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Wohntrends 2022: Tipps zu Einrichtung, angesagten Möbeln und Deko

Von GRAZIA am Freitag, 26. November 2021 um 17:20 Uhr

So wie sich die Lebensstile der Menschen aufgrund sich wandelnder Werte verändern, so verändern sich auch Trends im Bereich des Wohnens. Es lohnt sich daher ein Blick auf die Frage: Welche Wohntrends bringt das Jahr 2022 und wie könnt ihr diese in euren eigenen vier Wänden umsetzen? Wir haben die Antworten für euch!

Sei es bei der Mode, bei der Musik oder in anderen Bereichen: Jedes Jahr kommen neue Trends auf, die Altes ablösen und für Abwechslung sorgen. Manchmal bringen sie etwas ganz Neues, manchmal interpretieren sie nur frühere Trends auf andere Weise. Genauso verhält sich das beim Wohnen. 

Immer wieder erlebt das Interior Design oder Interieur, wie es ebenfalls genannt wird, verschiedene Phasen. Was aktuell im Trend ist, kann im nächsten Jahr wieder out sein. Ehemals als veraltet Betrachtetes wird plötzlich wieder ausgekramt, neu kombiniert und passend in Szene gesetzt. Diese Gestaltung findet in Räumen statt, die ebenfalls neu gedacht werden. Wie also sehen sie aus – die Wohntrends 2022?

1. Neue Trendfarben für die Wohnung

Natur pur – dieses Motto spiegelt sich im kommenden Jahr auch in der Wandfarbe sowie imMobiliar und in der Dekoration wider. Die Trendfarben stammen sozusagen direkt aus der Natur und können auf unterschiedlichste Weise inszeniert oder miteinander kombiniert werden. Dazu gehören zum Beispiel die folgenden Farbtöne:

  1. Bright Skies: Blau wie der Himmel werden im Jahr 2022 gerne die Wände gestrichen. Hierfür wird ein helles Blau mit sanftem Grau gemischt, um ein dezentes Gefühl von Sommer in die eigenen vier Wände zu bringen. Daher trägt diese Trendfarbe die Bezeichnung „Dunstblau“ und passt perfekt zu den Erdtönen, die ebenfalls zu den kommenden Wohntrends gehören. 
  2. Greige: Die dezente Mischung aus Grau und Beige bleibt noch mindestens eine weitere Saison voll im Trend. Sie macht sich besonders gut an den Wänden oder auf großflächigen Textilien und erlaubt knallige Farbkleckse an anderer Stelle, beispielsweise in Form eines bunten Samtsessels. Es ist damit eine optimale Grundlage für noch mehr Gestaltungsfreiheit und gleichzeitig ein Ruhepol für die Augen.
  3. Baby’s Breath: Ein helles und reines Beige ist im Jahr 2022 ebenfalls eine perfekte Wahl, die den minimalistischen sowie sommerlichen Look unterstreicht. Es ist eine gelungene Kombination zu den „Bright Skies“ und dabei freundlicher als das klassische Greige. 
  4. Cappuccino: Wer es hingegen dunkler bevorzugt, kann mit der Farbe „Cappuccino“ ein warmes Braun nach Hause bringen. Lange Zeit war die Nuance kaum mehr im Interior Design zu finden, nun erlebt sie ein durchschlagendes Comeback. Kein Wunder, schließlich lässt sich Cappuccino perfekt mit anderen Naturtönen kombinieren.
  5. Blueberry: Das tiefe Blau ist dafür ein hervorragendes Beispiel. Es kommt schon bald nicht mehr nur auf kleinen Flächen zum Einsatz, sondern darf ganze Wände schmücken und dadurch ein mystisches Flair in die Wohnräume bringen. Besonders zu Beige-, Braun- sowie Gelbtönen passt „Blueberry“ hervorragend. Zudem macht sich sanftes Rosa vor dem dunklen Hintergrund gut. 
  6. Marigold: Eine perfekte Kombination zu dunklem Blau und vielen anderen Naturtönen, ist das kräftige Gold im Retro-Look namens „Marigold“. Es wird im kommenden Jahr zu den wichtigsten Wohntrends gehören und ist perfekt für Details geeignet, die als Hingucker fungieren sollen.
  7. Jungle: Wenn von Naturtönen die Rede ist, darf ein dunkles Grün natürlich nicht fehlen. Angelehnt an den Urwald, heißt die Farbe in diesem Fall treffend „Jungle“. Der satte Grünton schenkt jedem Raum einen Hauch von Natur und damit die Eigenschaften, welche die Farbe Grün mit sich bringt
  8. Terracotta: Bereits seit mehreren Jahren liegt diese Wandfarbe nun im Trend und ein Ende scheint vorerst nicht in Sicht. Zu den Grüntönen ist „Terracotta“ ein perfekter Gegenpol, lässt sich aber auch dezenter kombinieren, beispielsweise zu sanftem Beige oder warmem Weiß.
  9. Blue Atoll: Sollen es kräftigere Farben an den Wänden sein, ist „Blue Atoll“ im Jahr 2022 eine beliebte Wahl. Das mittlere Blau erinnert an einen Urlaub auf einer Trauminsel und bringt eine frische Dynamik in euer Zuhause. 
  10. Sand: Passend dazu liegt die Farbe „Sand“ nach wie vor im Trend. Sie ist eine perfekte Ergänzung zu „Blue Atoll“ für ein Insel-Feeling in den eigenen vier Wänden. Zudem eignet sich die beruhigende und elegante Farbe hervorragend für einen mediterranen Look.
  11. Pirouette: Einen Hauch von Romantik verspricht dieses zarte Rosa, sei es an den Wänden, als Dekoration oder an vereinzelten Möbelstücken wie einem Vintage-Sofa. „Pirouette“ kann perfekt zu kräftigeren Nuancen wie „Blueberry“ kombiniert werden oder die Eleganz sanfter Naturfarben wie „Greige“ oder „Sand“ unterstreichen. Besonders modern und edel sieht das Rosa zudem mit goldenen Akzenten aus – passend zur Trendfarbe „Marigold“. 
  12. Pickled Pepper: Für die Freunde kräftigerer Farben unter euch hat das kommende Jahr ebenfalls Trends in petto. Einer davon trägt den Namen „Pickled Pepper“. Dahinter verbirgt sich ein Grünton mit hohem Gelbanteil, der beinahe an eine Gewürzgurke erinnert. 
  13. Denim: Ebenso darf das helle Blau ein bisschen stärker sein, wenn gewünscht. Die Trendfarbe „Denim“ bringt einen frischen und modernen Look an die Wand, der tatsächlich ein bisschen an eine Blue Jeans erinnert.
  14. Orange Ochre: Zuletzt könnt ihr jetzt mit einem kräftigen Ockerton experimentieren. Er ist eine perfekte Kombination zu „Pickled Pepper” und vielen weiteren der genannten Trendfarben. Wenn gewünscht, verzaubert er euer Zuhause alternativ in einen gelungenen „Mid-Century-Stil“

©Pexels/Monstera

An Auswahl mangelt es also nicht, wenn es um die Trendfarben 2022 geht. So könnt ihr mit eurer Raumgestaltung voll im Trend bleiben, aber trotzdem ganz nach eurem persönlichen Geschmack entscheiden. Falls ihr noch mehr Individualität bei der Farbwahl wünscht, könnt ihr all die genannten Trendfarben frei nach Lust und Laune miteinander kombinieren. Eine perfekte Gelegenheit, um die kommende Winterzeit für einen neuen Anstrich zu nutzen. Für ein stimmiges Gesamtbild dürfen die aktuellen Wohntrends natürlich nicht fehlen. 

2. Materialien 2022 – Natürlich nachhaltig

Deshalb sind auch die Trends bei den Materialien für das kommende Jahr einen Blick wert. Diesbezüglich steht ebenfalls der Sinn nach Natürlichkeit. Außerdem prägen Gemütlichkeit und Minimalismus im Jahr 2022 unsere Wohnräume. Zu den Trendmaterialien gehören demnach:

  1. Cord: Wenn es um Mode geht, ist Cord meist nur im Herbst zu sehen. Im Interior Design erlebt das Material hingegen in regelmäßigen Abständen ein Revival. Tatsächlich kann sich der Klassiker auch in modernen Wohnräumen als eleganter Hingucker im Retro-Look gut machen. Vor allem für Sofas und Sessel wird der komfortable Stoff viel genutzt. Wenn ihr gerne auf Flohmärkten und in Kleinanzeigen stöbert, findet ihr vielleicht sogar „second hand“ ein echtes Liebhaberstück. 
  2. Bouclé: Das Material namens „Bouclé“ ist ebenfalls eher aus der Mode bekannt. Einst schmückte es das zeitlose Coco-Chanel-Kostüm, dann war es für Jahrzehnte von der Bildfläche verschwunden. Jetzt ist es zumindest im Interieur wieder gerne gesehen – aufgrund seiner Robustheit, seiner Langlebigkeit, seiner nachhaltigen Materialien und seiner weichen Oberfläche. Deshalb eignet sich Bouclé hervorragend für Sitzmöbel jeder Art. 
  3. Teddyplüsch: Neben diesen Klassikern wirkt Teddyplüsch deutlich moderner und verspielter. Beim Komfort kann dieses Trendmaterial aber problemlos mithalten. Im Jahr 2022 feiert Teddyplüsch daher sein großes Comeback und schmückt neben Sitzmöbeln auch Kissen, Decken und viele weitere Textilien. 
  4. Naturmaterialien: Wenn es um andere Möbelstücke oder Dekorationselemente geht, bleiben Naturmaterialien in der kommenden Saison im Trend. Dazu zählen verschiedene Hölzer, Stein, Kork, Rattan sowie Baumwolle, Seide, Leinen oder Textilien.
  5. Wiener Geflecht: Wenn euch dieser Name nichts sagt, seid ihr damit nicht allein. Der Begriff ist alles andere als bekannt, doch gesehen habt ihr das Wiener Geflecht garantiert schon einmal. Es handelt sich um eine spezielle Webkunst aus Rattan, die vor allem für Stühle verwendet wird. Sie verleiht ihnen einen minimalistischen Look, der perfekt in die Wohntrends 2022 passt. 

Prinzipiell könnt ihr im kommenden Jahr also frei wählen, welche Materialien ihr nutzen und miteinander kombinieren möchtet. „Was natürlich ist, ist erlaubt“, lautet die Devise. Der Vorteil an diesem Trend liegt darin, dass alle Naturmaterialien gut zusammenpassen und daher genießt ihr maximale Gestaltungsfreiheit. Bei Holz liegen zwar unbehandelte Möbel, Böden und so weiter im Trend – doch diese Wahl will gut überlegt sein. Durch eine schonende Behandlung mit Öl, Wachs, Lack oder Lasur werden diese nämlich langlebiger und die Gefahr von Spreißeln verringert sich. 

3. Dekoration als Statement

Wie ihr nun bereits wisst, steht das Jahr 2022 ganz im Zeichen von Natürlichkeit, aber genauso von Minimalismus. Dementsprechend liegt die Vermutung nahe, dass Dekoration bei den kommenden Wohntrends eher eine untergeordnete Rolle spielt. Das stimmt jedoch nicht. Im Gegenteil: Dekoration wird bewusst als Statement genutzt. Anstatt die Wohnräume mit Wandbildern, Kerzenständern, Figuren und Ähnlichem zu überladen, werden einzelne Dekorationsartikel bewusst ausgewählt und so in Szene gesetzt, dass sie alle Blicke auf sich ziehen. Gerne könnt ihr die gesamte Vielfalt an Dekoration unterschiedlichster Kategorien oder für verschiedene Jahreszeiten ausschöpfen. Dabei können sowohl kleine Elemente wie Duftlampen, Teelichthalter und Vasen zum Einsatz kommen als auch größere Einzelstücke wie eine Wanduhr, Bilder, Skulpturen oder Deko-Kissen. Sie sorgen für ein stilvolles Ambiente zum Wohlfühlen. 

 

Passend zu den anderen Trends im kommenden Jahr wird gerne auf Naturmaterialien gesetzt: Kerzen aus Echtwachs, Weihnachtsdekoration aus Holz, Deko-Schalen aus Teak oder Wandteppiche aus Leinen sind dafür hervorragende Beispiele. Angesagt sind zudem Dekorationselemente aus Metall oder Glas, die den minimalistischen Look unterstreichen – und sich zugleich perfekt für den ebenfalls beliebten Industrial Style eignen. Ebenso kommenbei der Dekoration bevorzugt entweder unbehandelte Materialien zum Einsatz oder sie sind in den Trendfarben gestaltet. Vor allem goldene Elemente erfreuen sich dementsprechend in den nächsten Monaten steigender Beliebtheit. 

Wenn ihr noch mehr Natur in die eigenen vier Wände bringen möchtet, sind zudem Pflanzen oder Zimmerbrunnen eine tolle Möglichkeit. Sie runden die Wohntrends 2022 ab und sorgenzugleich eine für entspannte Atmosphäre sowie bessere Luftqualität im eigenen Zuhause. Lediglich im Schlafzimmer solltet ihr diesbezüglich vorsichtig sein, denn das Plätschern des Wassers oder duftende Pflanzen können den Schlaf stören. Demgegenüber gibt es Zimmerpflanzen, die eine gute Schlafqualität fördern. Besonders gut für das Schlafzimmer geeignet sind dementsprechend Lavendel, Jasmin oder die Gardenie.

4. Gewohntes in neuem Licht präsentieren

Mit dem Trend zur Natürlichkeit geht zudem der Trend zur Nachhaltigkeit einher. Wer neue Möbel kauft, achtet im neuen Jahr also beispielsweise auf folgende Merkmale:

  • Qualität, denn hochwertige Möbel haben eine längere Lebensdauer und reduzieren dadurch Müll sowie Emissionen bei der Produktion neuen Mobiliars.
  • Materialien, damit es sich um nachhaltig produzierte Materialien mit unbedenklicher Herkunft handelt – und die Abholzung von Regenwäldern nicht weiter gefördert wird. 
  • Regionalität, denn je weniger Strecke die einzelnen Materialien sowie das Möbelstück im Gesamten zurückgelegt haben, desto nachhaltiger sind sie.
  • Schadstoffe, damit das Mobiliar frei ist von gesundheitsschädlichen Giftstoffen und durch die Produktion die Umwelt nicht belastet wurde, beispielsweise im Sinne einer Wasserverschmutzung.
  • Fairness, wenn es um die Arbeitsbedingungen für alle Personen geht, die in den Herstellungsprozess der Möbelstücke eingebunden waren. 
  • Recycling, sodass möglichst wenig Rohstoffe für die Produktion verbraucht wurden und Müll auf ein Minimum reduziert wird. 

Es gibt in der Theorie also viele verschiedene Faktoren zu beachten, wenn ihr eure Möbel nachhaltig(er) kaufen möchtet. In der Praxis ist es nicht immer einfach, solche Faktoren beim Möbelkauf zu überprüfen. Dasselbe gilt natürlich für Dekorationsartikel, Wandfarben und viele weitere Bestandteile des Interior Designs. 

Hilfe findet ihr diesbezüglich bei speziellen (Online-) Shops sowie durch eine Reihe an Siegeln, welche die Nachhaltigkeit entsprechender Angebote belegen. Ihr solltet daher diese Labels kennen, wissen wofür sie stehen und beim Kauf von Mobiliar gezielt nach diesen suchen. Dann liegt ihr 2022 nicht nur voll im Trend, sondern richtet eure eigenen vier Wände auch mit reinem Gewissen ein. 

Eine tolle Möglichkeit, um euer Zuhause in neuem Glanz erstrahlen zu lassen, ohne dadurch die Umwelt und das Klima zu belasten, sind zudem „Second-Hand-Möbel“. Ihr könnt gebrauchte Möbel kaufen oder eigene Möbel zur Hand nehmen und diese nach Belieben umgestalten. Ein weiterer Wohntrend besteht somit darin, alte Möbelstücke und Dekorationen in neuem Glanz erstrahlen zulassen. Schon ein bisschen frische Farbe oder neue Knäufe an der Kommode können dafür vollkommen ausreichen und eine neue Optik zaubern, die perfekt zu den aktuellen Wohntrends passt. 

5. Gemusterte Tapeten und Fliesen: Wieder modern

Wenn ihr hingegen größere Veränderungen vornehmen wollt oder müsst, beispielsweise im Rahmen einer Renovierung, sind Mustertapeten und -fliesen eine gute Wahl. Sie liegen demnächst wieder voll im Trend, nachdem sie einige Jahre eher eine untergeordnete Rolle spielten, und bringen frische Spannung in euer Zuhause. Vor allem, wenn die Wohnräume ansonsten eher minimalistisch gestaltet sind, dienen solche Muster als Farbkleks und Hingucker, der so manche Dekoration überflüssig macht. Beliebte Muster im Jahr 2022 sindzum Beispiel:

  • Marmor-Fliesen und -muster
  • Florale Muster oder einzelne Blumen
  • schwarz-weiße Fliesen
  • Spanische-Keramikfliesen oder entsprechende Muster
  • Naturstein-Muster in allen Variationen
  • botanische Muster auf großflächigen Tapeten
  • Digitaldruck-Tapeten in den Trendfarben
  • grafische Muster mit goldenen Details

©Pexels/Vecislavas Popa

So genießt ihr auch bei der Wand- und Bodengestaltung durch Tapeten sowie Fliesen im kommenden Jahr eine große Vielfalt. Hierbei gilt die Grundregel: Je auffälliger die Tapete, desto dezenter die restliche Einrichtung sowie Dekoration. Wer hingegen einzelne Möbelstücke oder Dekorationsartikel in Szene setzen möchte, wählt eher einfarbige Wände oder dezente Musterungen, welche den gewünschten Look der Wohnräume optisch unterstreichen. 

Zudem muss euch bewusst sein, dass Tapeten und Fliesen eine längerfristige Entscheidung sind und daher zwar an den aktuellen Trends ausgerichtet werden können, vor allem aber eurem eigenen Geschmack entsprechen müssen – auch über das Jahr 2022 hinaus. Eine tolle Möglichkeit, welche diese beiden Ansprüche miteinander kombiniert, sind Tapeten, die eine Wandverkleidung mit Holz oder Stein imitieren. Sie bringen eine rustikale und spannendere Optik in die eigenen vier Wände, ohne dass ihr tatsächlich die Wände mit Holz verkleiden oder mit Steinen auskleiden müsst. Vor allem in Mietwohnungen sind sie eine kostengünstige Alternative, die nicht mit dem Vermieter abgesprochen werden muss und die zugleich perfekt zu den aktuellen Wohntrends passt. 

6. Große, offene und multifunktionale Räume

Ein letzter Einrichtungstrend, der in dieser Liste keinesfalls fehlen darf, ist die Weitläufigkeit. Der Minimalismus bringt ohnehin mit sich, dass die Zimmer größer und weniger überladen wirken. Wer kann, verstärkt diese Wirkung durch eine große und offene Raumgestaltung. Das bietet sich vor allem im Rahmen eines Neubaus oder einer umfassenden Sanierung an. So können eventuell einzelne Wände entfernt werden oder ihr richtet direkt ein lichtdurchflutetes Loft ein. Das ist aber natürlich für die meisten Menschen keine Option.Doch schon kleine Umgestaltungsmaßnahmen können die Räume weitläufiger wirken lassen. Anstelle von vielen verschiedenen Möbelstücken wählt ihr zum Beispiel eher wenige, aber größere Möbel und anstelle von mehreren Dekorationsartikeln platziert ihr Einzelobjekte als Hingucker. 

©pexels/ Mark Mccammon

Gleichzeitig geht der Trend zu Multifunktionalität. Räume werden also nicht mehr unterteilt, sondern für verschiedene Zwecke genutzt. Die Wohnküche ist dafür ein hervorragendes Beispiel. Ebenso das Homeoffice, kurzerhand in eine helle Ecke des Wohnzimmers verlegtwird. Unterstützend wirken dabei multifunktionale Möbel vom Schlafsofa bis hin zum ausklappbaren. Dadurch können sogar kleinere Wohnräume oder die derzeit so angesagten „Tiny Houses“ zum weitläufigen Raumwunder werden, das einen vergleichsweise großen und offenen Flair versprüht. 

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