Was tun gegen Stress: 5 Tipps bei innerer Unruhe

Was tun gegen Stress: 5 Tipps bei innerer Unruhe

Anspannung, Nervosität, Rastlosigkeit – all diese unangenehmen Gefühle entstehen bei innerer Unruhe. Häufiger Auslöser dafür ist Stress. Innere Unruhe ist nicht nur schwer auszuhalten, sondern kann zu weiteren Beschwerden wie Schlaflosigkeit oder Unkonzentriertheit führen. Damit es erst gar nicht so weit kommt findest Du hier die 5 besten Tipps, was Du gegen Stress tun kannst und um innere Unruhe wieder loszuwerden.

© iStock/ fizkes

Was ist innere Unruhe?

Ob ein bevorstehender wichtiger Termin, ein Konflikt mit dem Partner oder Zukunftsängste: innere Unruhe hat oftmals einen Grund, der meist mit Stress zusammenhängt. Manchmal kann die Unruhe aber auch einfach ohne erkennbare Ursache auftreten. Diese typischen Symptome sind zudem häufige Begleiter

  • Herzrasen
  • Schlafstörungen
  • Schweißausbrüche
  • Zittern
  • Bewegungsdrang
  • Grübeln

Besteht das Gefühl über längere Zeit, entstehen oft weitere Probleme. Aufgrund von Unkonzentriertheit unterlaufen vielleicht Fehler bei der Arbeit, Freunde und Familie fühlen sich womöglich nicht ausreichend beachtet. Das alles schürt neue Konflikte, Stress und innere Unruhe steigen weiter an. Wichtig zu wissen: Du bist dem nicht hilflos ausgeliefert. Es gibt einige Tipps gegen Stress und innere Unruhe, die Dir helfen können, wieder Ruhe sowie Klarheit zu erlangen. Wir haben die 5 besten für Dich zusammengetragen.

Tipp 1: Den Atem beruhigen

Den ersten Tipp gegen Stress kannst Du für den Notfall anwenden, aber auch langfristig zur Vorbeugung gegen nervöse Unruhezustände einsetzen. Das gute an der Übung: Deinen Atem hast Du immer dabei, daher kannst Du die Übung jederzeit durchführen.

Schließe die Augen und beobachte einfach, wie Dein Atem kommt und geht. Am besten konzentrierst Du Dich auf Deinen Bauchraum: Fühle, wie sich Deine Bauchdecke hebt und senkt und bleibe einige Minuten dabei. Lege gern Deine Hände auf Deinen Bauch, damit Du besser ins Spüren kommst. So aktivierst Du ganz nebenbei die Bauchatmung, die Deinem Körper Entspannung signalisiert.

Für eine tiefe und noch entspanntere Atmung probiere die 4711-Technik aus: Dafür atmest Du 4 Sekunden ein und 7 Sekunden aus – und das 11 mal.²

Versuche, mehrmals täglich Deinen Atem zu beruhigen. Du wirst Dich hoffentlich bald wieder ruhiger und ausgeglichener fühlen.

Tipp 2: Innere Unruhe loswerden durch Bewegung

Befindest Du Dich in einer Stresssituation, setzt Dein Körper eine Reihe Hormone frei, wie Adrenalin oder Cortisol. Sie bewirken unter anderem, dass sich Dein Herzschlag beschleunigt, Dein Atem abflacht und Dein Gehirn auf Hochtouren läuft. Kurzzeitig ist das gut, denn es steigert Deine Leistung.

Bleiben die Stresshormone aber längere Zeit im Körper, weil Du beispielsweise immer wieder unter Zeitdruck im Job gerätst, kommt es zu Beschwerden wie innerer Unruhe. Was also tun gegen den Stress? Sport! Egal ob Du einen Spaziergang im zügigen Tempo machst, ein paar Bahnen schwimmst oder durch die Wohnung tanzt: Durch die Bewegung baust Du die Stresshormone ab.³ Und ganz nebenbei wirst Du so auch Deine innere Unruhe los.

Tipp 3: Bewusste Entspannung in den Alltag einbauen

Wenn Du den ganzen Tag unter Strom stehst, von einem Termin zum nächsten hetzt und zwischendurch ständig auf Dein Smartphone schaust, dann ist es logisch, dass sich innere Unruhe breit macht. Achte daher jeden Tag darauf, Dich bewusst zu entspannen. Dafür gibt es viele Möglichkeiten. Am besten Du probierst einiges aus, um herauszufinden, was Dir gut tut. Hier ein paar Beispiele:

  • Entspannungstechnik erlernen, wie progressive Muskelentspannung (PME) oder autogenes Training
  • Meditation
  • ein Buch lesen
  • ruhige Musik hören
  • Yoga
  • eine Tasse Tee genießen
  • Wolken beobachten

Extra-Tipp bei innerer Unruhe: Verzichte möglichst auf koffeinhaltige Getränke wie Cola oder Kaffee und Alkohol: Sie können Deine Nervosität noch weiter steigern.

Tipp 4: Tu was gegen Stress und geh in die Natur

Schon der Anblick eines Baumes kann Menschen entspannen. Nutze diese Kraft der Natur und gehe raus, am besten regelmäßig. Besonders der Wald tut gut, nicht umsonst hat das Waldbaden, das ursprünglich aus Japan stammt, auch hier in den letzten Jahren viel Zulauf erhalten. Allein der Aufenthalt im Wald baut nachweislich Stress ab.⁴ Aber auch ein Park oder Garten können Dich zur Ruhe bringen.

Tipp 5: Stressoren ausschalten

Vor allem, wenn Dich Stress und innere Unruhe regelmäßig heimsuchen, solltest Du versuchen, gezielt Stressauslöser (Stressoren) aus Deinem Leben zu verbannen. Beobachte dabei, welche Situationen Dich belasten: Ist es der ständige Zeitdruck auf der Arbeit, die Mehrfachbelastung mit Job und Kindern oder Konflikte mit anderen Personen? Überlege in Ruhe, was Du ändern kannst. Vielleicht kannst Du um Hilfe bitten, auch mal nein sagen oder von Menschen Abstand nehmen, die Dir nicht gut tun? Manchmal ist es auch der eigene Anspruch, der einen in die Stressfalle tappen lässt: Gesteh Dir ein, dass nicht immer alles perfekt sein kann und gib Dich auch mal mit 80 Prozent zufrieden.

Wann solltest Du professionelle Hilfe holen?

Wenn Du Dich ständig gestresst fühlst, die nervöse Unruhe überhandnimmt und Dich in Deinem Leben einschränkt, ist es Zeit, zum Arzt zu gehen. Manchmal steckt eine körperliche Ursache hinter den Beschwerden, manchmal ein psychische, manchmal lässt es sich auch schwer trennen. Zögere auf jeden Fall nicht und suche Dir Hilfe, wenn Du mit Deiner Situation nicht mehr allein zurechtkommst.

¹ "So hilft Achtsamkeit gegen innere Unruhe". AOK - Die Gesundheitskasse, 06. Juli 2022, https://www.aok.de/pk/magazin/wohlbefinden/achtsamkeit/innere-unruhe-das-hilft-gegen-ihre-unruhezustaende/.

² Surholt, Britta. „Tief durchatmen“. Techniker Krankenkasse, 06. Juli 2022, https://www.tk.de/techniker/magazin/life-balance/aktiv-entspannen/tief-durchatmen-2048342.

³ "Sport gegen Stress". Dak.de, https://www.dak.de/dak/gegen-stress/sport-gegen-stress-2366120.html#/. Zugegriffen 6. Juli 2022.

⁴ Arvay, Clemens G. Der Biophilia-Effekt: Heilung aus dem Wald. 7. Aufl., edition a, 2020.S.123.

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