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Sie ist das neue It-Model: Kenya Kinski Jones exklusiv bei uns im Interview

Von Vera am Freitag, 29. April 2016 um 16:43 Uhr

Sie wird als das neue Mega Model gehandelt – kein Wunder bei den Genen! Ihre Mutter ist die deutsche Schauspielerin Nastassja Kinski (55) und ihr Vater Musikmogul Quincy Jones (83). Wir trafen sie für die aktuelle Grazia zum Shooting und Interview in London und haben sie nach ihrem turbulenten Leben befragt

Sie ist das neue It-Model: Kenya Kinski Jones exklusiv bei uns im Interview - Bild 1 Kenya Kinski in einer Jacke von Saint Laurent by Hedi Slimane Sonnenbrille von Markus Lupfer Behind the Scenes mit beim exklusiven GRAZIA-Shooting mit Model Kenya Kinski Jones

Sie sind in Los Angeles aufgewachsen, aber auch viel in New York unterwegs. Welche ist Ihre absolute Lieblingsstadt?

Gerade war ich viel in Los Angeles und hatte ein paar Editorial Shootings, mehr darf ich aber glaube ich noch gar nicht verraten. Ab Mai werde ich den ganzen Sommer in NYC verbringen –ich liebe es einfach durch die Straßen zu laufen und sich treiben lassen. Das klingt für Menschen aus Los Angeles total irre – da bummelt keiner einfach so durch die Straßen, alles ist viel zu weit auseinander.

Wie hat eigentlich Ihre Modelkarriere begonnen?

Das muss jetzt 5 Jahre her sein, meine Mom nahm mich mit zu einer Agentur. Ich hatte echt verdammtes Glück, denn meinen ersten Job machte ich mit Starfotograf Bruce Weber für die spanische Vogue. Ich hätte es nicht besser treffen können. Er war der beste Lehrer, unfassbar geduldig und ich fühlte mich in keiner Sekunde unsicher. Ich war damals unglaublich schüchtern und mir überhaupt nicht sicher, ob ich überhaupt modeln möchte.

Für die US-Ausgabe des Harpers Bazaar wurden Sie von den Modeikonen Karl Lagerfeld und Carine Roitfeld in Szene gesetzt, schon wieder zwei absolute Größen der Branche...

Unglaublich oder? Irgendwie war ich zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Ich war kaum im Business und durfte gleich mit so unglaublich kreativen und inspirierenden Menschen zu arbeiten, wahnsinnig aufregend!

Man hat zur Zeit das Gefühl, dass Models vor allem durch Social Media gemacht werden. Finden Sie, dass sich das Model-Business durch Plattformen wie Instagram verändert hat?

Auf jedene Fall! Durch Instagram und Twitter haben Models eigene Plattformen, über die sie direkt mit ihren Fans kommunizieren können. Und die Leute können sehen, wie sie wirklich sind, was sie mögen und was nicht. Sie sind dadurch nicht nur viel nahbarer, sondern auch für Kunden viel spannender. Dein Social Media Account ist wie deine Visitenkarte!

Gibt es ein Model, das Sie bewundern?

Kate Moss na klar! Und Noami Campbell – wie man es schafft über so einen langen Zeitraum sich immer wieder selbst neu zu erfinden und sich doch treu zu bleiben – das sind wahre Ikonen.

Sie haben gerade ihr Studium abgeschlossen, hat jetzt das Modeln für Sie erstmal Priorität?

Beim modeln hat man ja nur ein kleines Zeitfenster. Während des Studiums habe ich nur zwischendurch kleinere Jobs gemacht und konnte nicht viel Reisen. Das möchte ich jetzt in vollen Zügen genießen. Ich will soviel von der Welt sehen wie möglich. Und danach werden wir weitersehen. Ich mag es mich voll und ganz auf Dinge zu konzentrieren, das Studium, das Modeln... und dann eben das was danach kommt.

Die Kampagne für den neuen Duft „POP“ von Stella McCartney sieht nach unglaublich viel Spaß aus! Wie war es, mit so berühmten Mädels wie Madonnas Tochter Lourdes, Sängerin Grimes und Jungschauspielerin Amandla Stenberg zusammenzuarbeiten, kanntet ihr euch vorher?

Ich habe die Girls noch nie vorher getroffen – ich war so beeindruckt von allen, jeder auf seiner Art und Weise war unglaublich inspirierend, großartige Charaktere die genau wissen was sie wollen.

Kenya Kinski in der aktuellen Kampagne für den neuen Stella McCartney Duft „POP“

Für das Unterwäsche-Label Lascana hatten Sie kürzlich ein sexy Bikini-Shooting...

Das war meine erstes Mal, dass ich so viel Haut zeigen musste – wir waren auf Aruba es war soo toll. Klar musst du darauf achten, dass du, wen man halb nackt durch die Gegend springt in Form bist. Aber wenn das Team stimmt ist es easy. Ich bin ja eigentlich eher schüchtern, aber das hat mir nichts ausgemacht. Jeder im Team hat ja seinen Part, jeder möchte das Beste aus dem Job machen. So gibt es keinen Anlass unsicher zu sein.

 

Auch mit Ihrem Freund, dem Schauspieler und Model Will Peltz, hatten Sie bereits gemeinsame Shootings für Calvin Klein. Ist es nicht komisch mit seinem Partner vor der Kamera rumzuturteln?

Überhaupt nicht! Es war der leichteste Job den ich je gemacht habe! Es war wie ein Traum, mit dem Mann den du liebst so eine Kampagne zu shooten.

Sie stammen aus einer riesigen Patchwork-Famile mit acht Halb-Geschwistern! Wie darf man sich das vorstellen?

Wir sind in der Tat eine rieeesige Familie! Lacht! Und wir sind sehr eng, auch wenn wir uns kaum alle auf einmal treffen. Aber irgendwer ist immer da, wir treffen uns zum kochen, abhängen und um auf den Markt zu gehen. Ach und mein Bruder Aljosha zieht nächste Woche endlich auch nach L.A. ich freu’ mich schon drauf!

 

Hat Ihre Mutter, Nastassja Kinski, Ihnen Deutsch beigebracht?

Sie hat es versucht – ich hatte auch Deutsch einige Jahre in der Schule und wir haben den Sommer oft in Berlin, Hamburg und Aachen verbracht. Aber ich spreche es nicht wirklich, Schande auf mein Haupt.

Welche Musik hören Sie gerne – und haben Sie vielleicht einen Musiktipp für uns?

Grimes – ich bin süchtig nach ihrem neuen Album! Großartig, dass ich sie für das Stella McCartney-Shooting persönlich treffen durfte. Und Lady Gaga, die mag ich schon seit der High School. Das wechselt aber je nach Lust und Laune.

Auf Instagram posten Sie ja auch gerne mal Bilder mit einem Skateboard – sind sie ein L.A.-typisches Skater-Girl?

Oh ja Will und ich skaten oft zusammen nachts durch sie Straßen, ich habe es mir selbst bei gebracht, ich liebe es. Allerdings bin ich auch einige Male gestürzt, zum Glück ist nichts schlimmes passiert.

 

Wie würden Sie sich in drei Worten beschreiben?

Oh Gott, das ist die schwierigste Frage! Ich versuche es: Träumerisch, ich ertappe mich, dass ich gedanklich oft abdrifte in meine eigene Welt (lacht). Begeisterungsfähig. Und loyal. Für Freunde und Familie würde ich alles tun.

Was tun Sie um in Form zu bleiben?

Ich habe gerade Pilates für mich entdeckt. Pilates am Megaformer – Wahnsinn, das härteste Workout, das ich jemals gemacht habe! Ich konnte tagelang kaum gehen. Aber ich muss sagen es ist sehr effektiv.

Was sind Ihre absoluten Beauty-Favoriten?

Mein Lieblingsduft ist POP von Stella McCartney! Und Sonnenschutz ist das wichtigste Beautyprodukt überhaupt – ich benutze da am liebsten einen von EltaMD! Make-Up und Pflegeprodukte von Glossier finde ich auch super, ich habe fast alle! Ich liebe diese Marke!

Sie sind sehr tierlieb und haben unter anderem eine Französische Bulldogge mit dem Namen Frenchie Banksy, wie kommt's?

Der Name kommt in der Tat vom Streetart Künstler Banksy – ich mag seine Arbeit und fand es klingt lustig zusammen.

Welche Angewohnheiten schätzen Sie an Menschen, und mit welchen kommen Sie gar nicht zurecht?

Ich liebe guten Humor! Was ich hasse ist, wenn jemand nicht mitfühlend ist.

Wer ist die beeindruckendste Persönlichkeit, die Sie jemals getroffen haben?

Als ich noch klein war traf ich mit meinem Vater und meiner Tante Nelson Mandela, daran erinnere mich noch, als wäre es gestern gewesen. Es war ein unglaublicher Moment.

Wo wir grad beim Thema sind: Wen würden Sie gerne einmal treffen?

Die Affenforscherin Jane Godall! Ich bewundere sie, sie hat so viel für die Tiere getan, sie ist mein absolutes Vorbild – ich wäre gerne so wie sie!

Interview: Bettina Brenn