Beauty

Beauty-Produkte: So können sie schaden, wenn sie abgelaufen sind

Von Kera am Freitag, 5. Juni 2020 um 11:55 Uhr

Anders als bei Lebensmitteln machen wir uns bei Cremes, Make-Up und Co. wenige Gedanken um das Haltbarkeitsdatum — Wie gefährlich verdorbene Beauty-Produkte jedoch sein können und was der Gebrauch für Folgen hat, haben wir hier für euch zusammengetragen...

Ist das noch gut oder muss das weg? Eine häufig gestellte Frage, wenn wir einen Joghurtbecher im Kühlschrank entdecken, dessen Mindesthaltbarkeitsdatum einige Tage zurückliegt — doch wie lange unsere Mascara, Bodylotion oder Foundation schon offen sind, haben wir nicht sofort im Kopf. Jedes Mal wenn wir die Produkte öffnen, den Pinsel in den Lidschatten tunken, uns das Gesicht pudern oder wir mit den Händen in einen Tiegel gehen, gelangen Bakterien und Keime in die Beauty-Artikel und vermehren sich weitgehend unsichtbar. Durch die Verunreinigung und den hineinlangenden Sauerstoff wird der Verderblichkeitsprozess beschleunigt und die Haltbarkeit des Produktes herabgesetzt. Je nach Mischverhältnis der Inhaltsstoffe, wie Öl, Wasser, Pflegeprodukt, Duft- und Konservierungsstoffe variert die mögliche Verwendungsdauer des Produktes. Doch wie lange man die meisten Kosmetika bedenkenlos verwenden kann verraten wir euch jetzt. 

So lange sind Beauty-Artikel haltbar

In Deutschland müssen die meisten Kosmetika kein Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Verpackung stehen haben. Lediglich Produkte, die ungeöffnet weniger als 30 Monate haltbar sind, müssen mit einem Verfallsdatum gekennzeichnet werden. Solche Produkte sind mit einem "geöffneten Tiegel-Symbol" versehen. Daneben steht dann eine Kennzahl, z.B. "12M", was bedeutet, dass das Produkt mindestens 12 Monate nach dem Öffnen zu verwenden ist und der Hersteller innerhalb dieser Zeit ein bedenkenloses Benutzen gewährleistet. Dies ist wie bei auch Lebensmitteln, nur eine Richtlinie. Bleiben Farbe, Konsistenz oder Geruch des Produktes konstant, kann man es in der Regel weiter verwenden. Einige Experten raten jedoch, dass Produkte wie Cremes, die häufig genutzt werden, aus hygienischen Gründen nach spätestens einem Jahr ausgetauscht werden.

Um Verunreinigungen in Cremetiegeln, Masken und Co. zu vermeiden, kann man Beauty-Spachtel aus Metall verwenden, die es ab 8 Euro bei Amazon zu kaufen gibt. Auch die Aufbewahrung von Kosmetik kann die Haltbarkeit stark beeinflussen und eine längere Verwendungsdauer erzielen: eine Lagerung an dunklen, kühleren Orten, wie etwa in einer Schublade, ist eher zu empfehlen als das Aufreihen von Produkten einem sonnigen, warmen Platz, wie einer Fensterbank. 

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Gefahren durch abgelaufene Kosmetika

Die genaue Haltbarkeit eines Artikels ist nicht immer gleich zu ermitteln, doch wenn sich der Geruch einer Creme verändert, sie muffig riecht, gelblich und flüssiger wird als sonst oder die Ränder des Tiegels eintrocknen, so sind dies Anzeichen für ein abgelaufenes Produkt. Verwendet man die Kosmetik trotzdem weiter, kann es zu Hautunreinheiten kommen oder auch schlimme Hautausschläge, Reizungen, Entzündungen und allergische Reaktionen verursachen. Nicht nur bei Cremes oder Lotions, sondern auch bei dekorativer Kosmetik ist es wichtig, auf Veränderungen zu achten. Bröckeln oder krümeln Lidschatten, Puder, Lippenstift und Co., sollten sie eher nicht weiter verwendet werden. Wenn sich die geliebte Foundation nicht mehr gleichmäßig auftragen lässt und sich die Konsistenz verändert, sollte man lieber die Finger davon lassen. Sobald die Mascara anfängt zu verklumpen, gehört diese ausgetauscht. Feste Augenbrauen- oder Kajalstifte halten dagegen etwas länger, sollten jedoch auch immer wieder auf ihre Konsistenz geprüft werden. 

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