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Yvonne Catterfeld im exklusiven GRAZIA-Interview

Von Martyna am Montag, 13. Juni 2016 um 15:15 Uhr

Viel getan hat sich bei Yvonne Catterfeld (36) seit ihrer Debüt-Single "Für dich" im Jahr 2003. Privat sowie beruflich scheint das Multitalent angekommen zu sein und wählt ihre Projekte mit Bedacht. Mit Ihrer natürlichen Schönheit ist Sie das perfekte Gesicht für die Bio-Kosmetik-Marke lavera, gerade dreht Sie einen Zweiteiler und wir fühlen uns geehrt, dass Sie bei dem vollen Terminkalender Zeit für uns gefunden hat. Im großen GRAZIA-Interview verrät Yvonne uns exklusiv, dass auch Sie bei all den neuen Beauty-Begriffen den Überblick verloren hat und mit welcher schrägen Methode Sie sich von zu Hause aus fit hält.

Auf Ihrem Instagram Account @yvonne_catterfeld_offiziell haben Sie in letzter Zeit einige Posts mit dem #wolfsland gepostet. Können Sie uns schon etwas zu ihrem neuen Projekt verraten?

Super gern. „Wolfsland“ ist als Spielfilm-Reihe angedacht und wir haben gerade den zweiten Teil gedreht. Es ist ein spannender Krimi, mit komplexen Beziehungen und einer sehr psychologische Seite. Der Dreh hat super viel Spaß gemacht, auch weil ich mich hervorragend mit dem Team und meinem Schauspiel-Kollegen, Götz Schubert, verstanden habe. Witzig, denn unsere Charaktere in „Wolfsland“ kommen nicht so gut mit einander aus. Bei den Beiden ist es ein ständiges Auf und Ab. Mehr Ab (lacht).
 

 

Wie wichtig ist Ihnen Schönheit im Alltag, außerhalb von Shootings und Film-Produktionen, und wie weit gehen Sie dafür?

Bei mir herrscht zwischen Arbeit und Privatleben ein sehr starker Kontrast. Bei Fotoshootings bin ich Perfektionist und achte drauf, dass alles sitzt. Bei Rollen muss das Make-up zur Figur passen und nicht zu mir. Es kommt sogar mal vor, dass ich mich selbst schminke für den Red Carpet. Natürlich kommen dabei keine Styling-Wunder heraus, ich mache dann das Gängige und bin selbst nicht besonders experimentierfreudig. Im Alltag sehe ich wirklich nicht oft „perfekt“ aus, aber für mich ist Schönheit auch nicht Perfektion. Für mich ist es wichtig, dass ich mich wohl fühle und mich wiedererkenne, wenn ich in den Spiegel schaue und das tue ich mit dezentem Make-up eher, als mit einer Maske im Gesicht.

Wo schminken Sie sich zu Hause? Schnell im Bad nach dem Zähneputzen, oder haben Sie doch eine eigene Zurechtmach-Station im Kleiderzimmer? 

Nein, das wäre reine Platzverschwendung! Das Badezimmer reicht mir vollkommen. Als Mama muss es morgens schnell gehen. Länger als 10 Minuten nehme ich mir nicht Zeit. Unter Zeitstress kommt es doch schon manchmal vor, dass mich meine Freundin fragt, ob ich mir mein Gesicht schon mal bei Tageslicht angesehen habe (lacht). Leider sieht man im Bad eben besser aus, als bei natürlichem Licht und kann kleine Verblendungsfehler nicht erkennen.

Ohne welches Produkt können Sie nicht leben und rennen direkt in die Drogerie, wenn es aufgebraucht ist?

 

Ich muss zugeben, dass ich ein echter Lippenpflege-Junkie bin. Pflegestifte habe ich ständig dabei – außer heute. Ich habe meinen gerade verloren und merke schon, dass meine Lippen anfangen zu brennen.

Nicht Mascara? Das ist auf diese Frage normalerweise die Standard-Antwort.

Nicht unbedingt. Ich benutze sie je nach Tageslaune und wie klein meine Augen vom Schlafmangel sind, da hat Mascara einfach den größten Effekt. Aber auch ein leichtes Make-up, das kleine Hautrötungen gut verdeckt. Das ist an müden Tagen bei mir die halbe Miete, noch ein leichter bräunlicher Lidschatten, um die Augen zu öffnen und die Augenbrauen leicht definieren mit einem Eyebrow Maker. Ich hab bis vor einiger Zeit Lippenstifte noch ganz selten getragen, inzwischen nutze ich sie öfter, weil man damit Akzente setzen kann und auch Frische. Die große Farbauswahl von lavera ist hier besonders toll. Zudem pflegen sie die Lippen direkt und machen sie somit zu meinen Lieblingen.

Wie sieht es bei Ihnen mit Beauty-Trends, wie Contouring, Strobing oder Balayage und Ombre-Look aus? Verfolgen Sie Beauty-News und probieren diese an sich aus?

Ombre–Look habe ich schon mal gehört. Contouring, macht man doch mit den Haaren, oder?

Kann man, das wäre dann Balayage. Contouring ist das Schattieren und Hervorheben von Geschichtszügen mit Bronzer und Highlighter. Aber ja, diese ganzen Begriffe können schon verwirrend sein.

Ach, klar! Contouring kenne ich unter Schattieren oder Einlegen. Das sind wohl eher die alten Begriffe. Beim Film macht man das, wenn man am Tag vorher zu viel gegessen hat und das Gesicht etwas rundlich wirkt. Aber ab jetzt werde ich meine Make-up Artistin fragen, ob sie mich noch etwas konturieren kann. (lacht)

Und Strobing, also den Bronzer wegzulassen und ausschließlich mit Glanz zu arbeiten, haben Sie das schon mal gemacht?

Da Glanz ja leider gar nicht meins ist, werde ich diesen Trend wohl auslassen. Wobei, ich habe gerade  meiner Make-up-Artistin „Soft Glowing Highlighter“ von lavera gezeigt, weil der auf dem Roten Teppich sicher sehr gut zur Geltung kommt. Mein Motto ist bei solchen Bewegungen wohl eher „Wenn man es nicht kennt, verpasst man nichts.“ Nun kenne ich es, dank Ihnen, und muss wohl gleich mal die neusten Beauty-Trends bei Instagram oder Pinterest anschauen.

Haben Sie vielleicht einen verrückten Beauty-Trick aus eigener Tasche?

Ich weiß nicht, wie abgefahren das tatsächlich ist, aber ich mache gern mal eine pflegende eigene Avocado-Maske. Das ist besonders praktisch, weil ich super gern Avocado esse und meistens bleibt noch etwas zum Naschen über (lacht).  Und mit Olivenöl vermischt macht trockene Haut tatsächlich wieder geschmeidig.

Kennengelernt haben wir Sie ja als Blondine, mittlerweile sind Sie zurück zur Naturhaarfarbe gewechselt. Bleiben Sie dabei oder steht demnächst ein Frisuerbesuch an?

Ich mag meine Naturhaarfarbe, die ich nun schon seit 2013 nicht mehr gefärbt habe und fühle mich wohl als Brünette aber tatsächlich denke ich gerade über eine kleine Veränderung nach. Vielleicht traue ich mich an hellere Spitzen für den Sommer…

Ah, dann wäre die Balayage-Technik ja etwas für Sie. Der Effekt ist sehr natürlich und verleiht dem Haar trotzdem etwas mehr Tiefe.

Balayage? Das werde ich meinem Friseur direkt weitergeben.

Zurück zu lavera. Wir haben Sie ja bereits als neues Gesicht der Öko-Glam Marke angekündigt. Haben Sie ein absolutes Lieblingsprodukt aus der Reihe?

Da ist schwer zu sagen, denn die Produktpalette ist riesig. Wie gesagt, den „Soft Glowing Highlighter“ in der Farbe „Shining Pearl“ finde ich klasse, weil er einen goldenen Unterton hat. Und die Handcremes, besonders die mit Bio-Mandel und Bio-Shea Butter, ist wirklich toll. Gerade ist mein Geschirrspüler kaputt gegangen und durch das ewige per-Hand-Spülen, creme ich zurzeit, was das Zeug hält.  

Benutzen Sie auch, neben Handcreme, täglich Sonnenschutz?

Früher nicht, heutzutage ist dieser ja zum Glück in vielen Cremes drin. Mit dem „6-in-1 Beauty-Balm“ von lavera hat man seine Haut gepflegt, geschützt und leicht getönt – mit einem Schritt! Auf solche Multitasker schwöre ich.

Großes Thema ist ja gerade Nachhaltigkeit und frische Lebensmittel. Wie wichtig ist Ihnen gesunde Ernährung?

Heute definitiv wichtiger als noch vor 15 Jahren. Damals gab es bei mir Tütensuppe du jetzt, als Mama, habe ich ein ganz anderes Bewusstsein zum Essen. Nun koche ich fast immer selbst und achte drauf – sooft wie möglich – frisch, regional und in Bio-Qualität einzukaufen. Ich würde sagen, ich habe in Sachen Ernährung eine 180 Grad Drehung gemacht.

Mittlerweile ist es auch leichter geworden sich vollwertig und gut zu ernähren, oder?

Total! Ich komme ja ursprünglich aus der DDR und nach der Wende waren die West-Supermärkte schon ein echtes Erlebnis. Gerade fühlt es sich ähnlich an. An fast jeder Ecke gibt es einen Bio-Laden mit enorm viel Auswahl und beim Durchschlendern entdecke ich immer wieder neue Produkte. Amarantriegel sind gerade mein absoluter Favorit und super zu machen. Und DIY-Heidelbeer-Joghurt-Eis! Manchmal verspüre ich einen richtigen Drang solche Leckerein selbst zu machen.

Und wo essen Sie und Ihre Familie diese selbst gemachten Köstlichkeiten? Am Esstisch oder doch vor dem Fernseher?

Richtig gegessen wird bei uns am Tisch, wobei ich auch sehr gern in ein schönes Restaurant gehe. Vor dem Fernseher dürfen nur die ungesunden Dinge verdrückt werden. Je nach Verlangen gibt es dann Gummibärchen, Chips oder ein paar Stückchen Schokolade. Hin und wieder sündigen finde ich gesund und wichtig.

Natürlich! Haben Sie trotzdem einen Tipp, wenn der böse Heißhunger uns einfach nicht in Ruhe lassen will?

Nachgeben und zugreifen, aber in Maßen. Wenn man sich sonst weitestgehend gesund ernährt, darf man auch mal einen Schokoriegel verdrücken.

Den kann man dann ja auch mit Sport wieder weg trainieren. Machen Sie denn regelmäßig Sport oder bleibt der aus Zeitgründen auch mal auf der Strecke?

Ich mache sehr gern Geräte-Pilates, früher Power-Yoga. Vor Allem Pilates ist meiner Meinung nach das Beste die Wirbelsäule und damit für die Haltung und hat mir geholfen Rückenproblemen vorzubeugen, mit denen ja viele ab der Schwangerschaft zu kämpfen haben. Früher habe ich Geräteturnen gemacht und getanzt, also würde ich mich selbst schon als relativ sportlich einschätzen.

Also gehen Sie zum Sport treiben immer ins Fitnessstudio oder haben Sie einen fit-von-zu-Hause-Tipp?

Nicht mein Ding und allein das vor und danach ist zu zeitaufwendig. Ich habe mir ein Trampolin mit Seilfederung gekauft, das steht nun bei mir im Wohnzimmer. Auf YouTube gibt es viele Videos mit variablen Übungen und Powergraden. So hole ich mir meine Inspirationen und gebe 20 Minuten Vollgas! Und vor allem habe ich für die wichtigeren Dinge mehr Zeit.

Trotz des Sportprogramms: Gibt es einige Körperstellen, die Sie an manchen Tagen am liebsten Verstecken würden?

Ich müsste noch etwas mehr an meiner Haltung arbeiten. Und meine Haare verstecke ich tatsächlich manchmal, wenn ich keine Lust habe sie zu stylen. Im Winter sind Mützen meine besten Freunde.

In welchem Outfit fühlen Sie sich denn besonders sexy? Müssen es immer High Heels und roter Lippenstift sein?

Nein, in hohen Schuhen fühle ich mich manchmal sogar unwohl. Wenn ich einen guten Tag habe und selbstbewusst bin, kann ich das Tragen auch genießen, aber am wohlsten fühle ich mich in legeren Klamotten, wie Karohemden oder Jumpsuits.

Zum Schluss zurück zu Instagram und Co. Sind Sie komplett von Social Media besessen oder ist es eher ein lästiges Übel?

Weder noch! Am Anfang habe ich mich gefühlt, als müsste ich teilnehmen. Mittlerweile habe ich Spaß daran und mag es, bestimmte Dinge mit meinen Fans zu teilen. Super finde ich, dass ich die Kontrolle darüber habe, was ich poste. Als besessen würde ich mich allemal nicht bezeichnen, denn ich genieße es am meisten einfach für mich zu sein, privat zu sein und vor allem den Moment zu genießen. Man verpasst mehr als man denkt, während man im Internet versinkt.

 

Ein von @martynasminutes gepostetes Foto am

„Für dich“ äh für sich lassen wir Yvonne Catterfeld dann auch sein und bedanken uns, für das netteste Interview ever!

„Wolfsland“ wird im Dezember bei uns ausgestrahlt.

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