
Das geschichtsträchtige Long Museum bildete die Kulisse für ein echtes Modespektakel: Zum 75-jährigen Bestehen von Max Mara präsentierte Kreativdirektor Ian Griffiths seine neueste Cruise-Kollektion unter dem Titel "Kinetic Chic". Klar, dass sich internationale Stars und Mode-Profis diesen Moment nicht entgehen ließen und in den vorderen Reihen für reichlich Streetstyle-Inspiration sorgten. Auf dem Runway selbst gab es eine meisterhafte Lektion in Sachen moderner Eleganz. Griffiths bleibt der DNA des Hauses treu, verpasst den Entwürfen jedoch ein aufregendes Update. Als Moderedakteurin sage ich euch: Drei bestimmte Mode-Trends der Show solltet ihr jetzt unbedingt auf dem Schirm haben.
Laut Moderedakteurin: Das sind die 3 Highlights von Max Mara
Von Pailletten all over über asiatische Einflüsse bis hin zu Power-Red – diese drei Key-Looks stechen besonders hervor und machen sofort Lust auf ein Styling-Update.
1. Pailletten all over

Pailletten gehören ab jetzt fest in unsere Daily-Garderobe – zumindest, wenn es nach den neuen Entwürfen von Max Mara aus Shanghai geht. Das Geheimnis dieses Looks liegt im gekonnten Understatement: Statt auf schrille Farben setzt die Kollektion auf cleane Schnitte und zurückhaltende Töne. Fließende Maxikleider, klassische Bleistiftröcke und sportive Streifen-Looks sind komplett mit feinsten, schimmernden Plättchen besetzt. Ein absolutes Highlight war bereits der Opener-Look, ein cremefarbener Mantel, der im Scheinwerferlicht dezent funkelte. Dieser Trend beweist, dass opulente Texturen wunderbar alltagstauglich sein können und zeitlosen Basics ein echtes Upgrade verpassen.
Für mich ist das die perfekte Balance zwischen Luxus und Tragbarkeit. Der subtile Einsatz von All-Over-Pailletten gibt den puristischen Klassikern von Max Mara einen unheimlich modernen, unangestrengten Touch. Um den Look im Alltag downzustylen, kombiniere ich pailttenebesetzte Röcke einfach mit schlichten, weißen Basic-T-Shirts und cleanen Sneakern.
2. Asiatische Einflüsse

Die Location war eine bewusste Hommage an die Gastgeberstadt. Kulturelle Referenzen flossen aber auch feinsinnig in die Entwürfe ein, ohne die cleane Ästhetik des Hauses zu dominieren. Besonders stark zeigt sich dieser Einfluss an hochgeschlossenen Stehkragen, die von traditionellen Cheongsam-Silhouetten inspiriert sind. Filigrane Pankou-Verschlüsse, auch bekannt als Froschmaul-Knöpfe, zierten minimalistische Hemden und perfekt strukturierte Jacken. Das Ergebnis ist ein spannendes Zusammenspiel aus europäischer Handwerkskunst und asiatischen Heritage-Elementen.
Ich liebe es, wie respektvoll und intellektuell Griffiths hier mit kulturellen Zitaten umgeht. Die traditionellen Verschlüsse und Kragenformen wirken auf den cleanen Mänteln und Hemden extrem modern. Wer den Trend ausprobieren möchte, setzt auf eine minimalistische Bluse mit Stehkragen zu einer klassischen, weit geschnittenen Palazzohose.
3. Power-Red

Nachdem die Show zunächst von den unverkennbaren Naturtönen wie Camel, Creme und edlem Khaki dominiert wurde, folgte zum Finale eine optische Explosion. Ein tiefes, intensives Kirschrot übernahm den Laufsteg als unübersehbarer Monochrom-Look. Die Kunst liegt hier im Layering identischer Farbnuancen bei unterschiedlichen Materialien. Ein bodenlanger, voluminöser Teddy-Coat wurde über einer farblich exakt abgestimmten, fließenden Robe getragen. Diese Looks sind absolute Investment-Pieces, die pure Souveränität ausstrahlen.
Rot ist für mich die absolute Power-Farbe der aktuellen und kommenden Saison. Das monochrome Layering aus kuschligem Teddy-Stoff und funklenden Pailletten zeigt genau die Art von souveräner Eleganz, die wir uns für ein echtes Statement-Outfit wünschen. Wichtig beim Nachstylen: Alle Kleidungsstücke sollten exakt aus derselben Farbfamilie stammen, um die monochrome Wirkung voll zu entfalten.





