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Vegane Ernährung: Das passiert mit deinem Körper, wenn du auf tierische Produkte verzichtest

Von Marvena.Ratsch am Freitag, 7. Februar 2020 um 10:59 Uhr

Was passiert eigentlich, wenn man Fleisch und Fisch sowie sämtliche Milchprodukte und alle weiteren tierischen Lebensmittel von seinem Speiseplan streicht? Wir verraten dir, wie sich die vegane Ernährungsweise auf deinen Körper auswirkt...

Während vor ein paar Jahren Veganismus noch eher ein Fremdwort war, wird die Ernährungsweise immer beliebter. Rund 1,3 Millionen Menschen verzichten in Deutschland auf sämtliche tierische Produkte und täglich soll die Zahl um mindestens 200 Personen steigen. Dies hat auch einen guten Grund. Es ist nämlich nichts Neues, dass die Haltung und Fütterung von Vieh, dessen Produkte später auf dem Teller landen, Unmengen an Ressourcen fordert und die Umwelt stark belastet. So ist der Verzicht auf tierische Lebensmittel nicht nur nachhaltiger, laut vieler Studien soll diese Lebensweise – zumindest wenn man sie richtig angeht – sehr viel gesünder sein. Doch was passiert genau mit dem Körper, wenn man sowohl auf Fleisch und Fisch als auch auf sämtliche Milchprodukte verzichtet? Wir verraten es dir.

1. Du bekommst schöne Haut

Du leidest unter Mitessern, Pickeln und Co.? Dies kann sich schlagartige ändern, wenn du auf eine vegane Ernährungsweise umsteigst. Fleisch und Milchprodukte sorgen nämlich dafür, dass der Säure-Basen-Haushalt deines Körpers aus dem Gleichgewicht gerät und der dadurch entstehende Überschuss an Giftstoffen wird oftmals über die Haut abtransportiert. So verstopfen schließlich die Poren und schmerzhafte Entzündungen sind die Folge. Stehen dagegen rein pflanzliche Lebensmittel bei dir auf dem Speiseplan, werden dein Organismus und dementsprechend auch dein Teint nicht unnötig belastet.


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2. Dein Immunsystem wird gestärkt

Wenn es um ein gesundes Immunsystem geht, dann ist eine funktionierende Verdauung unumgänglich. Der Darm ist im Hinblick auf die Gesundheit ein wichtiger Mitspieler, und bei einem veganen Speiseplan wird ein gesundes Gleichgewicht der Darmflora gefördert. Fäulnisbakterien, die vor allem durch tierische Eiweiße entstehen, werden verringert, der Darm wird nicht überbelastet und entzündliche Prozesse werden verringert. So muss das Immunsystem weniger Energie für die Erhaltung der Darmgesundheit aufbringen und kann sich auch anderen "Baustellen" widmen. Die Folge: Du bist sehr viel seltener krank.

3. Du kannst Abnehmen

Gerade wenn man mit der einen oder anderen Problemzone an Bauch, Hüfte oder Po zu kämpfen hat, kann eine vegane Ernährung wahre Wunder bewirken. Laut einer Studie des "Journal of General Internal Medicine" sollen Veganer rund zweieinhalb Kilo mehr an Gewicht verlieren, als Fleischesser. Woran das liegt? Verzichtest du auf tierische Lebensmittel, greifst du automatisch seltener zu verarbeiteten Produkten, die mit Unmengen an unnötigem Zucker angereichert sind. Stattdessen schlemmst du vermehrt Obst und Gemüse, welches nicht nur kalorienärmer ist, sondern ohne versteckte Konservierungsstoffe auskommt. Zudem wird auch der Cholesterinspiegel geschont, der ebenfalls Einfluss auf das Gewicht hat.


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4. Du hast mehr Energie

Die Ernährung hat keinen geringen Anteil an deinem Wohlbefinden und dem Energielevel und ein übermäßiger Verzehr von Fleisch- und Milchprodukten kann dieses negativ beeinflussen. Entzündungen können häufiger auftreten und um diesen zu bekämpfen, wird dem Organismus bereits eine Menge Arbeit abverlangt. Zudem sind tierische Produkte oftmals industriell verarbeitet und die darin zu findenden Zusatzstoffe bringen den Blutzuckerspiegel aus dem Gleichgewicht. Müdigkeit und Abgeschlagenheit sind die Folge. Greifst du dagegen zu rein pflanzlichen Lebensmitteln, bleibt dein Körper und vor allem der Säure-Basen-Haushalt in einem gesunden Gleichgewicht und du fühlst dich sehr viel fitter.

5. Du kannst unter Mangelerscheinungen leiden

Die vegane Ernährung kann sich allerdings nicht nur positiv auf deinen Körper auswirken. Achtest du nicht penibel darauf, abwechslungsreich zu essen und deinen Vitamin- und Mineralienhaushalt mit speziellen Nahrungsergänzungsmitteln auszugleichen, dann kann es ganz schnell zu Mangelerscheinungen wie Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Knochenproblemen kommen. Vor allem Nährstoffe wie Vitamin B2 und 12 sowie D, Kalzium, Eisen, Jod, Zink und Omega-3-Fettsäuren stecken in tierischen Lebensmitteln, sodass du darauf Acht geben musst, diese in ausreichendem Maße deinem Körper zur Verfügung zu stellen. Während du Vitamin B beispielsweise auch über Sauerkraut oder Haferflocken aufnehmen kannst, können Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte die Eisen- und Zinkspeicher auffüllen. Um den Organismus mit essenziellen Fettsäuren zu versorgen, sollten pflanzliche Öle sowie Nüsse, Samen, Spinat und Avocado regelmäßig auf deinem Teller zu finden sein.


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6. Du tust etwas für dein Gewissen

Dieser zusätzliche Punkt hat keine direkte Auswirkung auf deinen Körper, doch auf deine Zukunft. Indem du auf tierische Produkte verzichtest, lebst du nämlich sehr viel nachhaltiger. Schließlich gehört beispielsweise die Fleischproduktion zu den größten Umweltsünden, da sie für circa 15 Prozent der Klimagasemissionen verantwortlich ist und um die 70 Prozent des weltweiten Frischwassers in Beschlag nimmt. Stehen dagegen vor allem Obst und Gemüse sowie Getreide und Hülsenfrüchte auf deinem Speiseplan, kannst du alleine zumindest einen kleinen Beitrag für mehr Nachhaltigkeit leisten und außerdem musst du nicht mit dem Gewissen leben, dass Tiere qualvoll leiden mussten, damit du etwas auf dem Teller hast.

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