Gelte ich ohne Booster bald als ungeimpft?

Gelte ich ohne Booster bald als ungeimpft?

Seit dieser Woche empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) allen Erwachsenen über 18 Jahren eine Booster-Impfung. Aber gilt man ohne diese Auffrischung bald als ungeimpft?

In Deutschland nimmt das Infektionsgeschehen weiterhin drastisch zu. Den 12. Tag in Folge vermeldet das Robert Koch-Institut (RKI) einen neuen Höchstwert. Binnen 24 Stunden sind es beinahe 53.000 Neuansteckungen, die die Gesundheitsämter dem Institut übermittelten. Zudem steigt auch die bundesweite 7-Tage-Inzidenz auf einen neuen Rekordwert von 340,7. In vier Bundesländern wird außerdem der Grenzwert der Hospitalisierungsinzidenz von 3,0 überschritten. Eine dramatische Entwicklung, welche unter anderem die Diskussion um Auffrischungsimpfungen vorantrieb. Seid dieser Woche steht nun die Entscheidung der Stiko fest: Nicht mehr nur Menschen über 70 Jahren, sondern allen Erwachsenen ab 18, deren Impfung sechs Monate zurückliegt, wird ein Booster empfohlen. Aber was genau bedeutet das? Verliert man ohne die Auffrischungsimpfung den Status seiner vollständigen Schutzimpfung?

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Booster-Impfung: Braucht es sie für den vollständigen Impfschutz?

Die Diskussion um nötige Auffrischungsimpfungen nahm in den vergangenen Wochen angesichts steigender Fallzahlen in Deutschland stark zu. Denn wie Thomas Mertens, der Chef der Stiko, erklärte, zeigen Studien, dass der Impfschutz vor schweren Krankheitsverläufen bei einer Corona-Infektion nach sechs Monaten deutlich abnehme. Bislang allerdings gilt, dass eine Booster-Impfung als Vorsichtsmaßnahme getroffen werden kann, sie allerdings nicht notwendig ist, damit der vollständige Impfschutz weiterhin nachgewiesen werden kann. Das Bundesministerium für Gesundheit schreibt: "Ein bisher erreichter Status eines vollständigen Impfschutzes nach nationalen Regelungen gilt derzeit weiterhin fort. Die Gültigkeitsdauer von europäischen (EU)-Impfzertifikaten bleibt von dem Angebot einer Auffrischungsimpfung unberührt." Derzeit prüfe man noch, wann eine Impfung folgen müsse. Auch die Ampel-Koalition – bestehend aus SPD, FDP und Grünen – kontrolliert derzeit die Geltungsdauer der Impfzertifikate, die bislang ein Jahr beträgt. Grünen-Rechtsexpertin Manuela Rottmann verkündete zuletzt, dass es aufgrund des nachlassenden Impfschutzes hier eine neue Reglung brauche. Ohnehin gilt: Um sich und andere zu schützen, ist eine Auffrischung der Impfung nach sechs Monaten und in Ausnahmefällen auch früher ein wichtiges Instrument im Kampf gegen die Pandemie. 🙏🏼

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