So kann man die Darmflora nach der Einnahme von Antibiotika wieder aufbauen

So kann man die Darmflora nach der Einnahme von Antibiotika wieder aufbauen

Leider ist es manchmal notwendig, dass wir Antibiotika einnehmen müssen. Sie sind zwar hervorragend gegen verschiedene Erkrankungen und können diese heilen, haben aber auch Nachteile auf unseren Körper. Vor allem auf die Darmflora. Daher ist es ratsam, nach einer Einnahme von Antibiotika die Darmflora wieder ins Gleichgewicht zu bringen, um weitere Erkrankungen zu vermeiden.

Weshalb bringt Antibiotika die Darmflora aus dem Gleichgewicht?

Antibiotika bekämpfen zwar Krankheitserreger, schaden aber auch den nützlichen Bakterien im Darm. Nicht selten kommt es vor, dass während der Einnahme Durchfall oder Darmerkrankungen entstehen. Daher haben Forscher 144 Antibiotika untersucht und festgestellt, dass einige Antibiotika das Wachstum der wichtigen Bakterien hemmen und sogar Bakterienstämme, die gut für unseren Organismus sind, abtöten. Dies bedeutet auch, dass die Darmflora massiv aus dem Gleichgewicht gerät. Daher sollten Sie die Darmflora aufbauen nach Antibiotika. Dies kann mithilfe von verschiedenen Lebensmittel erfolgen oder auch mit einer probiotischen Kur.

Darmflora aufbauen, um Krankheiten zu vermeiden

Eine gesunde Darmflora ist sehr wichtig für unseren Körper. Leider können Antibiotika diese schnell aus der Balance bringen und so weitere Erkrankungen, wie Allergien, Hautprobleme oder auch Autoimmunerkrankungen auslösen. Forscher haben zudem herausgefunden, dass auch Depressionen oder andere psychische Erkrankungen auf eine gestörte Darmflora zurückzuführen sind. Um die Darmflora wieder aufzubauen, gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Probiotika

Probiotika sind lebende Mikroorganismen, die dem Menschen einen gesundheitlichen Vorteil bringen, wenn sie in ausreichender Menge eingenommen werden. Diese bestehen in der Regel aus Milchsäurebakterien, z. B. der Art Lactobacillus casei. Diese Kulturen siedeln sich im Dünn- und Dickdarm an und haben dort eine sehr positive Wirkung auf das Milieu im Darm. Dabei wurde festgestellt, dass die Milchsäurebakterien Krankheitserreger zurückdrängen und den Darm nachhaltig reinigen. Probiotika kann man in Form von Kapseln oder Pulver einnehmen, doch auch in Lebensmitteln sind Probiotika enthalten.

Probiotika sind vor allem in:

  • Naturjoghurt
  • Kefir
  • Sauermilch
  • Buttermilch
  • Quark

enthalten. Dennoch ist es wichtig, dass man beim Kauf immer auf eine hochwertige Bio-Qualität achtet, um Zusatzstoffe in den Lebensmitteln zu vermeiden. Zudem sollte auch darauf geachtet werden, dass der Zusatz von Zucker nicht enthalten ist, da dieser den Aufbau einer gesunden Darmflora nicht fördert. Das Gegenteil ist sogar der Fall, da sich pathogene Keime und Bakterien von Zucker ernähren.

Gleichzeitig kann man aber auch gesunde Probiotika in fermentierten Lebensmitteln finden. Denn gerade die Milchsäure zählt zu den international ältesten Konservierungsmethoden. Deshalb sollten fermentierte Lebensmittel wie:

  • Apfelessig
  • Hefe
  • Kimchi
  • Kombucha
  • Miso
  • Sauerkraut

in den Speiseplan eingebaut werden.

Des Weiteren kann eine Probiotika Kur durchgeführt werden. Hier kommt es natürlich auf die verschiedenen Beschwerden an. Wer Antibiotika einnimmt, sollte bereits ab dem 1. Tag mit der Kur beginnen und nicht erst warten, bis die Antibiotika abgesetzt werden. Ergänzend zu den oben genannten Lebensmittel sind auch hochkonzentrierte und vor allem spezifische Probiotika zur Einnahme empfehlenswert. Innovall® AB+ beispielsweise weist dabei eine sehr gute Studienlage auf.

Wissenschaftler haben festgestellt, dass es besser ist, die probiotische Behandlung direkt mit der Behandlung von Antibiotika zu beginnen. Dabei werden mindestens zwei Stunden nach der Einnahme von Antibiotika und Probiotika eingenommen. Die Kur sollte zudem nach der Behandlung mit Antibiotika für etwa ein bis zwei Wochen fortgesetzt werden. Durch die Kur während der Antibiotikabehandlung können Durchfall und Verdauungsstörungen signifikant reduziert werden.

Präbiotika

Brokkoli ist beispielsweise ein wichtiger Lieferant für Präbiotika. Allerdings ist die Kombination aus Probiotika und Präbiotika entscheidend. Denn so können sich beide perfekt entfalten und dem Organismus Gutes tun. Die Darmflora wird schneller wieder ins Gleichgewicht gebracht und die Gefahr von Folgeerkrankungen sinkt.

Präbiotika sind bestimmte Ballaststoffe, die für die Probiotika, also die lebenden Mikroorganismen, eine wichtige Nahrung sind. Durch die Einnahme von Präbiotika, können sich die lebenden Mikroorganismen besser vermehren und ausbreiten und so positiv auf die Darmflora wirken.

Präbiotika sind vor allem in diesen Lebensmitteln enthalten:

  • Äpfel
  • Artischocken
  • Bananen
  • Brokkoli
  • Chicorée
  • Knoblauch
  • Schwarzwurzel
  • Spargel
  • Zwiebeln

Zudem sind in Vollkornprodukten, Chia Samen, Leinsamen und Flohsamen Präbiotika enthalten.

Im Grund ist es kein großer Aufwand, die Darmflora nach der Einnahme von Antibiotika wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Da in vielen Lebensmitteln, die gerne verzehrt werden, Probiotika und Präbiotika enthalten sind, dürfte es den Betroffenen nicht schwerfallen, die Lebensmittel in den Speiseplan einzubauen. Wer dennoch Schwierigkeiten damit hat, kann selbstverständlich auch auf Produkte wie Kapseln und Pulver zurückgreifen, um die Darmflora wieder aufzubauen und sie so in Balance zu bringen.

Doch auch, wer keine Therapie mit Antibiotika gemacht hat, sollte probiotische und präbiotische Lebensmittel verzehren, damit die Darmflora immer gut versorgt ist und sie nicht aus dem Gleichgewicht gerät.

Lade weitere Inhalte ...