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Überlebens-Guide für Erstis: Schritt für Schritt durchs erste Semester

Von GRAZIA am Dienstag, 23. April 2019 um 14:39 Uhr

Vielen Erstis graut es vor den ersten Tagen und Wochen an der Uni und generell vor dem allerersten Semester. Was muss man eigentlich als erstes machen? Wie organisiert man sich am besten? Sind die Prüfungen nicht wahnsinnig schwer? Und wer sagt mir, welche Kurse ich wie und wann zu belegen habe? Es ist vollkommen verständlich, dass einem als Ersti einige Fragen durch den Kopf gehen und man sich Sorgen macht. 

Doch selbst Promis, wie Emma Watson, bei denen während des Studiums noch einmal ganz andere Probleme hinzukommen, als bei der "Durchschnitts-Studentin", schaffen ihren Abschluss. Also: Kopf hoch und einige Dinge beachten, dann macht das erste Semester vor allem Spaß und eine schöne, stressreduzierte Zeit an der Uni beginnt!

Eine eigene Wohnung finden

Am besten kümmern Sich Erstis schon vor dem Semesterstart um eine eigene Bleibe am Studienort. Denn wer wirklich in der Nähe der Uni wohnt, kann zwar notfalls eine Weile pendeln; vor allem um das Leben als Student abseits des Campus kennenzulernen und neue interessante Menschen zu treffen, empfiehlt es sich aber, von Zuhause auszuzuziehen, bzw. sich in unmittelbarer Umgebung der Uni ein Dach über dem Kopf zu suchen.

 Natürlich stellt sich schon dieser erste richtige Schritt nicht immer so ganz einfach dar und oft ist die Zimmer- oder Wohnungssuche enorm frustrierend. Es hilft aber nichts: Hier ist beharrlich weiterzusuchen. Den meisten anderen Studentinnen und Studenten geht es nicht anders, irgendwann findet aber fast jeder eine Unterkunft, in der er sich wohlfühlt. 

Je früher die Suche beginnt, desto größer sind natürlich auch die Chancen auf rechtzeitigen Erfolg. Am schnellsten kommt man übrigens über WG-Börsen, lokale Zeitungen und Stadtmagazine (und hier beim Wohnungsmarkt), oder über Aushänge in Mensa, Wohnheimen und Studentencafés an ein Zimmer.

Wichtig sind vorab einige Überlegungen, wie etwa:

  • Möchte ich alleine wohnen? Falls ja, reicht mir eine Einzimmerwohnung oder sollten es eher zwei Zimmer sein? Falls nein, möchte ich in einer Wohngemeinschaft wohnen und hier die Leute eher näher kennenlernen? Oder soll es ein (meist günstigeres) Wohnheim sein, wo der Kontakt oft nicht ganz so eng ist?
  • Mit welcher Art des Vertrags fühle ich mich in meiner WG am wohlsten?
  • Wie viel Geld kann ich monatlich für ein Zimmer/ eine Wohnung aufbringen? Darf es auch etwas mehr sein und falls ja, auf was muss ich dann aber verzichten?

Unser Geheimtipp: Wem es als Mädel nichts ausmacht, nur oder vorwiegend mit Jungs zu wohnen, der kann sich auf den gängigen WG-Börsen auch gezielt nach solchen Jungs-WGs umschauen. Denn gerade die suchen oft noch ein Mädel, das einen gewissen "Ausgleich" in die Bude bringt und das Zusammenleben vermeintlich etwas harmonischer werden lässt. 

Ins Studienleben hineinfinden

Niemand versteht am Anfang sofort alles und macht als Ersti alles richtig. Doch das ist überhaupt nicht schlimm. Solange die Immatrikulation erfolgt ist und man die wirklich notwendigen Kurse und Vorlesungen belegt (und dafür ist auch ausreichend Zeit, doch dazu später mehr), kann gar nicht viel schiefgehen. Wichtig ist es zu Beginn die Dinge nicht zu überstürzen oder hektisch anzugehen und in Panik zu geraten, sondern erst einmal alles auf sich wirken zu lassen.

Es gibt Erstis, die übermotiviert von der Schule kommen und sich an der Uni sofort in die Lernerei stürzen. Ihnen fällt es dann jedoch oft schwer, die Motivation das ganze Semester über aufrechtzuerhalten. Andere wiederum schieben die Vorbereitungen für anstehende Prüfungen vor sich her. Dann stehen sie aber am Ende vor einem riesigen Berg, der sich kaum noch aufholen und bewältigen lässt. Daher sollte man versuchen einen gesunden Mittelweg zu finden. Wer in den Vorlesungen aufpasst und mitschreibt hat, schon viel für die bevorstehenden Klausuren gewonnen. Um sich dann vor Beginn der Prüfung nicht unnötigem Stress auszusetzen, sollte frühzeitig mit dem Lernen begonnen werden und sich bestenfalls ein Lernplan angefertigt werden, um sich den Lernstoff auf die zur Verfügung stehende Zeit entsprechend aufzuteilen. Einige Studenten können jedoch noch so gut vorbereitet sein, versagen dann aber am Prüfungstag, weil das Lampenfieber und die Angst vor dem Versagen zu groß ist. Dagegen gibt es allerdings unzählige gute Tricks, die seit Langem erfolgreich anwendet werden. Hier haben sich diverse sinnvolle Übungen und Methoden bewährt, mit denen sich die Prüfungsangst nachhaltig beseitigen lässt. Dazu zählen etwa die gezielte Atmung oder das positive Denken. Bei ersterem geht es vor allem darum, die sogenannte Schnappatmung zu vermeiden, zu der es in aufregenden Situationen oft kommt. Da das Gehirn Sauerstoff benötigt, um effektiver arbeiten zu können, ist es wichtig, auf Knopfdruck richtig und gesünder atmen zu können. Beim positiven Denken wiederum konzentriert man sich, ähnlich wie beim Meditieren, darauf, die eigenen Gedanken zu beobachten und alles Negative und Angststiftende zu "beseitigen". Wer sich selbst davon überzeugen kann, dass es keinen Grund gibt, vor einer Prüfung in Panik zu geraten oder sich zu stressen, hat mehr Platz im Geist, den die Erinnerungen an das Gelernte ausfüllen können. Außerdem sitzen alle Kommilitonen im gleichen Boot und an der Uni hilft sich in der Regel jeder gegenseitig. Also keine Angst vor Versagen!

Niemand zwingt einen als Studentin übrigens alles gleich beim ersten Versuch zu schaffen. Fast für jede Prüfung gibt es zwei oder drei Versuche und das hat seinen Grund. Manch eine braucht einfach etwas länger, um sich einzufinden und ihre Lernorganisation auf die Reihe zu bekommen. Das wissen auch diejenigen, die die Prüfungsordnungen erstellen. 

Und davon abgesehen: Kaum eine Uni möchte ihre Neulinge gleich überfordern oder abschrecken und wieder loswerden. Am Anfang werden deshalb die Aufgaben noch überschaubar sein und der Schwierigkeitsgrad gemäßigt. Denn es geht ja eben darum, dass die Studierenden in Ruhe alles kennenlernen und ein Gefühl für den neuen Lebensabschnitt bekommen.

Leute kennenlernen

Das Schönste am ersten Semester ist eigentlich: Man ist als Ersti nicht alleine. Es geht etlichen anderen Neulingen ganz genauso: Sie sind überfordert, aufgeregt und aber auch wahnsinnig neugierig auf das Laben am Campus. Jeder will möglichst schnell neue Leute kennenlernen und sich verbinden. Und dafür gibt es die verschiedensten Möglichkeiten.

  • Wer aufgeschlossen ist und sich den Campus in Ruhe anschaut und viel unterwegs ist, lernt meist ganz von selbst andere Erstis kennen. Sei es das Studierendensekretariat, wo große Verwirrung herrscht, welche Unterlagen noch nachgereicht und welche Gebühren noch zu bezahlen sind oder die Mensa, wo man sich zum ersten Uni-Mittagessen zusammenfindet – Überall blickt man in suchende, unsichere und unschuldige Gesichter, die nur darauf warten, angesprochen zu werden. 
  • Wer den ersten Schritt so direkt nicht machen möchte, besucht am besten alle angebotenen Semesteranfangspartys. Fachbereiche legen ihre Partys oft auf den Semesteranfang, weshalb hier oft fast jeden Tag irgendwelche Feiereien zu finden sind. Auf Wohnheims-Partys sind die Chancen, mit anderen Erstis ins Gespräch zu kommen, oft noch größer. Denn hier trifft man sich einfach auf engem Raum und kann gar nicht anders, als miteinander über alles zu quatschen.
  • In den ersten Vorlesungen und Seminaren stellen natürlich die unmittelbaren Sitznachbarn die beste Gelegenheit dar, sich zu connecten. Gerade vor Veranstaltungsbeginn sollten die Minuten für einen kurzen Plausch genutzt werden. Vielleicht kann ja danach ein Kaffee oder ein gemeinsames Mittagessen in der Mensa eingeplant werden?
  • Zum Knüpfen von Kontakten ist auch der Hochschulsport bestens geeignet. Damit bleibt man also nicht nur fit und energetisch und gleicht Stress in den ersten Wochen gut aus, sondern lernt vor allem schon mal Gleichgesinnte kennen. Und was ist ein besserer Start in eine Freundschaft, als das gleiche Hobby? 
  • Letztlich finden sich oft auch auf Facebook oder in anderen sozialen Netzwerken Gruppen für Erstis einer bestimmten Uni. Hier lässt sich einfach immer nachschauen, was gerade ansteht, welche Kennenlernveranstaltungen angeboten werden oder wo die nächste Party stattfindet.

Sich an der Uni orientieren und organisieren

Termine wahrnehmen und Informationen sammeln

Es scheint unzählige Dinge zu geben, an die Erstis bereits am Anfang ihres ersten Semesters an der Uni denken müssen. Das Problem ist dabei meist nicht, dass sich diese Dinge, Termine und Veranstaltungen nicht etwa zeitlich organisieren lassen würden. Das Problem ist vielmehr, dass sich oft keine Übersichten finden, die den Studienneulingen genau zeigen, welche Termine wirklich wahrgenommen werden sollten oder müssen und welche Dinge zu klären sind. Letztlich ist es aber gar nicht so viel. Wir haben einmal die in unseren Augen wichtigsten Punkte zusammengestellt.

Zunächst sollte jeder Ersti an den Einführungs- und Orientierungsveranstaltungen teilnehmen, die meist speziell von den Fachbereichen angeboten werden. Denn sie erfüllen genau den Zweck, Erstis den Einstieg in ihr Studium, bzw. ihre Studienfächer zu erleichtern. Die Termine dazu finden sich meist in den universitätseigenen elektronischen Verwaltungssystemen oder in den Unterlagen, die einem zum Semesterstart oder der erfolgreichen Immatrikulation zugesandt werden. 

Praktisch ist bei diesen Einführungsveranstaltungen auch, dass meist schon viele der Dozenten und Fachschaftsvertreter anwesend sind und man so schon wichtige Bezugspersonen, bzw. die zukünftigen Lehrenden kennenlernt. Außerdem sind diese ersten Treffen ebenso eine super Möglichkeit, mit Kommilitonen ins Gespräch zu kommen.

Wir empfehlen auch, an Rundgängen über den Campus oder die Universität und durch die Bibliothek teilzunehmen. Denn hier erfahren Erstis, wo sich die zentralen Einrichtungen der Uni befinden (Mensa, Bibliothek, Studierendenberatung usw.), in welchen studentischen Initiativen man sich engagieren kann und welche sportlichen und kulturellen Angebote die Hochschule anbietet. Außerdem wird einem beim Bibliotheksrundgang oft schon genau gezeigt, wo sich die Bücher und andere Medien des eigenen Studienfachs befinden und wie man sie ausleihen kann.

Und was das soziale Leben betrifft, sollten Erstis sich am besten an die Fachschaften halten. Diese wissen, wann und wo Kneipenrundgänge und Partys geplant sind oder organisieren diese sogar selbst. Die Fachschaften beraten einen in der Regel auch gerne zu Fragen rund um die Studienorganisation. Doch es schadet natürlich nicht, zumindest zu wissen, über was man sich hier eigentlich so genau informieren muss.

Was für die Studienorganisation abzuklären ist

Die Organisation der einzelnen Studiengänge ist oft kryptisch. Keine Sorge also, wenn am Anfang nicht alles sofort klar ist und ständig neue Fragen auftauchen. Vorlesungsverzeichnisse sind für Erstis nicht immer einfach zu verstehen, werden aber recht schnell verständlich. 

Die Studien- und Prüfungsordnungen und Handbücher ändern sich auch immer wieder, deshalb ist es normal, dass jeder immer wieder nachfragen und sich schlau machen muss. Erstis sollten allerdings zumindest einen Überblick darüber haben, 

  • … welche Seminare und Vorlesungen für den Abschluss belegt werden müssen und wie sich diese über die Semester verteilen lassen. Besonders wichtig: Gibt es bestimmte Veranstaltungen, die bereits im ersten oder zumindest in den ersten zwei oder drei Semestern zu belegen sind?
  • … wann und wo die Veranstaltungen stattfinden, die zu belegen sind. Und natürlich auch, wie lange die Veranstaltungen dauern. In diesem Zusammenhang ist sich auch schlau zu machen, ob der Weg von einer Veranstaltung zur nächsten in einer bestimmten Zeit zu meistern ist oder ob gegebenenfalls eine Pausenstunde eingelegt werden muss.
  • … welche Prüfungsleistungen wann zu erbringen sind.
  • … was welcher Dozent oder Professor voraussetzt, um bei ihm welche Leistungen erbringen zu können.
  • … welche Lektüre für die Teilnahme an einer Veranstaltung vorausgesetzt wird oder vor der Teilnahme an einer Veranstaltung zu besorgen ist.

An eine gute Ausstattung denken

Auch was die Ausstattung betrifft, macht man sich als Ersti oft eine Menge Gedanken. Der Rucksack aus der Schule ist nicht stylisch genug, die Hefte werden eventuell einfach durch einen Spiralblock und einige Ordner ersetzt und geschrieben wird nur noch mit Kuli. Aber zuerst ist da vielleicht die Ratlosigkeit und der hilflose Blick zu den Mitstudierenden: Was haben die da alles dabei? Brauche ich das auch? Was man wirklich besitzen oder gegebenenfalls besorgen sollte, um durch den Unialltag zu kommen, verraten wir:

1. Die wichtigsten Schreibsachen:

Trotz technischer Hilfsmittel stellen Mitschriften mit Stift auf Papier während Veranstaltungen immer noch die sicherste Methode dar, sich den Lernstoff gut einzuprägen. Da sich meist nicht alles mitschreiben lässt, ist es praktisch, wenn man sich methodisch – etwa mit der Cornell-Methode – gezielt Notizen macht. Da der Lernstoff am Anfang doch überwältigend sein kann, lohnt es sich auch, die Mitschriften noch einmal am PC abzutippen, um sie in klarer Form zu sehen und mit Hilfe der Wiederholung den Stoff gleich noch einmal mehr sinken zu lassen. 

Ansonsten gilt: Notizen (gerade, wenn sie nicht abgetippt werden), in beschriftete Ordner einheften oder in Klarsichthüllen aufbewahren. Weiterhin helfen Marker und Post-its dabei, die Übersicht zu behalten und Wichtiges hervorzuheben.

2. Laptop und was dazugehört:

Natürlich ist der Laptop heutzutage ein unverzichtbares Utensil für die Uni. Aber wer besitzt auch keinen? Und falls man doch zu dieser seltenen Gattung Ersti gehört, können Facebook-Flohmärkte oder eBay & Co. durchstöbert werden. Hier finden sich extrem günstig schon ausreichende Modelle. 

Der Laptop ist deshalb wichtig, weil mit ihm immer und von überall aus gearbeitet werden kann – egal ob bei Regen oder vor einer wichtigen Abgabe in der Unibib oder bei Sonnenschein im Park. Arbeiten heißt in diesem Fall auch: Präsentationen für Referate erstellen, Hausarbeiten schreiben, Teile für Gruppenarbeiten vorbereiten usw. Ohne PC geht hier einfach nichts.

3. Andere Techniksachen

Neben dem Laptop sollte man auch einen USB-Stick mit normalem Speicherplatz haben, auf den sich auch spontan einmal beispielsweise Lernmaterialien von Kommilitonen ziehen lassen. Und auch gegen eine Powerbank, mit der an langen Tagen Smartphone oder Tablet nachgeladen werden können, gibt es nichts einzuwenden.

4. Ohrstöpsel oder Kopfhörer:

  Am Campus ist es meist ganz schön laut. Und die stillen Säle in der Bibliothek sind meist vollkommen überfüllt. Zum besseren Lernen zwischendurch oder wenn man einfach mal abschalten möchte, lohnt es sich daher, sich Ohrstöpsel oder Umgebungsgeräusche reduzierende Kopfhörer zuzulegen. 

5. Tasche oder Rucksack

Irgendwo muss der ganze Kram letzten Endes natürlich auch untergebracht werden. Eine Tasche oder ein Rucksack, möglichst leicht, aber dennoch stabil, sind daher Pflicht. Wichtig: Die richtige Wahl begleitet einen bestenfalls bis zum Abschluss. Also lieber etwas mehr investieren und von der Qualität profitieren. 

Den ersten eigenen Stundenplan erstellen

Damit das Erstellen des eigenen Stundenplans leichter von der Hand geht, haben wir auch hierfür wichtige Punkte, an die zu denken ist, zusammengefasst:

  • Welche Leistungen müssen genau erbracht werden? Welche Module muss ich dafür belegen/ besuchen?
  • Wieviel Veranstaltungen die Woche will ich im ersten Semester besuchen? Auch, wenn viele sich mehr Stunden zutrauen, sind etwa 20 Semesterwochenstunden oder sogar weniger am Anfang empfehlenswert. Wieviel Semesterwochenstunden insgesamt im Laufe des Studiums absolviert werden müssen, sollte auch in der Studienordnung stehen.
  • Bei der Wahl der Veranstaltungen aus dem Vorlesungsverzeichnis sollte man immer auf die eigenen Interessen und Vorlieben hören. Nur, weil eine Kommilitonin vielleicht eine bestimmte Vorlesung besucht oder jenes Seminar sehr beliebt ist, muss das nichts heißen. Sich hier nach anderen zu richten, schadet oft der eigenen Motivation.
  • Wichtig ist, doppelt zu überprüfen, dass sich zwei Veranstaltungen oder mehr nicht überschneiden. Oft muss man leider etwas fallenlassen, was man eigentlich gerne belegt hätte, weil eine wichtigere Veranstaltung zur gleichen Zeit stattfindet. Damit sollte man von Anfang an als Ersti umgehen lernen.
  • Ist die Entscheidung gefallen, folgt die Anmeldung. Wie genau sich anzumelden ist, steht meist detailliert im Vorlesungsverzeichnis selbst. Manchmal erfolgt die Anmeldung über ein integriertes System, manchmal aber auch per Mail oder vor Ort beim ersten Termin.
  • Schließlich kann sich nach und nach ein Stundenplan zusammengestellt werden, den man am besten in seinen Kalender abzeichnet oder mit dem Handy abfotografiert. So hat man ihn immer schnell zur Hand und kann spontan nachschauen, wo man wann sein muss und wann Freizeit angesagt ist.

Die ersten Vorlesungen und Seminare

Sitzt man schließlich in seinen ersten Vorlesungen und Seminaren, gilt vor allem: Offen sein für das Neue, sich trauen, nachzufragen und sich nicht verrückt zu machen, wenn man nicht allem gleich folgen kann. Die Veranstaltungen laufen etwas anders ab, als noch an der Schule und daran muss sich jeder erst gewöhnen. Wichtig ist, daran zu denken, sich in eventuell vorhandene Anwesenheitslisten einzutragen, sich die Formalia zu notieren, die der Lehrende eventuell durchgibt oder an die Tafel schreibt und sich früh genug um die Anmeldung zu einer Prüfung zu kümmern. Hin und wieder erfolgt diese im Laufe der Veranstaltung selbst.

Typische Fehler, die zu vermeiden sind

  • Zu guter Letzt gibt es da noch einige Fehler, die Erstis nicht selten begehen und die sich einfach vermeiden lassen. Der typischste davon ist wohl, dass man etwa, weil am Abend vor einer Veranstaltung auf der Kneipentour zu viel Bier oder Wein geflossen ist, recht spät zum ersten Termin kommt und es damit nicht mehr auf die Teilnehmerliste schafft. Oft gilt nämlich: In Seminaren wird sich durch Anwesenheit angemeldet und wer zuerst da ist, wird auch zuerst aufgenommen.
  • Die Orientierungswochen mögen ein wenig uncool rüberkommen, für die Kleinen, die neuen Planlosen sozusagen, aber da sollte man drüberstehen. Denn gerade die Möglichkeit, zu erfahren, wo etwa Erstifahrten angeboten werden, sollte man nicht verpassen. 
  • Eine, bzw. mehrere wichtige Besorgungen, die oft schleifen gelassen werden: Die Mensa- und die Kopier- oder Bibliothekskarte. Je früher man sich solche Karten besorgt, desto eher kann gespart und das Angebot am Campus in vollem Umfang genutzt werden.
  • Wer sich immatrikuliert, bekommt von der Uni meist sofort eine eigene Mail-Adresse erstellt. Die Mails, die an diese Adresse gesendet werden, ignorieren viele Studierende, bzw. es wird einfach nicht dran gedacht. Mitunter befinden sich hier aber wichtige Mails im Postfach. Am besten richtet man sich eine Umleitung auf die normale Mail ein, dann muss man nicht immer beides checken.
  • Auch, wenn man sich nicht verrückt machen und alles entspannt angehen sollte – Ein gewisses Maß an Eigeninitiative ist als Ersti wichtig. Niemand wird einen an der Hand nehmen und alles für einen erledigen. 
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