in eurer WLAN-Umgebung eingeschaltet sind und WLAN verwenden, teilen sich allesamt die vorhandene Netzbandbreite der Funkverbindung. Das bedeutet in der Praxis, dass gleichzeitige Downloads oder Streams auf den Geräten zu Problemen führen können.

Wenn also die Mitbewohnerin oder der Mitbewohner gerade Netflix oder ein anderes Streaming-Angebot wie Disney+ in hoher Qualität schauen, kann es sein, dass ihr am Ende beide „in die Röhre guckt”. Der Grund: Die vorhandene Datenbandbreite reicht für zwei gleichzeitige Streams einfach nicht aus. Sprecht euch also bei euren Streaming-Aktivitäten und verschiebt größere Downloads auf die Nacht- oder Morgenstunden. Zu diesen Zeiten wird das Internet meist weniger genutzt, und auch euer WLAN ist vermutlich weniger belastet.

Frau streamt über TV und Mann über Laptop

© iStock/ YakobchukOlena

3. Wechselt den WLAN-Kanal 

Wie bereits eingangs erwähnt, konkurrieren in manchen Umgebungen besonders viele WLANs um die begrenzten Kapazitäten des Funknetzes. Hier kann es sinnvoll sein, den WLAN-Kanal zu ändern und so möglichen "Störern" aus dem Weg zu gehen.

Ruft hierzu die Einstellungen eures Routers auf (hier die Links für die FRITZ!Box und den O2 HomeSpot) und schaut in die WLAN-Einstellungen. Dort solltet ihr die Kanaleinstellungen von "Automatisch" auf "Manuell" setzen und einen Kanal auswählen, der nicht von mehreren anderen Funknetzen oder zumindest von möglichst wenigen belegt ist.

4. Überprüft die Sendeleistung

In den WLAN-Einstellungen könnt ihr häufig auch die gewünschte Sendeleistung einstellen. Zwar ist es immer besser, wie oben beschrieben zunächst auf einen freien Funkkanal auszuweichen. Die Sendeleistung sollte jedoch ebenfalls grundsätzlich auf "Automatisch" stehen, wenn ihr optimale Streaming-Ergebnisse erreichen wollt. Einige 

Router sind hier möglicherweise auf "10 %" eingestellt und bleiben somit deutlich unter ihren Möglichkeiten.

Ihr könnt die Sendeleistung meist auch von Hand auf "100 %" stellen. Dies solltet ihr aber nach dem Streaming wieder auf "Automatisch" ändern, um andere Funknetze und eure Nachbarn so wenig wie möglich zu „stören”. Auch hier gilt: Je näher der Router an eurem empfangenden Gerät steht, umso besser ist der Empfang.

5. Wechselt in das 5-Gigahertz-Netz

WLAN-Signale können auf zwei verschiedenen Frequenzbändern übertragen werden: zum einen über das herkömmliche 2,4-Gigahertz- und zum anderen über das moderne 5-Gigahertz-Netz. Die erstgenannte Variante überträgt maximal 54 Megabit pro Sekunde über eine Distanz von etwa 20 Metern. Das moderne 802.11n-Funknetz im 5-Gigahertz-Bereich hingegen kommt auf bis zu 600 Megabit pro Sekunde und bewältigt Entfernungen von bis zu 100 Metern.

Überprüft in den Einstellungen eures WLAN-Routers, ob ihr das verwendete Frequenzband auswählen könnt. Bietet euer Router nur das 2,4-Gigahertz-Band, wird es eventuell Zeit für einen Gerätewechsel.

6. Nutzt einen WLAN-Repeater, Powerline-Komponenten oder Ethernet-Kabel

Hilft das alles nichts, könnt ihr euer WLAN-Netz mit einem sogenannten Repeater leistungsfähiger machen. Dieses zusätzliche Gerät nimmt das vorhandene WLAN-Signal entgegen und verstärkt es. Hierdurch lässt sich die WLAN-Übertragungsleistung genau dort verbessern, wo das Streaming erfolgen soll

Alternativ oder zusätzlich könnt ihr Powerline-Steckdosen verwenden, bei denen das Internet streckenweise über die Stromleitung übertragen wird. In dem Raum, in dem euer Laptop, Smart TV oder die Spielekonsole steht, schließt ihr dann besagten WLAN-Repeater an. Von dort aus geht es via Ethernet-Kabel in die Powerline-Steckdose und am Router wieder heraus. Alternativ verbindet ihr das streamende Gerät auch einfach direkt via Ethernet-Kabel mit der Powerline-Komponente.

7. Verbindet Router und Streaming-Gerät per Kabel miteinander 

Last but not least könnt ihr – sofern bei euch sinnvoll – auch eine direkte kabelgebundene Verbindung zwischen Streaming-Gerät und Router herstellen. Fast alle Router besitzen einen oder mehrere freie Ethernet-Ports. Darüber erfolgt die Internetverbindung nicht drahtlos, sondern via Kabel.

Das Streaming via Smartphone oder Tablet ist so zwar nicht möglich, da diesen meist ein Ethernet-Port fehlt. Für alle anderen Geräte aber gilt: Die kabelgebundene Verbindung zwischen den Geräten ist besonders schnell und von äußeren Störeinflüssen so gut wie befreit.

Das Kabel solltet ihr allerdings so verlegen, dass niemand während des gemütlichen Streaming-Abends versehentlich darüber stolpert. Es kann also sein, dass ein frei platzierbarer Router am Ende die beste Lösung für schnelles WLAN bleibt.

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