Intimrasur: Die besten Tipps und Tricks für eine gepflegte Bikinizone

Intimrasur: Die besten Tipps und Tricks für eine gepflegte Bikinizone

Die Intimrasur ist die beliebteste Methode zur Haarentfernung für den Intimbereich. Trotzdem oder gerade deshalb gibt es dabei so einiges zu beachten. Unsere besten Tipps und Tricks für eine reibungslose Enthaarung zeigen wir euch hier.

© iStock/ Evgen_Prozhyrko
Die Intimrasur ist für viele nicht nur im Sommer ein Muss. Doch wie gelingt sie ohne Rötungen und Pickelchen? Hier erklären wir es euch ...

Gerade im Sommer achten wir vermehrt darauf, dass unsere privateste Körperzone sich sehen lassen kann. Dazu gehört natürlich: die Intimrasur. Schließlich möchten wir an Pool & Co. auf Mode-Malheurs und flüchtende Haare, die unter Bikini und Badeanzug hervorlugen, verzichten. Doch nicht nur in der Badesaison, sondern das ganze Jahr über lohnt es sich, Zeit und Aufwand in die Bikinizone zu investieren.

Die Intimrasur ist die beliebteste Methode zur Haarentfernung für die Intimzone. Laut einer Studie des Portals Statista setzen sogar ganze 67 Prozent der deutschen Frauen auf den "Brazilian Style" (aka den radikalen Kahlschlag). 34 Prozent bevorzugen eine partielle Enthaarung ihres intimen Bereiches. Die Nassrasur steht dafür ganz oben auf der Beliebtheitsskala. Doch wer regelmäßig zum Rasierer greift, sollte das eine oder andere beachten. Hier erfahrt ihr alle Tipps und Tricks rund um das Thema Intimrasur sowie unsere besten Produkt-Empfehlungen für die Intimhaut.

Bedeutung und Geschichte der Intimrasur

Mal ist sie angesagt, mal nicht: Je nach Zeitalter, Epoche und (Pop-) Kultur genießt die Haarentfernung mehr oder weniger Beliebtheit. Doch eins ist klar: Glatt rasiert gehört seit Jahren zum guten Ton!

Die Enthaarung des Körpers – insbesondere der Schamhaare – ist kein neuer Trend. Die Praxis gab es bereits in den antiken Hochkulturen, wo die Enthaarung nicht nur ästhetische, sondern auch hygienische und religiöse Gründe hatte – seither wurde sie immer weiter durch die Weltgeschichte verbreitet.

Auch im Frankreich des 18. Jahrhunderts wurde haarlose Haut geschätzt. Bevorzugt wurde ein jugendliches, gar kindliches Aussehen – die Schamhaare mussten also weg.

Die Intimrasur, wie sie heute in Europa und im Westen bekannt ist, stammt jedoch aus den USA. Röcke und Kleider wurden immer kürzer und die Vorliebe für haarlose Körper stieg synchronisch. Der erste Trockenrasierer wurde 1915 von Johann Bruecker, einem Donauschwaben, erfunden. Seine revolutionäre Erfindung funktionierte dank Aufziehmotor und rotierenden Klingen und sollte das Rasieren vereinfachen. Während der Zeit des Nationalsozialismus’ geriet die Intimrasur vor allem in Deutschland wieder in Verruf. Die "deutsche Frau" hatte eine volle Schambehaarung zu tragen – mit Würde und Stolz.

In den 1990ern wurde die Intimrasur schlussendlich wieder zum großen Trend, der sich mittlerweile fest durchgesetzt hat.

Intimrasur: Kein Muss, sondern Geschmackssache

Das Wichtigste vorweg: Aus hygienischer oder medizinischer Sicht ist die Intimrasur nicht mehr zwingend notwendig. Die Entscheidung, den Intimbereich zu enthaaren, liegt also gänzlich beim persönlichen Wohlbefinden und individuellen Vorlieben. Ob kurz oder lang, getrimmt, mit Dreieck oder "Landing-Strip" – im Endeffekt ist es eine Frage des eigenen Geschmacks – und möglicherweise dem des Partners.

Wer sich jedoch für diese Methode der Haarentfernung entscheidet, sollte darauf achten, dass die empfindliche Intimhaut beim Enthaaren so wenig wie möglich strapaziert wird. Mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung gelingt die Haarentfernung reibungslos …

Schamhaare entfernen: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

Schritt 1: Vorbereitung

Wer zum ersten Mal oder nach langer Zeit zum Rasierer greift, sollte lange Schamhaare vor der Nassrasur trimmen. Sind die Haare nämlich zu lang, können sie die Klingen verstopfen und eine ordentliche Rasur verhindern. Um die Schamhaare zu stutzen, könnt ihr einfach eine Nagelschere benutzen und die Haare damit so kurz wie möglich schneiden.

Schritt 2: Peeling

Nachdem die Haare nach Bedarf getrimmt wurden, wird die Intimhaut zunächst mit einem Peeling von abgestorbenen Hautschüppchen befreit. Hierfür eignet sich zum Beispiel ein Loofah oder Peeling-Handschuh (wie der von FABCARE über Amazon, ca. 13 Euro) oder auch eine Peeling-Creme wie das "Verwöhnendes Creme-Öl-Peeling" von Kneipp (circa 5 Euro über Amazon).

Extra Tipp: Die Intimhaut vor dem Rasieren in der Wanne oder unter der Dusche für circa fünf Minuten einweichen lassen. Dadurch werden die Haar-Follikel weicher und die Haare lassen sich leichter entfernen.

Schritt 3: Rasiergel auftragen

Hier gilt vor allem: nicht zu sparsam sein! Das Rasiergel hilft der Intimhaut Feuchtigkeit zu bewahren und lässt die Klingen zudem sanfter über die Haut gleiten. Außerdem wird durch den Schaum auch das versehentliche Mehrfachrasieren an der gleichen Stelle verhindert, was die empfindliche Intimhaut sonst reizen könnte.

Schritt 4: In Haarwuchsrichtung rasieren

Mit einem scharfen (!) Rasierer nun in gleichmäßigen Zügen Richtung Haarwuchs über die Haut gleiten. Die Klingen am besten nach jedem Zug abspülen, um sie sauber zu halten.

Schritt 5: Pflege

Nach der Rasur ist vor der Rasur! Um die Intimhaut vor Reizungen, Rötungen & Co. zu schützen, solltet ihr nach dem Rasieren unbedingt eine Feuchtigkeitscreme oder Schutzsalbe (beispielsweise von Deumavan, ca. 17 Euro über Amazon) auftragen. Wir greifen zusätzlich zu der "Natural Balance"-Allzweckcreme von NIVEA mit hautberuhigender Bio Aloe vera (circa 4 Euro über Amazon). Für noch mehr Schutz solltet ihr die Intimhaut mindestens eine Stunde lang regenerieren lassen, bevor ihr enge Kleidung anzieht.

5 Tipps für eine glatte Intimrasur

  1. Immer Rasiergel, bzw. Rasierschaum benutzen: Für eine glatte Rasur ein absolutes Muss! Viele Produkte enthalten mittlerweile pflegende und schonende Inhaltsstoffe, die der sensiblen Haut im Intimbereich gleichzeitig eine kleine Portion Pflege zukommen lassen. Unser aktueller Favorit ist das "Intim Shave Shaving Gel" von Australian Bodycare (circa 15 Euro über Amazon).
  2. Keine stumpfen Klingen benutzen: Gerade bei der Schamhaarentfernung führt ein scharfer Rasierer zu einer besseren und glatteren Rasur. Denn entgegen dem weitverbreiteten Glauben, dass scharfe Klingen schnell Schnitte verursachen, sind es tatsächlich stumpfe Rasierklingen, die mehr Schaden anrichten können. Der Grund: Stumpfe Klingen können an den kleinen Härchen ziehen und fühlen sich auf der Haut rau an, was zu mehr Reizungen und Rötungen nach der Rasur führen kann. Scharfe Rasierer lassen sich dafür sanfter über die Haut ziehen.
  3. Nie über gereizte Haut rasieren: Ist die Haut gereizt, gerötet oder haben sich Rasierpickel in der Bikinizone gebildet, solltet ihr lieber ein paar Tage lang auf die Schamhaarrasur verzichten, damit die empfindliche Haut Zeit für Erholung hat.
  4. Unterwäsche aus Baumwolle tragen: Im Gegensatz zu synthetischen Stoffen wie Polyester ist Baumwolle atmungsaktiv, angenehm zu tragen, vermeidet Hautreizungen durch Reiben und saugt zudem Schweiß auf. Gerade nach der Intimrasur ist ein Slip aus Baumwolle daher die beste Wahl, um Rasierpickel und Reizungen zu vermeiden.
  5. Am Abend rasieren: Die Haarentfernung auf den Abend zu legen hat einige Vorteile: Zum einen gebt ihr eurer Haut mehr Zeit, um sich zu erholen. Wer sich morgens rasiert, setzt die Haut direkt zusätzlichen Stressfaktoren wie Schwitzen oder Reiben durch Kleidung aus, während man sich am Abend generell weniger bewegt oder schwitzt. Und: Um die Haut nach der Rasur zu pflegen, könnt ihr am Abend problemlos eine reichhaltige Pflege auftragen, ohne dem Risiko, dass diese unter der Kleidung verschmiert oder klebt.

Weitere Produkte für eine glatte Intimrasur gibt es hier:

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