Good Vibrations: So findet man den passenden Vibrator

Good Vibrations: So findet man den passenden Vibrator

So lässt sich der perfekte Vibrator finden!

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© Pexels / Cottonbro Studio

Ein Vibrator ist eine perfekte Ergänzung für Solo- und Paarsessions. Ob Auflegevibrator, Bullet-Vibrator, Rabbit-Vibrator oder Wand-Vibrator, angesichts der überwältigenden Auswahl an Vibratoren fällt die Auswahl wahrlich nicht leicht. Mit einigen Informationen zu den eigenen Vorlieben und den Fähigkeiten der verschiedenen Vibratortypen lassen sich die schier unendlichen Optionen zum Glück eingrenzen und der perfekte Vibrator finden. Los gehts!

Vibratoren: Keiner für alle

Ob beim Paarsex oder bei der Selbstbefriedigung, jede von uns möchte anders berührt werden und hat etwas andere Vorlieben. Das überträgt sich auch auf Sextoys. Während einige Frauen einen klassischen Vibrator zum Einführen bevorzugen, schwören andere auf einen Auflegevibrator, der gezielt die Klitoris stimuliert. Wieder andere brauchen die Stimulation innen und außen, um ihre besten Orgasmen zu erleben.

Das ist völlig in Ordnung und ein Grund dafür, warum es so viele verschiedene Arten von Vibratoren gibt. Der Lieblingsvibrator der besten Freundin oder Schwester ist deshalb nicht zwingend das richtige Modell, wenn man selbst einen neuen oder den allerersten Vibrator kaufen will. Besser ist es, auf seine eigenen Vorlieben zu hören und einen Vibrator zu finden, der genau diesen Anforderungen gewachsen ist.

Arten von Vibratoren: Funktionsweise und Vorteile im Überblick

Nicht jeder Vibrator funktioniert gleich. Dieser Überblick zeigt, welche Stärken die unterschiedlichen Arten von Vibratoren haben und für wen sie besonders gut geeignet sind.

Auflegevibratoren sind für den externen Einsatz konzipiert und konzentrieren sich ausschließlich auf die Klitoris. Unterschieden werden zwei Typen: Druckwellenvibratoren und Vibrations-Auflegevibratoren. Vibrations-Auflegevibratoren stimulieren die Klitoris durch Vibrationen, meist ohne sie direkt zu berühren. Druckwellenvibratoren sind ebenfalls berührungslos und feuern in schneller Folge Druckwellen ab, die sich wie kurze Saugreize auf dem empfindlichen Organ anfühlen.

Das erinnert an das Gefühl beim Oralsex und führt bei den allermeisten Frauen schnell zum Orgasmus. Dazu gibt es sogar wissenschaftliche Daten. Einer Studie zufolge sind 100 Prozent der Studienteilnehmerinnen mit dem getesteten Auflegevibrator mit Druckwellen zum Orgasmus gekommen. Bei 86 Prozent der teilnehmenden Frauen hat es zwischen fünf und zehn Minuten gedauert. Zahlreiche Erfahrungsberichte im Internet behaupten, dass es mit einem Druckwellenvibrator keine Minute dauert, bis der Orgasmus kommt.

Da Druckwellenvibratoren - wie der Name schon vermuten lässt - mit Druckwellen arbeiten, handelt es sich um eine indirekte Stimulation. Das ist auch bei Vibrations-Auflegevibratoren sowie Kombi-Auflegevibratoren, die vibrieren und Druckwellen nutzen, so. Das heißt, die Klitoris wird nicht berührt und wird auch bei mehreren Orgasmen hintereinander durch die Benutzung des Auflegevibrators nicht überstimuliert oder gar wund. Das ist ein absoluter Vorteil von Auflegevibratoren gegenüber anderen Vibratorarten, die zur Stimulation direkten Körperkontakt brauchen. Wer gerne mehrfach hintereinander zum Höhepunkt kommt oder den Vibrator häufig verwenden will, sollte sich daher einen Auflegevibrator zulegen.

Auflegevibratoren gibt es erst seit 2015, woher gab es noch keine Vibratoren mit Druckwellentechnologie. Optisch erinnern sie an eine Gesichtsbürste. Bei Benutzung wird der ergonomische Auflegevibrator am Griff nah an die Klitoris gehalten.

Klassischer Vibrator in Dildo- oder Bullet-Form

Klassische Vibratoren sind zum Einführen gedacht und ähneln optisch dem männlichen Geschlechtsteil. Je nach Präferenz gibt es Exemplare, die sehr "naturgetreu" aussehen und solche, die eher entfernt an einen Penis erinnern. Häufig bei dieser Vibratorart ist, dass die Modelle an Tiere erinnern (zum Beispiel an einen Delfin). Einige sind so geformt, dass sie den sagenumwobenen G-Punkt berühren. Andere haben eine zusätzliche Dreh- oder Stoßfunktion, die die Vaginalwände stimuliert. Kleinere Vibratoren mit klarer Form sorgen bei der Rein-Raus-Bewegung für angenehme Schwingungen. Besonders klein und unscheinbar ist der Bullet-Vibrator, der etwa auf Reisen in jede Kosmetiktasche passt.

Obwohl ein klassischer Vibrator zur Stimulation von innen geschaffen wurde, kann er natürlich auch äußerlich verwendet werden. Die Vibrationen fühlen sich an der Klitoris, an den Brüsten oder am Anus erregend an.

Wer vor allem durch Penetration zum Orgasmus kommt, sollte sich einen klassischen Vibrator in die Nachttischschublade legen.

Wand-Vibrator: Massagestab für sinnliche Momente

Wand-Vibratoren werden auch Massager genannt, weil sie wie ein Massagestab aussehen. Auf einem Griff sitzt eine rotierende Kugel, die die Klitoris oder andere Körperteile stimuliert. Populär wurde diese Vibratorart Anfang der 2000er-Jahre durch die TV-Serie "Sex and the City". Nachdem die betreffende Folge ausgestrahlt wurde, war der Vibrator kurzerhand im gesamten Land ausverkauft.

Während der ursprüngliche Wand-Vibrator aus der Serie recht groß war, gibt es inzwischen Modelle mit handlichen Maßen. Teilweise sind sie auch zum Einführen geeignet. Hauptsächlich war der Wand-Vibrator aber zur externen Stimulation gedacht. Das Original-Modell hat ein Kabel, Nachfolgemodelle und Exemplare von anderen Herstellern sind kabellos. Weil der Wand-Vibrator stark vibriert und die Klitoris direkt berührt, können bei längerem oder häufigerem Gebrauch ungewollte Nebeneffekte entstehen. Einige Frauen empfinden, dass es zu einer Überstimulation der Klitoris kommt oder dass die Arme durch die starke Vibration müde werden. Teilweise bemängelt wird auch, dass das größere Original-Modell, bei dem der Massagekopf fast so groß wie ein Tennisball ist, für manche Frauen nicht zielgenau genug ist. Bei ihnen "massiert" der Wand-Vibrator nicht an der perfekten Stelle.

Wer eine starke klitorale Stimulation wünscht, wird von einem Wand-Vibrator nicht enttäuscht sein. Dank seiner kräftigen Vibrationen hat diese Vibratorart auch den Vorteil, dass das Toy bei verspannten Muskeln für Entspannung sorgt.

Rabbit-Vibrator: externe und interne Stimulation gleichzeitig

Rabbit- oder Kombi-Vibratoren vereinen die vaginale mit der klitoralen Stimulation. Dafür sind die Toys mit zwei "Zweigen" ausgestattet. Der längere Zweig wird in die Vagina eingeführt und der kurze Zweig widmet sich derweil der Klitoris. Einige Modelle nutzen für die klitorale Stimulation Vibrationen, andere setzen auf einen Saugeffekt. Auf diese Weise werden Vagina und Klitoris gleichzeitig stimuliert, was zu einem besseren Orgasmus führen kann.

Ein bedenkenswerter Punkt ist, dass diese Vibratorart sich eher weniger für die typische Rein-Raus-Bewegung eignet, da er beim Herausziehen den Kontakt mit der Klitoris verliert. Um das sensible Organ konstant zu erregen und so einen Orgasmus auszulösen, muss ein Rabbit-Vibrator in Position gehalten werden.

Wer sich nicht zwischen klitoraler und vaginaler Stimulation entscheiden kann oder bewusst beides bei der Selbstbefriedigung gleichzeitig will, liegt mit einem Rabbit-Vibrator genau richtig.

Paar- und Solosex mit Sextoys

Sextoys wie Vibratoren bereichern das Sexleben allein oder zu zweit. Vibratoren und andere Toys helfen, die eignen sexuellen Wünsche auszuleben, seinen Körper zu erkunden und neue sexuelle Präferenzen kennenzulernen. Außerdem zeigen wissenschaftliche Studien, dass die Benutzung von Vibrationen bei der Selbstbefriedigung die Orgasmusfähigkeit verbessern kann. Nicht zu schweigen davon, dass die Toys für bessere Orgasmen sorgen als reiner "Handbetrieb".

Von A wie Auflegevibrator bis W wie Wand-Vibrator, heute gibt es eine große Bandbreite an Vibratoren. Je nachdem, wie man gerne zum Orgasmus kommt, gibt es ein passendes Modell, das genau für die gewünschte Stimulation sorgt - sei es vaginal, klitoral oder beides gleichzeitig. Und wer Abwechslung mag, kann sich einfach mehrere Arten von Vibratoren zulegen.

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