Dieser Artikel enthält unter anderem Produkt-Empfehlungen. Bei der Auswahl der Produkte sind wir frei von der Einflussnahme Dritter. Für eine Vermittlung über unsere Affiliate-Links erhalten wir bei getätigtem Kauf oder Vermittlung eine Provision vom betreffenden Dienstleister/Online-Shop, mit deren Hilfe wir weiterhin unabhängigen Journalismus anbieten können.
Dr. Miriam Rehbein verrät: Mit diesen 2 Wirkstoffen kann jede Haut perfekt strahlen
Echter Glow ist keine Frage der Gene: Im Interview erklärt Dr. Mi, wie molekulare Wirkstoffe eure Haut nachhaltig transformieren.

Das Geheimnis eines perfekten, strahlenden Teints fasziniert die Beauty-Welt seit jeher – doch wird der begehrte "Glow" wirklich in den Genen in die Wiege gelegt oder lässt er sich aktiv steuern? Im exklusiven Interview räumt Dermatologin Dr. Miriam Rehbein, Gründerin von DOCTOR MI!, mit veralteten Mythen auf und erklärt, warum echter Glow weit über einen kurzfristigen, oberflächlichen Glanz hinausgeht.
Von den bewährten Goldstandards wie Retinol und Vitamin C bis hin zu revolutionären biotechnologischen Innovationen wie Exosomen: Dr. Miriam Rehbein gibt tiefenwirksame Einblicke in die moderne molekulare Wirkstoffkosmetik. Erfahrt, warum klassische Gesichtsöle oft falsche Versprechungen machen, wie zelluläre Kommunikation müde Haut nachhaltig transformieren kann und welche Rolle das Mikrobiom tatsächlich für eine intakte, gesunde Hautbarriere spielt.
"Retinol ist der Goldstandard"
Grazia-magazin.de: Hand aufs Herz: Kann wirklich jede Haut diesen perfekten Glow erreichen, oder ist das am Ende doch eine reine Frage der Gene?
Dr. Miriam Rehbein: Gene spielen eine Rolle, aber sie sind nicht der limitierende Faktor. Was wir als "Glow" wahrnehmen, ist vor allem eine Kombination aus glatter Hautoberfläche, gleichmäßiger Pigmentierung und intakter Hautbarriere. Das sind alles Parameter, die wir aktiv beeinflussen können. Mit den richtigen Wirkstoffen – insbesondere Retinol, Antioxidantien und barrierestärkenden Komponenten – kann nahezu jede Haut deutlich strahlender werden. Der Unterschied liegt nicht in der Genetik, sondern in der Konsequenz und Qualität der Pflege.
Grazia-magazin.de: In deinen Formulierungen spielen Retinol und Vitamin C eine große Rolle. Warum sind ausgerechnet diese beiden Wirkstoffe so wichtig für ein ebenmäßiges Hautbild?
Dr. Miriam Rehbein: Weil sie auf Zellebene arbeiten – und nicht nur optisch kaschieren. Retinol ist der Goldstandard, wenn es um Hauterneuerung geht. Es normalisiert die Zellteilung, stimuliert Kollagen und verbessert langfristig Struktur, Porenbild und Pigmentierung. Vitamin C ergänzt das perfekt: Es wirkt antioxidativ, schützt vor freien Radikalen und ist zentral für die Kollagensynthese. Gleichzeitig sorgt es für mehr Leuchtkraft, weil es Pigmentverschiebungen reguliert. Diese Kombination adressiert Ursache und Erscheinung gleichzeitig – das ist der entscheidende Unterschied zu klassischer Kosmetik.
Als Gründerin von DOCTOR MI! vereint die Star-Dermatologin und Retinol-Expertin Dr. Miriam Rehbein medizinische Präzision mit innovativer Forschung für ein sichtbar gesundes, schönes Hautbild.
"Echter Glow entsteht durch eine glatte, gut strukturierte Hautoberfläche und eine funktionierende Hautbarriere"
Grazia-magazin.de: Oft wird behauptet, dass Öle den besten Glow zaubern. Du setzt aber auf molekulare Wirkstoffe. Warum ist "fettig" nicht gleichbedeutend mit "glowy"?
Dr. Miriam Rehbein: Weil "Glow" oft falsch interpretiert wird. Ein Ölfilm reflektiert Licht – das wirkt kurzfristig glänzend, aber nicht gesund. Echter Glow entsteht durch eine glatte, gut strukturierte Hautoberfläche und eine funktionierende Hautbarriere. Wenn die Haut gesund ist, reflektiert sie Licht gleichmäßig – ohne dass sie fettig wirkt. Öle können sinnvoll sein, aber sie lösen keine strukturellen Probleme. Wirkstoffe tun das.
Grazia-magazin.de: Gibt es einen unterschätzten Inhaltsstoff, den wir aktuell noch gar nicht auf dem Schirm haben, der aber ein absoluter Gamechanger für müde Haut ist?
Dr. Miriam Rehbein: Ein Bereich, der massiv an Bedeutung gewinnt, sind Exosomen und biotechnologisch gewonnene Signalstoffe. Das ist kein kurzfristiger Trend, sondern ein echter Paradigmenwechsel: Wir sprechen hier nicht mehr über Pflege, sondern über zelluläre Kommunikation. Diese Wirkstoffe können Reparaturprozesse anstoßen und die Hautfunktion nachhaltig verbessern – deutlich über das hinaus, was klassische Inhaltsstoffe leisten.
Grazia-magazin.de: Layering ist ein Riesenthema. In welcher Reihenfolge müssen wir unsere Produkte auftragen, damit die Wirkstoffe sich nicht gegenseitig blockieren, sondern den Glow maximieren?
Dr. Miriam Rehbein: Die Logik ist simpel: von leicht zu schwer – und funktional gedacht. Reinigung → aktive Wirkstoffe → Feuchtigkeit → Barriereschutz → UV-Schutz am Morgen. Wichtiger als die Anzahl der Produkte ist die Sinnhaftigkeit der Kombination. Zu viele Schichten führen oft zu Instabilität der Formulierungen und reduzieren die Wirksamkeit. Ich sehe in der Praxis eher Überpflege als Unterpflege.
Shoppt hier die Produkte von DOCTOR MI!
"Die Kombination aus moderatem Peeling und gezielter Reparatur ist der Schlüssel"
Grazia-magazin.de: Peelings vs. Repair: Wie finden wir die Balance zwischen "tote Hautschüppchen loswerden" und "die Hautbarriere nicht zerstören"?
Dr. Miriam Rehbein: Das ist genau der Punkt, an dem viele Routinen scheitern. Peelings sind sinnvoll, aber nur kontrolliert. Wenn Sie die Haut permanent "abschleifen", zerstören Sie die Barriere – und verlieren langfristig genau den Glow, den Sie erreichen wollen. Retinol ist hier deutlich eleganter, weil es die Hauterneuerung reguliert, ohne die Oberfläche mechanisch zu reizen. Die Kombination aus moderatem Peeling und gezielter Reparatur ist der Schlüssel.
Grazia-magazin.de: Ein großer Trend ist "Glass Skin". Viele nutzen dafür Unmengen an Serum. Kann man die Haut auch "überpflegen" und damit das Gegenteil von Glow bewirken?
Dr. Miriam Rehbein: Absolut. Zu viele Produkte können die Haut irritieren, die Barriere destabilisieren und sogar Unreinheiten fördern. Das Ergebnis ist oft eine überladene, empfindliche Haut – kein Glow.Weniger, aber gezielt, ist in der Regel effektiver.
Kleiner Tipp von mir: Weniger ist mehr! Statt auf eine 10-Schritte-Routine setze ich mittlerweile auf eine "bedürfnisorientierte Pflegeroutine". Ich achte also jeden Tag aufs Neue darauf, was meine Haut gerade braucht und gehe nicht nach Schema F vor. Manchmal trage ich nach der Reinigung abends nur ein Peeling auf oder setze lediglich auf Serum (Retinol, Vitamin C oder Hyaluron) plus eine gute Pflege – und das war's. Mein persönlicher Gamechanger für eine glowy Haut.
Grazia-magazin.de: Was ist der größte Beauty-Mythos zum Thema strahlende Haut, den Sie endlich aus der Welt räumen möchten?
Dr. Miriam Rehbein: Dass Glow ein kurzfristiger Effekt ist, den man sich "drauflegen" kann. Echter Glow ist das Ergebnis gesunder Hautfunktion. Alles andere ist Make-up oder ein temporärer Effekt.
"Der größte "Trick" ist Kontinuität und medizinisch fundierte Hautpflege"
Grazia-magazin.de: Wenn Sie uns nur einen einzigen Profi-Tipp geben könnten, um morgen früh mit einem frischeren Teint aufzuwachen – welcher wäre das?
Dr. Miriam Rehbein: Retinol konsequent und korrekt anwenden – und zwar langfristig. Es gibt keinen Wirkstoff, der nachhaltiger und umfassender wirkt.
Grazia-magazin.de: Stichwort Hollywood-Glow: Gibt es einen Trick der Hollywood-Stars, der uns auch so toll aussehen lässt?
Dr. Miriam Rehbein: Der größte "Trick" ist Kontinuität und medizinisch fundierte Hautpflege. Was man zusätzlich sieht, sind oft gezielte Behandlungen, perfektes Licht und Make-up. Der Unterschied ist: Die Basis stimmt. Und genau daran sollte man arbeiten.





