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Zu diesen Zeitpunkten ist Alkohol am schädlichsten – laut Studie

Von Lena.Everling am Samstag, 9. Januar 2021 um 13:05 Uhr

Dass Alkohol nicht gerade gesund ist, ist den meisten Menschen bewusst. Doch eine Studie belegt nun, dass in drei Lebensphasen der Alkoholkonsum besonders schädlich ist…

Ein Feierabendbier oder ein schönes Glas Rotwein am Abend: Zur Feier des Tages belohnen wir uns gerne mal mit einem Schlückchen Alkohol und lassen den Abend gemütlich ausklingen. Viele von uns gönnen sich regelmäßig ein Gläschen. Die meisten gesunden Erwachsenen müssen sich auch keine Sorgen machen. Ein Glas Rotwein am Abend kann uns sogar beim Abnehmen helfen. Gefährlich wird es erst, wenn wir die moderate Trinkmenge regelmäßig überschreiten oder wir es in bestimmten Lebensphasen konsumieren, wie eine neue Studie von britischen und australischen Forschern jetzt belegt. Ihre Erkenntnisse, die sie im "British Medical Journal" veröffentlichten, legen dar, dass schon der geringe Konsum von Alkohol große Schäden in bestimmten Lebensjahren anrichten kann und vor allem das Gehirn und seine Entwicklung besonders angreift. Ihre Ergebnisse erlangten sie durch die Auswertung verschiedener Beobachtungsstudien. Zu welchen Zeitpunkten im Leben Alkohol am schädlichsten ist, erfahrt ihr jetzt.

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1. Im Teenageralter

Eine Lebensphase, in der übermäßiger Alkoholkonsum schwere Schäden mit sich zieht, ist die Phase zwischen dem 15. und 19. Lebensjahr. Hier sind vor allem Alkoholexzesse, in denen mindestens 60 Gramm reiner Alkohol regelmäßig konsumiert wird, ein ernsthaftes Problem. Die Folgen sind dabei sehr schwerwiegend: Verringertes Gehirnvolumen, dauerhafte Gedächtnisprobleme und eine verschlechterte Entwicklung der weißen Hirnsubstanz, die wichtig für die Signalübertragung zwischen den Gehirnzellen sind. Letzteres wird auch mit einem erhöhten Risiko für Verkehrsunfälle und Suizidgedanken in Verbindung gebracht.

2. Alkohol in der Schwangerschaft

Man könnte meinen, dass viele schwangere Frauen wissen müssten, dass sie spätestens, wenn ihnen bewusst ist, dass in ihnen ein Kind entsteht, sie Alkohol meiden würden. Doch die Realität ist erschreckend: Weltweit konsumieren rund zehn Prozent der schwangeren Frauen Alkohol, wobei dies in europäischen Ländern höher ist als im globalen Durchschnitt. Daher haben viele Schwangere den Irrglauben, dass hier und da ein Gläschen Wein oder ein Bier nicht schaden kann. Doch schon die kleinste Menge zum falschen Zeitpunkt, beispielsweise wenn das Gehirn des Embryos gerade einen neuen Entwicklungsschritt macht, kann die Hirnstruktur dauerhaft negativ verändern. Es kann zu einer Verringerung des Gehirnvolumens kommen und kognitive Beeinträchtigungen (Fetales Alkoholsyndrom) sind keine Seltenheit. Auch ein kleines Glas Wein ist daher ein Glas zu viel und kann dem Baby dauerhaft schaden.

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3. Schnellerer geistiger Abbau bei Senioren

Viele Menschen, die im Ruhestand sind, genießen gerne mal ein Gläschen Wein am Abend. Wie die Forscher feststellten, trinken Rentner ab 65 Jahren zwar eher in Maßen, dafür aber sehr regelmäßig. Doch selbst dauerhafter, moderater Alkoholkonsum kann das Gehirnvolumen verringern. Aktuell ist noch unklar, ob diese strukturellen Veränderungen auch zu geistigen Beeinträchtigungen führen können. Doch die Experten gehen davon aus, dass Spirituosen den natürlich altersbedingten Abbauprozess zusätzlich beschleunigen und das größte beeinflussbare Risiko für alle Arten von Demenz darstellen, besonders dem früh einsetzenden Alzheimer – auch im Vergleich zu den bekannten Risikofaktoren wie Bluthochdruck und Rauchen. Die Studie hat aufgezeigt, in welchen Lebensphasen Alkohol ausgesprochen schädlich ist, doch auch zu allen anderen Zeitpunkten sollten wir es vorsichtig genießen, denn es ist und bleibt ein Zellgift. 🥃

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