Nachhaltige und Fairtrade Unterwäsche: Auf diese Kriterien kommt es an!

Nachhaltige und Fairtrade Unterwäsche: Auf diese Kriterien kommt es an!

Wir zeigen euch nachhaltige und fairtrade Unterwäsche.

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Wir alle wissen es seit Jahren: Unser Konsumverhalten muss sich in vielen Bereichen verändern, um unsere Erde zu schützen. Jährlich entstehen durch die Modeindustrie Millionen Tonnen CO2. Für die Herstellung eines Shirts bedarf es mehr als 2.000 Liter Wasser. Die Produktion erfolgt oft unter unethischen Bedingungen in den Fabriken und die meiste Kleidung wird nicht recycelt. Dies sind einige von vielen Fakten einer Branche, die unserem Bedürfnis nach bequemen und billigen Waren gerecht wird. Und all diese Fakten zeigen, wie dringend wir unser aller Verhalten ändern müssen. Eine Lösung ist nachhaltig produzierte Unterwäsche. Durch den Kauf unterstützt ihr automatisch bessere Arbeitsbedingungen und Materialien sowie einen Konsum, der nicht ausschließlich auf Trends basiert.

Nachhaltigkeit – eine kurze Erklärung

Nicht jedem ist klar, was Nachhaltigkeit eigentlich bedeutet. Fest steht: Wir Menschen werden immer mehr. Gleichzeitig schrumpfen die uns zur Verfügung stehenden, natürlichen Ressourcen. Kurzum: Wir müssen umdenken und nach neuen Lösungen suchen, und zwar in allen Bereichen des Lebens.

Nachhaltigkeit heißt, dass wir unsere heutigen Bedürfnisse erfüllen, ohne dass wir künftigen Generationen die Möglichkeit nehmen, dies ebenfalls zu tun, indem wir alle natürlichen Ressourcen verbrauchen. Nachhaltigkeit setzt sich aus den drei Bausteinen Umweltschutz, wirtschaftliche Entwicklung und soziale Verantwortung zusammen. Es geht also keinesfalls nur um den Schutz der Natur, sondern auch um den Menschen und die Gesundheit der Gesellschaft.

Slow Fashion vs. Fast Fashion

Längst ist das Thema Nachhaltigkeit auch in der Modewelt angekommen. Statt Fast Fashion setzen die Hersteller vermehrt auf Slow Fashion.

Lange Zeit war Fast Fashion im Trend. Das Prinzip: Die Bekleidungsunternehmen bringen alle paar Wochen neue Kollektionen auf den Markt, um die Kundinnen und Kunden zu animieren, ständig neue Kleidung zu kaufen und alte wegzuwerfen, die eigentlich noch in Ordnung ist. Dieser Teufelskreis erzeugt zum einen Millionen Tonnen von Müll und führt zum anderen zu einer Überproduktion, die alles andere als umweltfreundlich ist. Die Folgen sind Umweltverschmutzung (etwa durch den Einsatz von chemischen Mitteln und Pestiziden), Mikroplastik in den Weltmeeren und menschenunwürdige Arbeitsbedingungen.

Mit Slow Fashion stoppen viele Hersteller diesen Kreislauf nun. Sie produzieren zeitlose und lange tragbare Kleidungsstücke aus nachwachsenden Rohstoffen unter fairen Bedingungen.

4 Gründe für Unterwäsche aus umweltfreundlichen Stoffen

Und so wächst auch die Auswahl an Unterwäsche aus umweltfreundlichen Stoffen stetig. Zu den Vorteilen, die nachhaltige Unterwäsche und Dessous bieten, zählen:

1. Natürliche, umweltschonende Materialien

Als Obermaterial kommt für nachhaltige Unterwäsche häufig Bio-Baumwolle zum Einsatz. Im Vergleich zum konventionellen Anbau verbraucht der Anbau von Bio-Baumwolle rund 90 Prozent weniger Wasser. Daneben kann sie aus Seide, Hanf, Modal, Tencel, Bambus oder recyceltem Polyester gefertigt sein. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Bambus und Tencel sind zum Beispiel eine gute Wahl, wenn ihr eure Unterwäsche sehr weich liebt. Für eine besonders gute Passform sorgen Teile aus recyceltem Polyester.

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Nachhaltigkeit in der Mode heißt: Ressourcen sparen, Schadstoffe und Müll vermeiden und die Umwelt besser schützen.

2. Umwelt- und Tierschutz

Der Konsum an Kleidung hat sich im Laufe der Jahrhunderte stark erhöht, er gehört zum modernen Lifestyle. Doch nicht selten werden die Kleidungsstücke aus billigen Materialien gefertigt und sind chemisch belastet. In vielen Fällen muss Baumwolle zunächst geerntet werden, was lange Transportwege bedeutet.

All das belastet nicht nur die Natur und Tierwelt, sondern auch uns Menschen. Dabei haben wir es in der Hand: Wenn wir eine bessere Qualität kaufen, die langlebiger ist, tragen wir einen großen Teil zum Schutz unserer Natur bei.

3. Weniger schädliche Substanzen

Bei der Herstellung von nachhaltiger Kleidung kommen deutlich weniger oder keine Herbizide, Pestizide und andere schädliche Substanzen zum Einsatz als bei der Produktion von herkömmlicher Kleidung. Das ist gut für die Umwelt, die Gesundheit der Arbeiterinnen und Arbeiter in den Fertigungsbetrieben und letztendlich auch für eure Haut. Schließlich tragt ihr eure Unterwäsche direkt auf der Haut, und das mitunter den ganzen Tag.

4. Bessere Arbeitsbedingungen

Menschen, die nachhaltige Kleidung herstellen, arbeiten unter menschenwürdigen Bedingungen und werden für ihre Arbeit fair entlohnt. Dies ist bei konventioneller Fast Fashion, wie erwähnt, häufig nicht der Fall.

Welche Rolle spielen Zertifizierungen und Öko-Siegel?

Wenn ihr nachhaltige Unterwäsche kauft, solltet ihr beim Kauf auf verschiedene Ökosiegel und Zertifizierungen achten.

GOTS-Zertifizierung

Die Abkürzung GOTS steht für „Global Organic Textile Standard“. Das Prüflabel wurde im Jahr 2006 eingeführt und ist der international führende Standard für die Textilien-Produktion aus biologischen Naturfasern. Die GOTS-Zertifizierung garantiert euch, dass die Kleidungsstücke aus mindestens 70 Prozent hergestellten Naturfasern bestehen. Außerdem fordert das Label die Einhaltung von fairen Arbeitsbedingungen sowie strikten Sozialkriterien.

OEKO-TEX

Neben der GOTS-Zertifizierung sind viele umweltfreundliche Textilien mit dem STANDARD 100 by OEKO-TEX Siegel ausgestattet. Dabei handelt es sich um ein international einheitliches und unabhängiges Prüf- und Zertifizierungssystem für Kleidung. Das Siegel prüft die Hersteller auf umwelt- und sozialverträgliche Bedingungen sowie gesundheitliche Unbedenklichkeit.

Mit diesem Zertifikat erhaltet ihr die Gewährleistung, dass eure Produkte auf Schadstoffe geprüft wurden und keine giftigen Chemikalien enthalten. Bei Textilien, die direkt auf der Haut getragen werden, sind die Prüfkriterien übrigens deutlich strenger als beispielsweise bei Bettwäsche oder Vorhänge.

Eine Unterkategorie des Textil-Labels ist das „MADE IN GREEN by OEKO-TEX“ Siegel. Dieses weist einem Produkt nicht nur die Schadstofffreiheit aus. Als Verbraucher habt ihr zusätzlich die Möglichkeit, den Produktionsweg eures Artikels nachzuverfolgen.

Bio-Baumwolle

Das Label „Bio-Baumwolle“ tragen alle Kleidungsstücke, die aus Bio-Baumwollfasern bestehen. Gleichzeitig garantiert das Zertifikat, dass die Baumwolle aus biologischem Anbau stammt. Es weist nicht nur eine sehr gute Qualität der Bio-Baumwolle aus, sondern bestätigt auch, dass die Baumwollfasern unter Beachtung sozialer Kriterien produziert wurden.

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Nachhaltige Unterwäsche wird häufig aus Bio-Baumwolle gefertigt.

Fazit: Unterwäsche, die sexy und nachhaltig ist?

Nachhaltigkeit und Fashion – eine Kombination, die funktioniert! Unterwäsche ist etwas sehr Persönliches. Sie sollte bequem sein, unser Selbstbewusstsein stärken und uns mühelos sexy fühlen lassen. Im Idealfall spiegelt sie außerdem unsere Werte für Nachhaltigkeit und Ethik wider.

Viele Bekleidungsunternehmen haben den Trend erkannt und bieten zunehmend Kleidung und Unterwäsche an, die unter umweltfreundlichen, ethisch korrekten sowie sozial gerechten Bedingungen gefertigt ist. Die Rohstoffe stammen dabei aus biologischem Anbau. Und so setzt sich Slow Fashion mehr und mehr gegen Fast Fashion durch.

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