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Verhütung: Das sind die besten, hormonfreien Alternativen zur Antibabypille

Von Silky am Dienstag, 18. August 2020 um 17:07 Uhr

Du bist auf der Suche nach einer hormonfreien Alternative zur Pille? Wir haben uns näher mit dem Thema beschäftigt und nennen dir einige Optionen…

Am heutigen Tag vor 60 Jahren wurde in Amerika die erste Antibabypille auf den Markt gebracht. Der 18. August ist daher auch als "Tag der Antibabypille" bekannt. Die kleinen Tabletten, die wir von unserem Frauenarzt als Verhütungsmittel verschrieben bekommen und täglich zur selben Zeit einnehmen sollen, sind mittlerweile weit umstritten. Zwar zählt die Pille als eine der sichersten Methoden, um eine Schwangerschaft zu vermeiden, sie bringt durch die enthaltenen Hormone wie Östrogene und Gestagene allerdings auch einige Nebenwirkungen mit sich. Während der Eisprung durch die Einnahme des Medikamentes unterdrückt wird, treten auch Nachteile wie Übelkeit, Stimmungsschwankungen, Blutgerinnung, Thrombose, Zwischenblutungen oder sexuelle Lustlosigkeit auf. Genau aus diesem Grund haben viele Frauen unterschiedliche Meinungen zur Pille. Wenn auch du dich von der kleinen Tablette trennen willst, weil du dich durch die Einnahme nicht mehr wohlfühlst und auf der Suche nach einer hormonfreien Alternative bist, dann haben wir hier die fünf besten Optionen für dich. Falls du noch mehr Informationen zu diesem Thema benötigst, kannst du dir das Buch "Verhüten ohne Hormone" für ca. 30 Euro über Amazon kaufen

1. Kondom

Neben der Pille ist wahrscheinlich auch das Kondom eines der bekanntesten Verhütungsmittel überhaupt. Dabei hat es im Vergleich zur Tablette den Vorteil, dass es nicht nur vor einer eventuellen Schwangerschaft, sondern auch vor Geschlechtskrankheiten wie HIV schützt und natürlich keine Hormone beinhaltet. Allerdings ist es hier super wichtig, dass die richtige Kondomgröße gewählt wird. Dafür muss der erigierte Penis gemessen werden, damit das passende Produkt gekauft werden kann. Denn nur, wenn die Kondome gut sitzen, bieten sie den besten Schutz. Achten solltest du übrigens auch immer, ob das Kondom keine Risse hat oder zu alt ist. Über Amazon kannst du dir die Bestseller von My Size, die es in unterschiedlichen Größen gibt, für ca. 19 Euro nach Hause bestellen.

2. Kupferspirale

Ebenfalls bekannt und beliebt bei Frauen ist die Kupferspirale. Diese hormonfreie Verhütungsmethode wird in die Gebärmutter verankert und kann bis zu 5 Jahre (je nach Absprache mit der Frauenärztin) verwendet werden. Bei der Spirale handelt es sich um ein Plastikkörperchen in T-Form, welches mit Kupfer ummantelt ist. Das Material sorgt dafür, dass die Spermien sich nicht mehr optimal bewegen können, sodass die Eizellen nicht befruchtet werden. Sollte es doch dazu kommen, dass ein Spermium zu einer Eizelle gelangt, sorgt das Kupfer dafür, dass es sich nicht einnistet. Eine zweite Variante ist auch die Kupferkette, die ähnlich wirkt, aber durch ihren flexiblen Aufbau auch für eine kleinere Gebärmutter geeignet ist. Der Nachteil bei dieser Option ist allerdings, dass es zu Entzündungen in der Gebärmutterschleimhaut kommen kann. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, regelmäßig zur Untersuchung zu gehen. Je nach Modell kann dieses Verhütungsmittel zwischen 100 und 300 Euro kosten.

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3. Billings-Methode

Eine weitere hormonfreie Verhütung klappt mit der Billings-Methode, die von einem australischen Ärztepaar entdeckt wurde. Diese haben nämlich bemerkt, dass sich der Schleim am Muttermund, der auch als Zervixschleim bekannt ist, im Laufe des weiblichen Zyklus von der Konsistenz verändert. Je näher Frauen ihrem Eisprung kommen, umso flüssiger und klarer wird der Schleim und deutet daraufhin, dass sie fruchtbar sind. Ladies, die sich also an diese Methode wagen wollen, müssen viel Disziplin mit sich bringen und regelmäßig überprüfen, wie ihr Zervixschleim aussieht. Am besten funktioniert das, indem man etwas davon vom Muttermund entnimmt und zwischen Daumen und Zeigefinger verreibt und auseinanderzieht. Ist der Schleim spinnbar, befindet man sich in der höchsten fruchtbaren Phase des Zyklus. Am besten klappt diese Methode bei Frauen, die bereits einen regelmäßigen und stabilen Zyklus haben.

4. Vaginalzäpfchen

Zäpfchen sind zwar nicht jedermanns Sache, aber natürlich wollen wir dir auch diese Methode nicht vorenthalten. Die hormonfreien Vaginalzäpfchen werden ungefähr zehn Minuten vor dem Geschlechtsverkehr in die Scheide eingeführt. Durch die Körperwärme lösen sich diese auf und drosseln die Beweglichkeit der Spermien und töten sie sogar ab. Zudem bilden sie eine Art Schaum, welches sich wie eine Schutzwand vor dem Muttermund legt, sodass Spermien nicht in die Gebärmutter eindringen können. Zwei Stunden kann dieses Zäpfchen anhalten und reicht allerdings nur für einen Samenerguss. Vor der Anwendung solltest du aber trotzdem immer mit deinem Arzt sprechen, da dieses Medikament beispielsweise bei einer Scheideninfektion unvorteilhaft wäre.

5. Symptothermale-Methode

Bei dieser Option handelt es sich um eine Erweiterung der Billings-Methode. Der größte Vorteil hierbei ist, dass du deinen Körper besonders gut kennenlernst und gezielt eine Schwangerschaft planen kannst, wenn es dein Wunsch ist. Auch hier ist höchste Disziplin gefordert, denn du musst jeden Tag nach dem Aufwachen und vor dem Aufstehen deine Temperatur messen. Dafür benötigst du ein Thermometer wie dieses von Domotherm für ca. 9 Euro, welches zwei Stellen hinter dem Komma anzeigt. Wichtig ist, dass du täglich an derselben Stelle und um dieselbe Uhrzeit misst. Der Unterschied zwischen den fruchtbaren und unfruchtbaren Tagen liegt bei 0,2 bis 0,5 Grad. An den fruchtbaren Tagen ist die Aufwachtemperatur, auch als Basaltemperatur bekannt, besonders niedrig. Der Nachteil hier ist bloß, dass du nicht faul sein darfst, sondern im besten Fall täglich deinen Schleim und deine Temperatur im Auge behältst.

Jetzt wollen wir deine Meinung! Verwendest du bereits eine Alternative oder bleibst du der Pille treu? Hier kannst du abstimmen:

 

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