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Laut Experten: Darauf kommt es beim "Hair Oiling" wirklich an
Wir haben bei den Haar-Experten Dejan Garz und Khaled Hamid genauer nachgefragt, um dem unübersehbaren Hype der Beauty-Szene "Hair Oiling" auf den Grund zu gehen und euch zu zeigen, wie die Methode eure Routine wirklich verändert.

Glanzlose Strähnen, Haarbruch und trockene Spitzen? Die Lösung liegt oft nicht in komplizierten Treatments, sondern in einem der ältesten Geheimnisse der Beauty-Welt: Hair Oiling. Was auf Social Media derzeit als ultimativer Gamechanger gefeiert wird, ist für die Experten Dejan Garz und Khaled Hamid weit mehr als nur ein flüchtiger Trend – es ist ein essentielles Investment in die langfristige Haargesundheit. Im exklusiven Interview mit der GRAZIA erklären die beiden Profis, warum die richtige Öl-Routine die Struktur von innen nährt, wie man den gefürchteten "fettigen Look" vermeidet und worauf es bei der Wahl der Inhaltsstoffe wirklich ankommt.
Dejan Garz und Khaled Hamid im Interview über "Hair Oiling"
Grazia: Hair Oiling ist aktuell überall auf Social Media. Warum ist es ein essenzieller Step, den wir alle in unserer Routine brauchen?
Dejan Garz: Hair Oiling ist für mich kein Trend – das ist einfach Haarpflege, wie sie schon immer funktioniert hat. Öl nährt die Kopfhaut, stärkt die Haarfaser von der Wurzel bis in die Spitzen und gibt dem Haar das zurück, was Stress, Hitze und Umwelt ihm täglich wegnehmen. Es ist eigentlich das Simpelste, was du für dein Haar tun kannst – und genau deshalb so effektiv.
Khaled Hamid: Der Hype ist tatsächlich mehr als berechtigt! Denn die richtigen Öle können dafür sorgen, dass das Haar langfristig spürbar dichter, länger und insgesamt gesünder wird – und das ist doch genau das, was wir uns alle wünschen.
Was passiert eigentlich genau mit der Haarstruktur und der Kopfhaut, wenn wir regelmäßig zu Öl greifen?
Dejan Garz: Das Öl dringt in die Haarfaser ein und pflegt von innen heraus – vor allem reines Kokosöl kann dort extrem viel bringen! Es reduziert Haarbruch, glättet die Schuppenschicht und macht das Haar geschmeidiger. Auf der Kopfhaut regt es die Durchblutung an, was die Haarfollikel besser versorgt. Das ist kein Placebo – man sieht und fühlt das nach ein paar Wochen wirklich. Aber: Man braucht Geduld. Es ist kein Overnight-Fix, es ist ein Investment.
Khaled Hamid: Beim Hair Oiling wird das gesamte Haar vor Außeneinflüssen geschützt. Beim Waschen zum Beispiel können sowohl das Shampoo als auch das Wasser den Haaren Schaden zufügen – weshalb es wirklich Sinn macht, vorher ein Öl in die Längen und Spitzen einzuarbeiten, um sie gezielt zu schützen. Das Ergebnis: kein strohiges Gefühl mehr nach dem Waschen und deutlich weniger Bruch. Beim Scalp Oiling hingegen bekommt die Kopfhaut samt Haarwurzel direkt wertvolle Nährstoffe geliefert, damit sie gesunde Haare bilden können – Haare, die dann auch wirklich bleiben.
Wie verhindert man, dass das Haar nach dem Oiling strähnig oder fettig wirkt? Hast du als jemand, der selbst Haarpflegeprodukte entwickelt, einen Profi-Trick für das Shamponieren danach?
Dejan Garz: Das ist die häufigste Beschwerde, die ich höre – und der Fehler passiert fast immer beim Auswaschen. Wichtig ist: nicht zu viel Öl nehmen – man bekommt ein Gefühl dafür. Die Haare müssen nicht extrem vollgeschmiert sein. Wer feines Haar hat, sollte generell mit der Menge aufpassen – weniger ist mehr. Und noch ein Tipp, den viele nicht auf dem Schirm haben: Nach dem Waschen gebe ich immer noch ein leichtes Finishing-Öl in die Längen und Spitzen – das ist ein komplett anderer Step als das Pre-Wash-Oiling. Für blondiertes oder strapaziertes Haar nehme ich dafür mein The Britney Hair Oil, das glättet und schützt gleichzeitig. Wer feineres oder lockiges Haar hat, ist mit meinem The Fairy besser bedient – 100 % pflanzenbasiert, silikonfreie Formel, macht keinen schweren Griff. So kriegt man das Beste aus beiden Welten.
Kann man es mit dem Oiling auch übertreiben? Woran merke ich, dass mein Haar überpflegt ist?
Dejan Garz: Ja, kann man. Wenn dein Haar trotz Waschen irgendwie schwer, glanzlos oder sofort wieder fettig wirkt – dann ist weniger mehr. Auch wenn die Längen sich nach der Wäsche kaum noch trocknen – das sind Zeichen, dass du zu viel aufträgst oder zu häufig ölst. Ein- bis zweimal pro Woche ist in den meisten Fällen die perfekte Frequenz.
Worauf sollten wir beim Kauf achten? Du hast ja selbst eine Haarpflegelinie entwickelt – welche Inhaltsstoffe haben in einem guten Öl nichts zu suchen, und worauf legst du bei der Formulierung besonders viel Wert?
Dejan Garz: Ich schaue immer zuerst auf die INCI-Liste. Mineralöle würde ich beim Hair-Oiling meiden – die sitzen nur auf dem Haar, ohne wirklich einzudringen. Auch schwere Silikone können auf Dauer Aufbau erzeugen. Was ich bei meinen eigenen Produkten immer priorisiere: natürliche Pflanzenöle, die wirklich in die Haarstruktur einziehen, kombiniert mit Wirkstoffen, die gezielt auf die Haarfollikel einwirken. Rizinusöl stärkt die Haarfasern und reduziert Trockenheit, Süßmandelöl glättet das Haar und bekämpft Frizz – solche Kombinationen machen den Unterschied.
Khaled Hamid: Ein wichtiger Punkt, auf den ich bei der Formulierung achte: Bei einem Öl für die Kopfhaut braucht es definitiv keine Silikone. Am Haar selbst sieht das allerdings etwas anders aus – hier können Silikone durchaus sinnvoll sein, da ihre ummantelnde Wirkung zusätzlichen Schutz bietet.
Wie konnte dich das NEQI Smooth Strength Rosemary Oil überzeugen?
Khaled Hamid: Das NEQI Smooth Strength Rosemary Oil hat mich vor allem durch seine Kombination aus mehreren puren Ölen überzeugt: Mandelöl, Rosmarinöl, Rizinusöl, Distel- und Minzöl. Dieser durchdachte Mix kann beruhigend und gleichzeitig durchblutungsfördernd wirken – und macht das Produkt damit zu einem echten Allrounder für Kopfhaut und Haar, den man in dieser Form wirklich selten findet.





