Keine Periode nach Corona-Impfung: Neue Studien zeigen Einfluss auf Menstruation

Keine Periode nach Corona-Impfung: Neue Studien zeigen Einfluss auf Menstruation

Lange wurde über den Einfluss der Corona-Impfung auf den weiblichen Zyklus gemunkelt. Nun bestätigen neue Studien: Die Covid-19-Impfungen haben tatsächlich eine Auswirkung auf die Periode.

Viele Frauen beobachteten nach ihrer Corona-Impfung Verzögerungen ihrer Menstruation oder ungewöhnliche Blutungen. Tatsächlich berichteten mehr als 36.000 Frauen, dass sie nach den Impfungen Unregelmäßigkeiten bei der Periode hatten, wie z. B. frühere Blutungen (oft kurz nach der Impfung), Schmierblutungen, stärkere Blutungen oder besonders schmerzhafte Perioden. Auch in den sozialen Medien wurden Berichte und Erfahrungen geteilt, dass die Periode stärker als sonst sei, bei vielen setzte sie später ein als gewöhnlich. Über einen Zusammenhang der Covid-Impfungen und der Menstruation waren sich viele sicher, in den Impfstoffstudien wurden jedoch keine Daten bezüglich des weiblichen Zyklus erhoben. Neue Studien aus den USA und Norwegen zeigen nun einen eindeutigen Zusammenhang. Die gute Nachricht: Die Störungen seien laut Untersuchungen kurz, ungefährlich – und erklärbar.

Neue Corona-Impfstoffstudien bestätigen Einfluss auf die Periode

Der weibliche Zyklus reagiert oft sensibel auf äußere Faktoren wie Stress, zu wenig Schlaf oder Krankheiten. Auch die Corona-Impfung machte vielen Sorge. Seit der Einführung des Covid-19-Impfstoffs haben zahlreiche Frauen Bedenken in Bezug auf die Auswirkungen der Impfung auf ihre Periode geäußert – bisher wurde dies jedoch nicht bestätigt. Zwei neue Studien aus den USA und Norwegen bestätigen nun einen Zusammenhang.

Eine vom National Institute of Health (NIH) in den USA finanzierte Studie hat ergeben, dass der Covid-19-Impfstoff bei beiden Impfzyklen im Vergleich zu den Zyklen vor der Impfung eine verlängerte Menstruationsdauer zur Folge haben kann. Forscher:innen einer zweiten Studie aus Norwegen kamen zu dem Schluss, dass "Menstruationsstörungen im Allgemeinen unabhängig von der Impfung häufig auftraten", fügten allerdings hinzu, dass es "nach der Impfung zu einer signifikanten Zunahme von Menstruationsstörungen kam, insbesondere bei stärkeren Blutungen als üblich, längerer Dauer und kurzen Abständen zwischen den Menstruationen".

Aber: Ein Grund zur Sorge besteht nicht. Die International Federation of Gynecology and Obstetrics stuft eine Veränderung der Zykluslänge als völlig normal ein, wenn sie weniger als 8 Tage beträgt.

Verwendete Quellen: spiegel.de, nih.gov

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