Neue Impfordnung: Jetzt ändert sich alles!

Neue Impfordnung: Jetzt ändert sich alles!

Ein neuer Impfstoff ist seit vergangenem Freitag zugelassen und macht Hoffnung auf ein schnelleres Ende der Pandemie. Allerdings bringt das Mittel von AstraZeneca vorerst einmal die Impffolge durcheinander. 

Es wirkt wie ein unheimliches Durcheinander: Nachdem die Impfkampagne im vergangenen Dezember mit schnellem Tempo starten sollte, machte sich immer mehr ein Mangel der Impfstoffe bemerkbar, sodass Termine nicht vergeben werden konnten und gerade Risikogruppen, denen man eigentlich zuerst ein Angebot machen wollte, warten mussten. Eine dritte Vakzine, die das Unternehmen AstraZeneca auf den Markt brachte, sollte die Situation entschärfen. Nun allerdings wurde in den vergangenen Tagen deutlich, dass das Impfmittel des Pharmakonzerns, welches nun in Deutschland zugelassen ist, viel mehr die Abfolge der Priorisierungsgruppe durcheinanderbringt und eine Impfung der über 65-Jährigen, die zur Risikogruppe zählen, weiter aufschiebt.

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Impfstoff von AstraZeneca nur für unter 65-Jährige

Am vergangenen Freitag erhielt endlich auch ein dritter Impfstoff, der von AstraZeneca, die Zulassung in Deutschland und kann, wie nun bekannt wurde, auch in höheren Mengen mit insgesamt 40 Millionen Dosen geliefert werden – und zwar eine Woche früher als bislang angegeben. Die Ständige Impfkommission empfiehlt allerdings die Vergabe des Mittels vom britisch-schwedischen Hersteller vor allem an 18- bis 64-Jährige, da nur wenige Daten über die Wirksamkeit bei älteren Personen vorliegen. Zur Folge hat dies eine Veränderung der Reihenfolge der Gruppen, die als nächstes geimpft werden sollen, da diejenigen mit der höchsten Priorität, zu denen Bewohner aus Pflegeeinrichtungen sowie solche über 80 Jahre zählen, den Impfstoff von AstraZeneca nicht verabreicht bekommen. Gesundheitsminister Jens Spahn sagte selbst bei einer Townhall-Konferenz: "Die Grundreihenfolge bleibt, aber wir gehen sie zusätzlich altersgestaffelt an". Somit könnten Menschen mit Erkrankungen aus der zweiten Priorisierungsgruppe vorrücken. Dies umschließt nicht nur solche mit Demenz oder einer geistigen Behinderung, sondern auch Mitarbeiter der stationären Versorgung dieser Bevölkerungsteile und Down-Syndrom-Erkrankte. Eine genauere Übersicht der Impf-Reihefolge haben wir euch bereits aufgelistet!

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