Lifestyle

Ungesundes wird jetzt gesund!

Von GRAZIA am Samstag, 28. Dezember 2013 um 13:10 Uhr

Ein Traum wird wahr: Pralinen, Pasta, Chips – alles, was wir bisher unter „Schmeckt, macht aber leider auf Dauer dick und krank“ abgespeichert haben, gibt es jetzt in einer gesunden (und auch noch leckeren) Version.

Lecker und keine Sünde mehrPralinen

Knackige, handgemachte Mandelsplitterbällchen, gefüllt mit karamelligen Deglet-Nour-Datteln und etwas Orangenöl – klingt köstlich. Und ist tatsächlich auch gesund! Denn die Pralinen, die Katrin Wolff in ihrer kleinen Hamburger Manufaktur Teufelswerk & Engelsbeitrag herstellt, sind dank der Datteln süß, kommen aber ganz ohne zusätzlichen Zucker aus. Außerdem enthalten sie nur halb so viele Kalorien und Fett wie dunkle Schokolade. Stattdessen strotzen sie vor gesunden Nährstoffen. „Datteln sind reich an Eisen und Kalzium und halten durch ihren hohen Ballast-stoffgehalt viel länger satt als zum Beispiel Schokolade“, erklärt Ökotrophologin und Ernährungsberaterin Sonja Müller- Kaya. Selbst auf Zusatzstoffe wie etwa Konservierungsmittel wird verzichtet (teufelundengel.de).

 

Mit 50 Prozent weniger Kalorien: Brot

Okay, ob Brot nun wirklich der Figurfeind Nummer eins ist, darüber lässt sich streiten. Fakt ist: Ein ordentlich belegtes Mittagssandwich kann zu einem heftigen „carb-hangover“, wir sagen nur Blähbauch, und zu After-Lunch-Müdigkeit führen. Eine clevere Lösung des Problems hat sich der ehemalige Banker Paul Shackleton mit Plan Bread ausgedacht: Sein Brot besteht fast ausschließlich aus Brokkoli (ja, das schmeckt tatsächlich), ist glutenfrei, hat nur zwei Gramm Kohlenhydrate je 100 Gramm und 50 Prozent weniger Kalorien als normales Brot. In England wird es sogar schon in Form von belegten Sandwiches angeboten. Hoffentlich nur noch eine Frage der Zeit, bis es nach Deutschland kommt.

 

Macht wach, aber kein Bauchgrummeln: Gesunder Kaffee

Sie glauben, es gibt keinen würdigen Ersatz für Kaffee? Oh doch, den gibt es! Er heißt Yerba Mate und ist ein Tee, der so anregend wie Kaffee ist, von dem man aber garantiert kein Magengrummeln und zittrige Hände bekommt, weil das enthaltene Koffein wesentlich sanfter an den Körper abgegeben wird. „Dieser Tee ist fantastisch“, schwärmt Dalton Wong, der Trainer von Promis wie Jennifer Lawrence, „er macht wach, enthält aber auch Mineralien, Vitamine und 90 Prozent mehr Antioxidantien als grüner Tee.“ Außerdem hilft er dem Körper, Kohlenhydrate besser zu verarbeiten sowie den Muskeln, sich vom Sport zu erholen, und er kurbelt auch noch den Stoffwechsel an (yerba-mate.de).

 

Hält schlank und macht satt: Pasta

Der neueste Weg, um der „Mit einem Teller Spaghetti Bolo kommt man schnell mal auf 500 Kalorien“-Falle zu entkommen: Konjak-Nudeln! Denn sie haben fast keine Kalorien (nur neun pro 100 g). Ein weiterer Benefit: „Konjak hat einen niedrigen glykämischen Wert. Das bedeutet, die Pasta hält viel länger satt als normale Weizenmehlnudeln“, erklärt Julia Boedecker, Ernährungswissenschaftlerin bei der Organisation Bioversity International in Rom. (konjakshirataki.wordpress.com).

 

Wenig Fett, viel Vitamine: Chips

Herkömmliche Kartoffelchips sind superfettig (wer eine Packung pro Tag isst, könnte auch fünf Liter Pflanzenöl im Jahr trinken). Gebackene Varianten sind auf jeden Fall schon mal gesünder, enthalten aber immer noch jede Menge Kohlenhydrate. Die Health-Alternative: Gemüsechips aus Süßkartoffeln, Grünkohl, Möhren oder Roter Bete (mit besonders viel Vitamin B, Kalium, Eisen und vor allem Folsäure), die mit extrem wenig Öl frittiert werden, etwa „Gemüsechips Rote Beete“ von Lifefood. Noch besser ist es, Gemüsescheiben selbst zu backen. Tipp: Den Ofen einen Spalt offen lassen, damit die Feuchtigkeit ent-weicht und die Chips knackig werden.

 

Jetzt endlich nährstoffreich: Smoothies

Die schlechte Nachricht zuerst: Falls Sie glauben, die noch vor wenigen Jahren über den grünen Klee gelobten Frucht-Smoothies wären supergesund, dann liegen Sie falsch. Denn die bisher weitverbreitete Herstellungstechnik beinhaltet das Pürieren und Pasteurisieren, bei dem der Fruchtmix erhitzt wird. Dadurch gehen viele Ballast- und Nährstoffe und besonders das hitzeempfindliche Vitamin C verloren. Sie vermissen die gute Nachricht? Die kommt jetzt und lautet: Kalt gepresst und mit ordentlich Gemüseanteil sind sie supergesund (das bedeutet nämlich auch weniger Fruchtzucker, denn der ist leider in Massen nicht besonders gut). Statt erhitzt werden die Bestandteile bei dieser Version zerkleinert und gefroren, um sie haltbar zu machen, Nährstoffe gehen nicht verloren. Wer auf Nummer sicher gehen will, mixt selbst (Rezepte über gruenesmoothies.de). Zu viel Arbeit? Den neuen Super-Smoothie kann man sich auch über detox-delight.de liefern lassen.

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