Lifestyle

So sehen Sie nackt (noch) besser aus

Von GRAZIA am Sonntag, 15. Juni 2014 um 13:00 Uhr

Wir sagen nur: Bikinisaison! Jetzt beginnt die Zeit, in der wieder, schluck, viel Haut gezeigt wird. Die gute Nachricht: Extrem durchtrainiert und ultradünn ist gar nicht mehr sooo angesagt. Knackige Kurven und ein gesunder Körper schon. 

Auch schon bemerkt? Eine Körperrevolution ist im Gange. Alles begann mit Kim Kardashian (33). Eigentlich hatten wir bei ihr auf die typische Hollywoodnummer gewartet: erst überall betonen, wie sehr man seine Kurven liebt, und sie dann gnadenlos wegdiäten. Aber nein, die Kurven sind geblieben, und Kim ist erfolgreicher denn je. Auch "Girls"-Star Lena Dunham (28) ist nach wie vor rund – und hat es trotz Kleidergröße 40 sogar aufs Cover der US-"Vogue" geschafft (noch etwas, das sie mit Kim gemeinsam hat). 

Happy-Body-Bewegung

Aber der beste Beweis für die neue Happy-Body-Bewegung heißt: Jennifer Lawrence (23)! Die gerade vom Männermagazin "FHM" zur sexiesten Frau der Welt gekürte Schauspielerin weigerte sich zum Beispiel, für die "Hunger Games"-Trilogie abzunehmen (entgegen der Buchvorlage!). „Als ich 13 war, war es in meiner Schule cool, so zu tun, als ob man eine Essstörung hat, weil es Gerüchte gab, Lindsay Lohan und Nicole Richie seien magersüchtig. Total verrückt! Deshalb glaube ich, dass gute Vorbilder so wichtig sind für junge Mädchen.“ Dalton Wong, der Jennifer trainiert, erzählte GRAZIA: „Jennifer ist teil eines Trends, der Weg geht vom dürren, hart erarbeitet aussehenden Look hin zu einer gesunden Körperform. Die Frauen möchten jetzt fit, stark und definiert aussehen, nicht wie eine hungrige 14-Jährige.“ Und so klappt’s...

Stark ist das neue Skinny

Das sagt Trainer Steve Mellor vom Londoner It-Studio Freedom2train: „Auch wenn sich das neue Körperideal erst jetzt durchsetzt, waren die Olympischen Spiele vor zwei Jahren der Auslöser. Damals begann sich der Blick auf den weiblichen Body zu verändern. Inzwischen ist der Fokus weg von dürr – hin zu stark und fit. Unsere Klientinnen möchten sportlich aussehen.“ Wie sie dafür am besten trainieren? Mit Gewichten! „Sie machen einen viel definierteren Körper als eine Stunde auf dem Laufband. Auch in New York und L.A. haben die Frauen das gemerkt, weshalb Hanteln dort in Pilates- und Yogastunden eingesetzt werden“, erzählt Mellor. „Außerdem beobachten wir eine gewisse Fitnessstudiomüdigkeit. Stattdessem gehen viele lieber nach draußen, um Rad zu fahren oder zu rudern. Frische Luft verstärkt das Gesundgefühl.“ Ein weiterer Trend sind kurze, effektive Workouts. „Kaum jemand hat noch Zeit, stundenlang Sport zu treiben. Deshalb werden kürzere, aber intensivere Trainings entwickelt. Studien zeigen, dass diese fitter machen und dass man auch nach dem Workout noch mehr Kalorien verbrennt.“

Die schlaue neue Art, zu essen

Genau wie exzessiver Sport Platz für smartere Workouts gemacht hat, sind extreme Diäten Geschichte. „All die Mädchen in New York und L.A. wollten sehr dünn sein, aber das ist vorbei. Diese Einstellung setzt sich auch immer mehr in Europa durch“, sagt Ernährungswissenschaftlerin Romi Pulichino. „Schlaue Frauen haben gemerkt, dass sie das Beste aus ihrer Figur machen müssen, und das geht vor allem, indem man sich gut behandelt. Die falsche Diät kann dünn machen, aber auch gestresst, alt und müde.“ Einer der wichtigsten Trends? Pflanzliche Proteine, die in Bohnen, Quinoa, Hummus, Tofu und Nüssen stecken. „Wir müssen aufhören, so viel billiges Fleisch zu essen, das nicht einmal bio ist. Es macht müde und vergiftet den Körper. Pflanzen mit ordentlich Power sind viel gesünder.“ Also mindestens ein- bis zweimal die Woche auf Fleisch verzichten. Stattdessen Früchte, Gemüse und nicht-tierische Proteine essen. Außerdem den Latte öfter mal gegen einen grünen Saft tauschen. „Miranda Kerr und Jennifer Aniston machen für fast alles, von ihrem flachen Bauch bis zu ihrer strahlenden Haut, ihren grünen Saft verantwortlich“, sagt Romi. „Selbst wer es nur einmal die Woche schafft, wird den Unterschied merken. und er kickt besser als Kaffee.“ Einfach alles Grüne – Äpfel, Gurken, Kohl, Limone – in den Mixer stecken und zum Frühstück trinken.

 

Text: Maria Lally Bilder: picture alliance, Instagram/rosiehw

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