Färbeunfälle: Diese Tipps und Produkte helfen, wenn die Tönung schiefgegangen ist

Färbeunfälle: Diese Tipps und Produkte helfen, wenn die Tönung schiefgegangen ist

Nach dem letzten Haarefärben würdet ihr eure Mähne am liebsten unter einer Mütze verstecken? Keine Panik! Wir haben einige Tipps ausgemacht, die bei einem Färbeunfall die Retter in der Not sind.

Fast jede Frau hat es doch schon mal erlebt – um für die nächste Handtasche zu sparen, wurde zur günstigeren Tönung in der Drogerie gegriffen. Im Nachhinein hat sich diese Entscheidung jedoch als großer Fehler entpuppt. Statt eines kühlen Blonds oder eines schokoladigen Brauntons, schimmert das Haar in einer gelben, blauen oder orangen Nuance, hat einen gemeinen Grünstich oder ist fleckig. Hilfe! Um das Unglück perfekt zu machen, steht auch noch ein vielversprechendes Date mit einem heißen Typen oder ein wichtiges Meeting im Office an. Damit eure Frisur allerdings pünktlich zu dem besagten Termin wieder in der von euch gewünschten Nuance glänzt und von dem Farbunfall nichts mehr zu sehen ist, haben wir einige Tipps herausgesucht, welche die Rettung in der Not für strapazierte Haare sind und die unschönen Folgen garantiert ungeschehen machen werden. 

Diese Faktoren bedingen Färbeunfälle

Vorerst sollte jedoch klargestellt werden, dass vor allem der Zustand eurer Haare ausschlaggebend ist, ob die neue Haarfarbe und Farbpigmente optimal angenommen wird. Ist die Struktur eurer Strähnen bereits durch häufiges Blondieren, Strähnchen oder Dauerwellen geschädigt und aufgeraut, kann der Ton zum einen nicht gleichmäßig in die Schichten einziehen, wodurch auch das Farbergebnis fleckig erscheint, und zum anderen wird eure Frisur durch die Chemikalien noch stärker beansprucht. So kann schließlich auch Spliss entstehen und die Strähnen können sogar ausfallen. Bei einer bereits geschädigten Mähne solltet ihr also lieber auf das eigene Färben verzichten und euch vom Friseur beraten lassen, damit euer Schopf nicht dauerhaften Schaden davonträgt und ihr Farbunfälle vermeidet.

Falls ihr eure Mähne vorbeugend etwas schonen wollt, dann könnt ihr auch zu einer Tönung oder Henna greifen. Diese dringen nämlich nicht in die Haarstruktur ein, wie es die Nuancen beim Haarefärben tun. Diese Produkte umschließen lediglich die Strähnen, wodurch sie eine gesunde Alternative zu herkömmlichen Haarfarben sind. Allerdings hält das Ergebnis auch nicht ganz so lange an und wäscht sich relativ schnell wieder raus. Übrigens solltet ihr auch wissen, wie oft ihr eure Haare überhaupt färben solltet. Bei dickem Haar dürft ihr euch bereits nach ca. drei Wochen wieder ein Umstyling gönnen. Je feiner und dünner allerdings die Strähnchen, um so mehr Zeit solltet ihr zwischen den Friseurterminen verstreichen lassen – so die Haar-Devise.

So lassen sich Färbeunfälle vorbeugen

Gerade, wenn man weiß, welche Faktoren Färbeunfälle bedingen, kann man diese minimieren, sodass die Mähne und die Frisur wie gewünscht in einem hellen Blond, einem warmen Braun oder einem satten Schwarz erstrahlt. Hier einige Tipps, die unschöne Farbergebnisse vorbeugen:

  • direkt vor dem Färben keine Spülung, kein Haaröl oder andere Stylingprodukte verwenden
  • Haare vor dem Farbtreatment ordentlich waschen
  • nicht zu kaputte Haare färben
  • nur den Ansatz färben wenn es nötig ist und die Längen aussparen
  • die Mähne im Alltag ausreichend mit Feuchtigkeit versorgen (mithilfe von Haarmasken usw.)
  • vor dem Färben die Haare mit einem reinigendem Shampoo, wie dem Treatment von Paul Mitchell, das abgelagerte Reste von Stylingprodukten entfernt
  • Antischuppen-Shampoo, wie den Bestseller von Head & Shoulders, verwenden, damit die Strähnen von trockenen Partikeln befreit werden
  • keine zu dunkle oder zu helle Haarfarbe verwenden
  • immer die Vorher-Nachher-Beispiele auf der Rückseite von Colorationen beachten
  • die Farbe gleichmäßig mit den beiliegenden Handschuhen auftragen. Bei einem Ansatz diesen erst tönen, die Einwirkzeit beachten und zum Schluss den Farbton noch in die Längen und Spitzen einmassieren. Nicht vergessen: Die Farbe gründlich auswaschen
  • die Haarfarbe nicht zu kurz und vor allem nicht zu lange einwirken lassen

Ist es allerdings soweit gekommen und das Haarefärben ist in die Hose gegangen, dann heißt es: Ruhe bewahren. Ob eure Blondierung nun Gelb leuchtet, die Mähne einen fiesen Grünstich hat oder das Endergebnis zu aschig ist – wir verraten euch nun, mit welchen Hausmitteln oder Pflegeprodukten ein Großteil der Verfärbungen ganz schnell aus der Welt geschaffen werden können.

Keine Panik, wenn eure Haare in einem fiesen Gelbton leuchten!

Ihr wolltet nur eure Blondnuance auffrischen und nach dem Treatment leuchten vereinzelte Strähnen in einem unschönen Gelb- oder Orangeton? Bevor ihr gleich zum Friseur rennt, solltet ihr euch in euren eigenen vier Wänden umsehen. Um eure Haare zu entfärben, habt ihr mit Sicherheit einige Hausmittel auch zu Hause parat liegen. So können Zitronensaft oder in Wasser aufgelöste Aspirin Plus C-Tabletten nach dieser missglückten Tönung wahre Wunder bewirken. Einfach die Flüssigkeit in die betroffenen Haarsträhnen einmassieren und für circa eine Stunde (wenn möglich in der Sonne) einwirken lassen. Danach euren Schopf gründlich ausspülen und mit einer intensiven Feuchtigkeitskur wie dem Treatment von Kérastase pflegen, da beide Hausmittel die Haare stark austrocknen können.

Aber auch Backpulver kann die Mähne aufhellen. Je nach der Länge eurer Mähne vermischt ihr zwei bis drei Packungen des Pulvers mit lauwarmem Wasser (ca. 250 bis 500 Milligramm). Die nasse Mixtur mit Backpulver tragt ihr dann auf eure Strähnen auf und lässt diese für ca. 15 bis 20 Minuten einwirken. Nach der Prozedur solltet ihr den Brei mit Shampoo auswaschen. Falls ihr einen Farbunfall komplett aus den Haaren ziehen möchtet, könnt ihr auf "Colour B4" setzen, welches auch als Haarfarben-Entferner bekannt ist. Über Amazon bekommt ihr das Produkt für ca. 16 Euro.

Falls dies nicht den gewünschten Effekt erzielt oder ihr lieber doch auf schonendere Beautyitems für eine natürliche Blondierung setzten wollt, solltet ihr auf jeden Fall zu einem Silbershampoo (wir würden den Bestseller "Silver Shampoo" von Maria Nila Care & Style empfehlen) greifen. Die lilafarbenen Pigmente in dem Produkt liegen im Farbkreis genau gegenüber der Nuance Gelb und sorgen dafür, dass der unerwünscht Shade neutralisiert wird und die Mähne blondiert wird. Doch aufgepasst: Lasst das Shampoo nicht zu lange einwirken, denn sonst leuchten eure Haare blau und das wollt ihr ja schließlich ebenso wenig. 

Wenn die schonenden Treatments dem unschönen Gelbstich immer noch nicht ein Ende bereitet haben, könnt ihr euch natürlich auch mit dem Farbentferner von DeColor Time, welchen ihr bei Amazon für circa 10 Euro ergattern könnt, die unerwünschte Nuance aus den Strähnen ziehen und entfärben. Das Treatment kann jedoch die Struktur eurer Mähne schädigen und sollte nur als letzter Ausweg angewendet werden. Nach der Anwendung unbedingt euren Schopf mit einer hydratisierenden Kur pflegen. 

Eure Haare schimmern Grün in der Sonne – diese Tipps helfen

Auch bei einem vermeintlich einfach zu färbenden Ton, wie Braun, kann eine Menge schief gehen und mit einem Farbunfall enden. Besonders schwierig wird es vor allem dann, wenn ihr euren Schopf von Blond auf Brünette färben wollt. Während dieses chemischen Vorgangs können grüne Farbpigmente freigegeben werden, wodurch die Frisur schließlich auch in diesem Ton schimmert. Doch auch die Blondinen unter euch, können einen giftigen Grünstich im Haar bekommen, wenn die Strähnen im Sommer zu stark der Sonne, dem Salz- und Chlorwasser ausgesetzt werden. Dem könnt ihr jedoch entgegenwirken, indem ihr eure Haare regelmäßig mit reichhaltigen Feuchtigkeitsprodukten pflegt und vor dem Sonnenbaden Produkte, die eure Mähne vor schädlichen UV-Strahlen schützen, nutzt. ☀️

Falls es schon zu spät ist und die Strähnen grün schimmern, könnt ihr zur Ketchupflasche greifen. Einfach die Soße im Haar verteilen, eine Einwirkzeit von ca. 15 Minuten einhalten und anschließend ausspülen. Auch hier bewährt sich Aspirin Plus C wieder als wirksames Hausmittel und kann den Farbschleier eurer Haare neutralisieren.

Falls dieses Treatment nichts bringen sollte, können auch spezielle Pflegeprodukte wie Shampoos und Conditioner für rote Haare den gewünschten Effekt nach der missglückten Färbeprozedur erzielen. Einfach wie gewohnt die Haare mit den Produkten waschen und etwas länger als sonst einwirken lassen und das schimmernde Grün lässt nach ein paar Wäschen nach. Mit einer Rot-Tönung könnt ihr die unerwünschte Nuance ebenfalls ganz easy neutralisieren, da Rot die Komplementärfarbe von Grün ist und vergleichbar wie das Silbershampoo beim Gelbstich wirkt

Was ihr bei zu aschigen Haaren tun könnt...

In den letzten Jahren sind graue Haare und aschige Blondtöne so angesagt, wie noch nie, doch auch bei dieses Treatments seid ihr nicht vor Färbeunfällen sicher. Wenn ihr eigentlich von einem glänzenden Blond mit einer leicht aschigen Nuance träumt, aber dann in den Spiegel schaut und eure Haarfarbe, der von eurer Oma ähnelt, dann habt ihr zwei Möglichkeiten, damit euer Schopf wieder in einem warmen Blond erstrahlt.

Für einen zu starken Graustich gibt es leider keine bewährten Hausmittel und auch keine speziellen Pflegeprodukte, daher solltet ihr den Haarfärbeunfall doch lieber den Friseur eures Vertrauens überlassen. Natürlich könnt ihr euch selber eure Mähne mit einer schonenden und warmen Blondtönung wie dem Produkt von Garnier Olia für ca. 16 Euro überfärben, doch da dieser Ton wohl am kompliziertesten ist, kann dieses Treatment auch ganz gewaltig nach hinten losgehen. Ein ganz besonders schonender Weg, um nicht nur dem Graustich, sondern auch einen unschönen Gelbton aus euren Strähnen zu ziehen, ist Glossing, dass ihr euch bei eurem Lieblingsfriseur gönnen könnt. Diese Beauty-Behandlung könnt ihr euch als eine ganz leichte Tönung vorstellen, die eurem Färbeunfall entgegenwirken kann und gleichzeitig den Strähnen ein glänzendes Finish verpasst.😍

So könnt ihr fleckigen Haaren vorbeugen

Ihr habt eure Haare ganz penibel nach der Anleitung gefärbt und nach dem Auswaschen sieht das Finish noch super vielversprechend aus? Tja, dass kann im trockenen Zustand aber ganz anders aussehen und wenn ihr Pech habt, ähnelt eure Mähne am Ende dem Fell eines Dalmatiners. Scheckige Haare sind wohl einer der ärgerlichsten Farbunfälle, doch diesen Fauxpas könnt ihr ganz easy vorbeugen. Das perfekte Ergebnis ist nämlich nur eine Sache der richtigen Vorbereitung: Über die Zeit lagern sich nämlich Reste eurer Stylingprodukte in den Strähnen ab, sodass eure Haare an manchen Stellen nicht richtig die Farbe aufnehmen können und das Finish schließlich von unschönen Flecken geziert wird. Mit einem herkömmlichen Shampoo könnt ihr die Produktreste nicht entfernen, daher solltet ihr zu einem speziellen, klärenden Beauty-Artikel wie dem "Dualsenses Scalp Deep Cleansing Shampoo" von Goldwell, der auf Amazon zu den absoluten Bestsellern zählt, greifen, welches wirklich alle Stylingreste aus den Strähnen löst. So strahlt eure Mähne dann auch in einem gleichmäßigen Ton. 

Ist es jedoch zu spät für vorbeugende Maßnahmen, kann auch hier wieder der Farbentferner von DeColor Time die unerwünschten Pigmente aus eurem Schopf ziehen und ihr seht nach der Prozedur nicht mehr aus wie ein Dalmatiner! Haare gerettet!

Blaustich nach dem Blondieren? Das hilft!

Blondiert man seine Haare regelmäßig, sind Gelb- oder Orangestiche nichts Neues. Allerdings kann es nach dem Aufhellen auch dazu kommen, dass die Strähnen bläulich schimmern. Viele Blondierungen enthalten blaue Farbpigmente, dank denen ein kühles Farbergebnis erreicht werden soll, doch gleichzeitig können sich diese auch unschön in den Strähnen absetzen. Allerdings ist es gar nicht so leicht, die unerwünschte Nuance wieder aus dem Haar zu verbannen. Euch bleiben daher nur zwei Möglichkeiten: Entweder ihr sitzt die Angelegenheit aus und wartet, bis der Blaustich aus der Mähne herausgewaschen ist oder ihr färbt den kleinen Unfall über. Dabei Finger weg von einer weiteren Blondierung, sondern her mit einem etwas dunkleren Ton wie beispielsweise "Biondo Chiaro" von Garnier Olia (über Amazon ca. 16 Euro).

Farbunfall: Letzter Ausweg Friseur

Nicht immer können Hausmittel wie Kamille, Honig, Backpulver, Essig, Kokosöl, Natron oder Geschirrspülmittel sowie spezielle Pflegeprodukte den gewünschten Effekt mit sich bringen und den Farbunfall vergessen machen. Spätestens wenn die Wirkung dieser Treatments nicht das erhoffte Ergebnis erzielen oder man selber unsicher ist, schreien unsere Gedanken eines aus: Hilfe! Jetzt sollte auf jeden Fall der Friseur des Vertrauens aufgesucht werden, denn dieser weiß ganz genau, was beispielsweise bei einer schiefgegangenen Blondierung zu tun ist. Farbexperten entfärben mithilfe eines aggressiven Mittels die bisherige Nuance aus den Strähnen – zumindest, wenn die Haarstruktur nicht allzu sehr vorgeschädigt ist. Eine sanftere Methode sind da die Blondierwäschen, die die Mähne aufhellen. Im Anschluss kann schließlich die gewünschte Haarfarbe mit Farbpigmenten aufgetragen und neu blondiert werden, sodass ihr das Farbergebnis bekommt, welches ihr euch gewünscht habt. Für eine solche Sitzung könnt ihr allerdings mit Kosten – je nach dem, wie groß der Schaden ist – ab circa 80 Euro bis weit in den dreistelligen Bereich rechnen.

Bevor ihr also mit eurer Mähne herumexperimentiert und versucht das Unglück zu überfärben, besucht lieber einmal mehr den Friseur eures Vertrauens. Dieser wird euch ganz sicher verraten, was ihr mit eurer Haarpracht anstellen könnt. 

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