Erkältung: Alles über Anzeichen, Verlauf & Behandlung

Erkältung im Anmarsch? So wappnet ihr euch für die Erkältungszeit

Husten und Schnupfen – typische Symptome einer Erkältung in der kalten Jahreszeit. Erfahrt hier, was ihr gegen einen grippalen Infekt tun könnt. 

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Eine Erkältung kann sehr lästig sein. Hier erfährt ihr, auf was ihr achten solltest.

Der Herbst ist da. Er zeigt sich mit herrlich bunten Farben, raschelnden Blättern und Naturschätzen wie Kastanien, Eicheln oder Pilzen. Doch die Außentemperatur wird kälter, es regnet öfter und die Wahrscheinlichkeit, jetzt eine Erkältung zu bekommen, steigt an. Lest weiter, um zu erfahren, wie ihr erkennt, ob euch ein grippaler Infekt erwischt hat.

Erkältung (grippaler Infekt) oder Grippe?

Ihr leidet unter Schnupfen, Husten und Heiserkeit? Nun fragt ihr euch, ob ihr lediglich eine einfache Erkältung (grippaler Infekt) erwischt habt oder ob doch eine ausgewachsene Grippe hinter den Beschwerden steckt? Auf den ersten Blick sind die beiden Erkrankungen schwer voneinander zu unterscheiden, zeigen sie sich doch mit ähnlichen Symptomen.

Eine echte Grippe zeigt sich, zusätzlich zu den verschleimten Atemwegen, in der Regel durch hohes Fieber, starke Kopf- und Gliederschmerzen, ausgeprägtes Schwächegefühl und Appetitverlust. Typisch ist, dass die Beschwerden sehr plötzlich auftreten. So könnt ihr sie von einem grippalen Infekt unterscheiden. Befinden sich Erkältungsviren im Körper, so sind die Symptome zwar unangenehm und lästig für euch, doch das Krankheitsgefühl ist insgesamt deutlich schwächer.

Symptome einer Erkältung

Ihr spürt zunächst ein leichtes Kratzen im Hals, müsst niesen oder euch häufiger räuspern? Dann nimmt ihr vermutlich die ersten Anzeichen dafür wahr, dass sich Erkältungsviren in eurem Körper breit gemacht haben und eine leichte Entzündung in den oberen Atemwegen auslösen.

Eine Erkältung zeigt sich typischerweise durch folgende Symptome:

  • Schnupfen
  • Husten
  • Halsschmerzen

Fällt die Erkältung etwas stärker aus, kann es zusätzlich sein, dass ihr euch müde und abgeschlagen fühlt. Des Weiteren können Kopf- und Gliederschmerzen sowie eine höhere Körpertemperatur auftreten.

Solche Infektionen sind keine Seltenheit und so ist es vollkommen normal, wenn Erkältungsviren bei Kindern bis zu zehnmal im Jahr Beschwerden verursachen. Erwachsene leiden zwar nicht ganz so häufig unter grippalen Infekten, doch auch hier zeigen sie sich vermehrt in der kälteren Jahreszeit, die daher nicht umsonst den Titel "Erkältungszeit" trägt.

Verlauf eines grippalen Infekts

Erkältungsviren gelangen über eine so genannte Tröpfcheninfektion in euren Körper, breiten sich dort aus und verursachen in der Folge die typischen Beschwerden. In der Regel halten diese für etwa neun Tage bis zwei Wochen an.

Dabei treten nicht alle Symptome der Erkältung gleichzeitig auf: Nach einer kurzen Inkubationszeit zeigen sich meist Halsschmerzen und Schnupfen als erstes. Sie werden von mehr oder weniger stark ausgeprägten Kopf- und Gliederschmerzen begleitet und nehmen zunächst an Intensität zu.

Während die Halsschmerzen schnell ihren Höhepunkt erreichen und ebenso schnell wieder nachlassen, sieht der Verlauf beim Schnupfen etwas anders aus. Es dauert länger, bis das bekannte Anzeichen einer Erkältung sein Maximum erreicht und dann langsam abklingt.

Im weiteren Verlauf des grippalen Infekts kann Husten hinzukommen. Dieser tritt oft dann auf, wenn die Halsschmerzen bereits verschwunden sind, und hält sich dafür am längsten von allen Beschwerden in der Erkältungszeit.

Vielleicht habt ihr es auch schon erlebt? Ihr fühlt euch schon wieder fit, doch der hartnäckige Reizhusten will nicht verschwinden? An dieser Stelle ist Vorsicht geboten, denn eine scheinbar harmlose Erkältung kann durchaus mit lästigen Folgen einhergehen.

Vorsicht vor möglichen Folgen

In der Regel ist eine Erkältung zwar unangenehm, heilt aber ohne bleibende Schäden aus. Dennoch ist es möglich, dass sich die Beschwerden hartnäckig festsetzen oder sogar Folgeerkrankungen entstehen. Das geschieht oftmals dann, wenn sich Bakterien zu den Erkältungsviren gesellen und stärkere Symptome auslösen.

Heilt ein einfacher grippaler Infekt nicht vollständig aus, so können Entzündungen der Nasennebenhöhlen oder im Bereich des Kehlkopfes entstehen. Insbesondere bei kleineren Kindern und Babys besteht die Gefahr, dass die Erkältung auf die Ohren übergreift, wo dann eine Mittelohrentzündung zu Schmerzen führt. Die sogenannte Otitis media ist keine Seltenheit: Etwa jedes fünfte Kind, das von Erkältungsviren betroffen ist, leidet in der Folge daran.

Weiterhin kann es zur Entzündung der Bronchien kommen, was sich in starkem Husten zeigt. Bei Kleinkindern und Babys besteht die Gefahr des Pseudokrupp: Betroffene leiden unter Anfällen mit bellendem Husten, leichter Atemnot und pfeifenden Atemgeräuschen.

Liegen bei euch bereits Erkrankungen der Atemwege, wie zum Beispiel Asthma, vor? Dann ist besondere Vorsicht geboten, denn die Symptome können sich durch Erkältungsviren verstärken.

Auch wenn ein grippaler Infekt an sich erst einmal harmlos ist, sollet ihr euren Körper Ruhe gönnen und euch gut versorgen. Esst abwechslungsreich und genießt die Herbsttage an der frischen Luft – so kommt ihr gut durch die Erkältungszeit.

Quelle

1 „Erkältung“. gesundheitsinformation.de, https://www.gesundheitsinformation.de/erkaeltung.html. Zugegriffen 14. Oktober 2022.
2 „Grippe“. gesundheitsinformation.de, https://www.gesundheitsinformation.de/grippe.html. Zugegriffen 14. Oktober 2022.
3 „Was ist eine Erkältung?“. Stiftung Gesundheitswissen, https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/wissen/erkaeltung/hintergrund. Zugegriffen 14. Oktober 2022.

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