Lifestyle

Wie Frauen Männerdomänen erobern

Von GRAZIA am Freitag, 22. November 2019 um 10:57 Uhr

So unterschiedlich die Persönlichkeiten, so verschieden sind auch die Vorlieben eines jeden, egal ob männlich oder weiblich: Rein am Geschlecht lässt sich eben nicht alles fest machen.

Der Beruf einiger Frauen ist ein Beispiel für aufbrechende Rollenmuster. Klar zu unterteilen in Männer- oder Frauenberufe ist ein veraltetes Denkschema. Allerdings gilt immer noch: Wer sich in einer Männerdomäne behaupten will, braucht Durchsetzungsvermögen.

Die aktuelle Frauenquote

Heutzutage stehen dem weiblichen Geschlecht doch wirklich alle Türen offen. Zumindest in Deutschland, oder? Nun allem Anschein nach stimmt das leider nicht ganz. In den letzten Jahren haben zahlreiche börsennotierte deutsche Unternehmen den Frauenanteil in ihren Kontrollgremien auf durchschnittlich 30 Prozent erhöht. Durch die 2015 eingeführte Geschlechterquote waren bloß die Hälfte dieser Unternehmen dazu verpflichtet.

Jedoch eine verstärkte Rekrutierung von Vorstandsfrauen hat es dabei nicht gegeben. Im Führungsbereich liegt hier der Anteil deutlich unter 10 Prozent. In Schweden, in den USA oder  in Großbritannien wäre das laut Experten undenkbar. In Deutschland kann man also wohl doch noch etwas dazu lernen.

In der Freizeitgestaltung  und beim Sport gibt es kaum noch Teilbereiche, die reine Männersache sind. Ob im Boxring oder in virtuellen Welten: der Frauenanteil steigt. Das weibliche Geschlecht gilt mittlerweile als ebenso risikofreudig wie die Herren der Schöpfung.

Im Online Casino lockt die Möglichkeit, einmal das Pokern auszuprobieren auch immer mehr Frauen an. Zudem finden sich hier auch Slots und andere spannende Glücksspiele. Nicht jeder Neuling wagt sich gleich ans Pokern. Wer sich Erfahrungsberichte der Online Casinos ansieht, wird feststellen, wie Leovegas auf den ersten Blick mit seinem umfangreichen Angebot an Spielen begeistert.

Bei Video-Games und Esports wächst der Frauenanteil ständig. Frei von Vorurteilen wurde festgestellt, dass einige Spiele unterschiedlicher Genres einen höheren Anteil an weiblichen Nutzern aufweisen als andere. Frauen sind eben nicht genau wie Männer, aber das heisst nicht, dass sie nicht genauso gut sind.

5 zukunftsweisende Berufe für Frauen:

Poker-Spielerin

Das Pokern online zu beginnen, bietet verschiedene Vorteile: Online kann man beliebig hohe Blinds setzen. Von ein, zwei Cents bis zu hohen Summen ist alles möglich. Die Internetseiten vergeben oft einen Willkommens-Bonus, damit kann man dann erst kleine Einsätze spielen.

Wer gut ist, kommt schnell in einen Bereich, in dem es sich finanziell lohnt. Wenn jemand wirklich das Talent besitzt und sich ausreichend mit Strategien beschäftigt, kann es schon passieren, dass er innerhalb von wenigen Monaten auf eine gute Summe kommt. Aber ob es sich um Anfängerglück handelt oder ob ein/e Spieler/in wirklich gut ist, kann man erst nach lang anhaltendem Erfolg sagen.

Zwar gibt es nicht viele bekannte Pokerspielerinnen doch Sandra Naujoks gelang im Jahr 2009 ein Durchbruch. Sie wurde Europameisterin und mit 27 Jahren jüngste Poker-Millionärin Deutschlands. Die erfolgreichste deutsche Poker-Spielerin aller Zeiten galt sogar als "Europe's Leading Lady", die beste Dame der europäischen Pokerszene.

Gamerin

Die Esports-Community wächst und so mancher Gamer träumt von profitablen Verträgen mit großen Sponsoren. Esports-Turniere Locken mit millionenschweren Preisgeldern auch immer mehr Frauen an. Frauen sind im Esports bisher noch eher selten vertreten. Der teambasierte Ego-Shooter Overwatch von Blizzard hat angeblich eine der höchsten Frauenquoten. Allerdings befindet sich unter den Teams der Overwatch-Profiliga bisher mit Kim Se-yeon nur eine einzige Dame.

Manchmal braucht es wohl ein dickes Fell, um sich in verschiedenen Winkeln der virtuellen Welt als weiblich zu outen. Doch das Vorurteil, Esports und Gaming wären reine Männersache, baut sich nun endlich langsam ab. Frauen zocken also ebenso gerne wie Männer und zeigen in internationalen Profi-Turnieren (wie der IEM) ihr Können. Noch dominieren reine Frauenteams und Damenturniere die weibliche ESports-Welt, ein Grund für kontroverse Debatten. Doch in Zukunft gibt es sicher mehr gemischte Teams.

Astronautin

Als die beiden US-Astronautinnen Christina Koch und Jessica Meir vor Kurzem gemeinsam beim Außeneinsatz im All waren, war wieder eine Männerdomäne erobert. NASA-Chef Jim Bridenstine sprach von einem Meilenstein in der Geschichte der Raumfahrt.

Dass in der Geschichte der ISS erst jetzt zwei Frauen beim Außeneinsatz waren, sei laut Experten statistisch zu erklären. Da nur jeweils sechs Personen auf der Raumstation eingesetzt werden und weltweit nur ein Sechstel aller Astronauten Frauen sind, hat dieser große Tag entsprechend lange auf sich warten lassen.

Unter den mehr als 60 Astronautinnen, die bisher im Weltall waren, fand sich bislang noch keine Deutsche. Alle elf Deutschen im All waren Männer. Da wird es jetzt aber Zeit, nicht wahr?

Ingenieurin

Immer mehr Frauen studieren Ingenieurwissenschaften und arbeiten als Ingenieurinnen. Ihre Arbeitsbereiche sind dabei sehr vielfältig. So findet etwa jede dritte Ingenieurin in den Sekundärbereichen Baugewerbe, Energie- und Wasserversorgung, Elektroindustrie oder  Fahrzeug- und Maschinenbau ihren Beruf. Die allermeisten Ingenieurinnen zieht es aber in den Tertiärbereich.

Die Bereiche der Forschung, der Erziehung oder des Unterrichts locken vermehrt die Damen des Berufsfeldes an. Offen bleibt die Frage, ob die ausgebildeten Ingenieurinnen nun tatsächlich in einem Ingenieurberuf oder als Professorinnen oder Managerinnen mit einem ingenieurwissenschaftlichen Hintergrund arbeiten.

Jedenfalls gelingt es in Deutschland, immer mehr Frauen für den Ingenieurberuf zu begeistern. Für die nachkommenden Generationen wird wohl das alte Vorurteil über Frauen und Technik nur noch schwer nachvollziehbar sein.

Veranstaltungstechnikerin

Als Veranstaltungstechnikerin ist man etwa bei Konzerten und Theateraufführungen für den Bühnenaufbau, die elektrischen Anlagen, für Licht und Ton sowie die Sicherheitstechnik verantwortlich.

Künstler auf Tour begleiten und vor Ort sicherstellen, dass die gesamte Technik reibungslos läuft, kann ein Teil des Berufes sein. Man benötigt Organisationstalent, um zu planen, welches Material benötigt wird, sich um Transport und Aufbau zu kümmern und technische Geräte für die Show zu programmieren. Sound und Licht harmonisch auf die Show abzustimmen erfordert zusätzlich Fingerspitzengefühl.

Der körperliche Aspekt der Arbeit, wie etwa der Auf- und Abbau des Equipments sorgen für das Vorurteil, der Beruf sei nichts für das schwache Geschlecht. Doch Softskills sind bei diesem Aufgabenfeld sehr wichtig und der Einsatzbereich ist breit gefächert: Kongresse und Tagungen, Firmenveranstaltungen, sowie Sportevents und alle möglichen anderen Veranstaltungen benötigen die Hilfe erfahrener Profis.

Vorurteile ade

Es ist in der heutigen Zeit einfach unsinnig, klar zwischen Männer- und Frauenberufen unterscheiden zu wollen. So starke berufliche körperliche Belastung, dass nicht auch Frauen ihnen gewachsen wären, gibt es in unserer heutigen modernen Welt kaum noch. Vorurteile stehen unserer Gesellschaft nur im Weg und es ist wichtig, Gleichberechtigung zu fordern.

Die Erkenntnis, dass ebenso wie Frauen eine Bereicherung für Männerberufe sind, umgekehrt das Gleiche gilt, wird hoffentlich irgendwann auch einen neuen Trend auslösen. Wann die Männer sich allerdings trauen, sogenannte Frauenberufe zu erobern, bleibt abzuwarten.

Themen