Gucci-Debüt von Demna: 3 Trends, die wir sofort tragen wollen

Demnas erste physische Runway-Show für Gucci ist mehr als nur ein Debüt – sie markiert den Beginn einer neuen Ära. Zwischen 90s-Nostalgie, schmalem Tailoring und provokanter Sinnlichkeit zeigte er drei Trends, die wir sofort tragen wollen.

Gucci Primavera Kollektion© Launchmetrics Spotlight
Diese Trends der neuesten Gucci-Kollektion haben es uns besonders angetan.

Für Gucci ist in Mailand offiziell der Frühling angebrochen – zumindest im übertragenen Sinn. "Heute markiert den Beginn meiner Vision für Gucci", erklärte Demna Gvasalia im Vorfeld seiner ersten richtigen Runway-Show für das italienische Traditionshaus. 

Nach seinem ersten Gucci-Auftritt in Form eines Films war die Spannung groß: Wie würde Demna seine Vision für das italienische Traditionshaus auf einem echten Runway inszenieren? Während der Fashion Week in Mailand lieferte der deutsch-georgischer Modedesigner und Kreativchef mit der Kollektions namens "Primavera" die Antwort. 

Die Kollektion, die von Models wie Emily Ratajkowski, Karlie Kloss, Elsa Hosk, Amelia Gray, Gabbriette und natürlich der Ikone Kate Moss präsentiert wurde, wirkte wie eine Neuinterpretation ikonischer Gucci-Codes. Sie verband 90er-Nostalgie mit minimalistischen Silhouetten und einer spürbaren Sinnlichkeit. Ultra-schmale Anzüge, Leder, Logo-Momente und subtile Referenzen an die Tom-Ford-Ära trafen auf Demnas präzisen, reduzierten und futuristischen Stil. Fazit: Gucci bleibt Gucci – doch mit einer modernen Handschrift.

Mit diesem Debüt wird deutlich: Die Demna-Ära bei Gucci hat begonnen. Und sie bringt Trends mit, die das Haus neu definieren – ohne seine Geschichte zu verleugnen. Zwischen 90s-Referenzen, körperbetonten Silhouetten und ikonischen Logo-Momenten kristallisierten sich drei Trends heraus, die wir sofort tragen wollen. Und das beste: Ausgewählte Pieces der Kollektion sind bereits jetzt erhältlich.

1. Body-Con Tailoring

Oversize war gestern – zumindest, wenn es nach Demna geht. Einer der stärksten Trends seines Gucci-Debüts ist klar: Body-Con Tailoring. Anzüge, Blazer, Kleider und Hosen sind so schmal wie möglich geschnitten, sitzen körpernah und wirken dabei minimalistisch, aber extrem selbstbewusst. 

Gucci spricht von "ultimate seamless garments": Stücke mit unsichtbaren Linien und präzise gesetzten Säumen, die den Körper betonen, statt ihn zu verstecken. Die 90er-Referenzen – und damit auch die Erinnerungen an die Ära von Tom Ford – sind spürbar. Wer also noch an weiten Silhouetten hängt, sollte sich langsam umgewöhnen – Gucci setzt jetzt wieder auf Nähe.

2. Welcome Back Gucci Bamboo

Taschen sind bei Gucci nie nur Accessoire – sie sind Identität. Und genau deshalb richtet Demna auch bei den Bags seinen Blick bewusst ins Archiv. Neben der Neuinterpretation der Minaudières und einer neuen, minimalistischen Horsebit-Shoulder-Bag, die Heritage und Gegenwart selbstverständlich verbindet, zog ein weiterer Klassiker alle Blicke auf sich.

Die Rede ist von der Gucci Bamboo 1947. Die ikonische Tasche wurde von Demna Gvasalia neu gedacht, mit einer schlankeren Silhouette und einem Bambusgriff, der heute allerdings nicht mehr aus echtem Bambus besteht, sondern aus flexibel verarbeiteten Ledersegmenten gefertigt ist. Das Modell wirkt dadurch cleaner, moderner und überraschend leicht. 

3. Mut zum Materialmix

Klare, schmale Silhouetten bedeuten bei Demna nicht Verzicht – im Gegenteil. Gerade weil die Schnitte so reduziert sind, bekommen Materialien und Muster eine neue Bühne. Auf dem Runway dominierten Lederlooks, opulente Pelzmäntel und Fell-Details, dazu Pailletten, Metallic-Oberflächen, Embroiderie, Denim und Spitze. Selbst florale Prints und markante Logo-Momente wirkten nicht verspielt, sondern bewusst gesetzt.

All diese Materialien und Muster wurden in die klaren, körpernahen Silhouetten eingebettet, die die Kollektion insgesamt prägen. Dadurch wirkt nichts überladen, obwohl Leder, Fell, Pailletten oder Prints für sich genommen sehr dominant sind. Gerade der reduzierte Schnitt sorgt dafür, dass die unterschiedlichen Texturen ruhig und modern erscheinen. Der Trend lässt sich so zusammenfassen: starke Materialien und Muster ja – aber in einer klaren, kontrollierten Form.