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Kelly Osbourne im Beauty-Interview: "Meine Mutter hat Haare wie ein Feuerwehrauto!"

Von Susan am Donnerstag, 24. Juli 2014 um 08:32 Uhr

Sharon und Kelly Osbourne sind das wohl unangepassteste Mutter-Tochter-Gespann Hollywoods (und darum auch so ein authentisches). Sie machen, was sie wollen, und sagen, was sie denken – wie in unserem ungeschminkten Beauty-Talk.

Die beiden TV-Stars Kelly (29) und Sharon Osbourne (61) an der Strippe zu haben empfand Beauty-Redakteurin Britta Kröpke ungefähr so, als würde man mit einer Horde Kleinkinder telefonieren: Sie reden laut, sie reden viel, durcheinander und dazwischen. Doch zum Glück müssen auch Quasselstrippen mal Luft holen. In diesen kurzen Pausen hatten wir die Chance, ihnen Fragen zu stellen. Über ihre Beziehung zueinander, ihre Phobie gegen natürliche Haarfarben und ihre gemeinsame Make-up-Kollektion für M.A.C.

 

Hat es oft gekracht, als Sie zusammen gearbeitet haben?

Sharon: Nein, eigentlich nicht. Obwohl wir beide sehr willensstark, laut und dickköpfig sind und wissen, was wir wollen. Aber Kelly ist sehr professionell. Wir haben jeder unsere eigene Linie. In meiner Kollektion ist z. B. alles rötlich. Ich finde, es passt besser zu Brünetten und Rothaarigen. Auch habe ich nur Lip-Pencils dabei. Weil ich die einfach lieber mag und besser zum Auftragen finde als Lippenstifte.

Kelly: Als ich die M.A.C-Kollektion designt habe, war mir sofort klar, dass Lila dabei sein muss, aber auch Farben, die jedem stehen. Die Sachen sind ja nicht nur für mich! Ich bin total süchtig nach Make-up.

 

Kelly, gibt es etwas, für das Sie Ihrer Mutter dankbar sind?

Kelly: Sie hat mir immer das Gefühl gegeben, dass ich toll bin, so wie ich bin. Auch als ich als Teenager gehänselt wurde, weil ich dicker war als die anderen. Sie sagte mir immer: Alle Menschen sind gleich. Egal, wie sie aussehen, welcher Kultur sie angehören. Du musst dich selbst lieben! Und: Du hast nur eine Chance im Leben!

 

Und ganz praktische Beauty-Tipps, die sie Kelly weitergegeben haben?

Sharon: Ich habe ihr immer gesagt: Reinige dein Gesicht ordentlich, schmink dich abends richtig ab, sonst kriegst du schlechte Haut und Pickel, zupf dir deine Augenbrauen nicht tot, und in Gottes Namen: benutze Moisturizer und Sonnencreme! Das macht sie jetzt auch endlich!

 

Thema Beauty-Sünden …

Sharon: Ich gebe zu, ich trinke nicht genug Wasser …

Kelly: … und du trägst Jogginghosen! Und High Heels! Das sehe ich auch nicht gerne an dir.

 

Sharon, was sagen Sie zu der Haar-Farbe Ihrer Tochter?

Sharon: Oh, zuerst mochte ich sie überhaupt nicht. Aber jetzt kann ich mir ihre Haare gar nicht mehr anders vorstellen. Sie hat ja einen richtigen Hype ausgelöst und ist mit ihren lila Haaren Vorbild für viele.

 

Kelly, stimmt es, dass Nicole Richie sich Ihre Haare lila gefärbt hat, weil Sie es ihr geraten haben?

Kelly: Ja, das stimmt. Das war ein Social Media Ding. Ich hatte das gephotoshopte Bild von Nicole mit lilafarbenen Haaren auf ihrem Instagram-Account gesehen und fands großartig! Ich hatte mich sofort darin verliebt. Ich habe es dann auf meinem Account gepostet und geschrieben, dass sie es sich so unbedingt färben soll und wir dann super zusammen passen würden. Sie hat's dann echt getan! Wir haben uns kurz danach auf Madonnas Oscar Party gesehen und ich fands krass gut!

 

Und wen würden Sie gerne als nächstes mit lila Haaren sehen?

Kelly: J-e-d-e-n! Auch meine Mutter!

Sharon: Das Ding ist, in England färben sich ältere Frauen die Haare lila, wenn sie weiß werden. Dann würde ich ja wie eine Pensionärin aussehen! Vielleicht versuche ich bald mal ein Honigblond. Aber erst einmal bleibe ich bei meiner Haarfarbe.
Ich habe mir vor Kurzem erst den Pixie schneiden lassen. Ich fand den nämlich bei Julianne Hough und Jennifer Lawrence so toll! Und bei meinem dicken Haar finde ich kürzere Haare irgendwie besser. Ich trage sie gerne an der Seite zurückgestylt. Wie so eine richtige Soccer-Mum. Außerdem macht es mich doch auch ein paar Jahre jünger, oder?! (lacht)

Kelly: Also, ich werde meine Haarfarbe nicht ändern! Ich liebe sie so. Ich weiß, das hört sich verrückt an, aber als ich mich im Spiegel so gesehen habe, da wusste ich zum ersten Mal, wer ich überhaupt bin. Die lila Haare sind ein Teil von mir. Ich war noch nie der Typ für natürliche Haarfarben. Das fühlt sich für mich einfach nicht richtig an. Ich fühle mich dann nackt!

 

Welchen Hairstyle bereuen Sie denn am meisten?

Kelly: Oh Gott, ich habe schon so viel mit ihnen angestellt, sie pink, grau, schwarz etc. gefärbt. Da waren auch ein paar Unfälle dabei. Und ja, ich weiß, dass das ungesund ist. Vielleicht setze ich bei meinen Lila-Haaren jetzt noch ein paar High- oder Lowlights, aber sonst bleibts so.

 

Sharon, wenn Sie die Wahl hätten, wie würden Sie ihre Tochter gerne einkleiden?

Sharon: Mh, vielleicht ganz blond und im 40er, 50er Jahre Stil eingekleidet?!

Kelly: Oh mein Gott, das glaube ich ja jetzt nicht! Das lasse ich mir bestimmt nicht von einer sagen, die Haare hat wie ein Feuerwehrauto! Ich kann mir gerne das nächste Mal eine blonde Perücke aufsetzen, wenn wir beide essen gehen, aber sonst wird das nicht passieren. No way!

 

Gibt’s bei Ihnen in der Familie ein Schönheitsgeheimnis?

Sharon: Sonnenschutz! Ich wünschte, meine Mutter hätte mir das früher beigebracht. Wenn man stundenlang in der Sonne brutzelt, sieht die Haut irgendwann ledrig aus. Ich mag das nicht und verstehe gar nicht, warum Leute so was machen! Gerade junge Menschen gehen zu leichtsinnig mit der Sonne um. Ansonsten hilft nur die Sonnenbrille! (lacht) Ich achte darauf, dass ich genug Moisturizer nehme und regelmäßig mein Gesicht peele. Ich habe auch mal Botox probiert und mochte das!

 

Kelly, woher kommt eigentlich Ihr Faible für Lila?

Kelly: Mein Dad (Ozzy Osbourne, Anmerk. der Red.) hat mir früher nie erlaubt, dass ich Make-up trage. Meine Mum hat dann versucht, es wieder gutzumachen, indem sie mich Parfum tragen ließ. Mein erstes habe ich mit 12 Jahren getragen. Und es war lila! Ich habe es ständig getragen, die ganze Zeit!

 

Kelly, Sie sind zusammen mit Joan Rivers bei "Fashion Police" zu sehen? Welchen Beauty-Trend würden Sie als Beauty-Cop verhaften?

Kelly: Gar keinen! Jeder kann tun und tragen was er will. Das sollte man alles nicht zu ernst nehmen. Wenn du heute was trägst, kannst du in sechs Monaten schon wieder sagen: „OMG! Was hatte ich da nur an!“ Joan und ich sind da einer Meinung. Das ist eh der beste Job überhaupt! Ich arbeite mit so einer Ikone zusammen. Ich glaube, dass niemand so smart wie meine Mutter und Joan sein kann! Joan erinnert mich eh oft an meine Mutter.

 

Wird man immer mehr wie seine Mutter wird, je älter man wird?

Kelly: Ja, auf jeden Fall. Ich würde sagen, dass ich 50 Prozent meinem Dad ähnele, zu 50 Prozent meiner Mutter. Aber die Leute sagen mir jetzt häufiger, dass ich mich wie meine Mutter verhalte. Ich finde, das sind keine so schlechten Aussichten fürs Alter! (lacht)

 

Interview: Britta Kröpke

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