Beauty

Nagellack: Das passiert mit deinem Körper, wenn deine Nägel immer lackiert sind

Von Julika am Donnerstag, 8. Oktober 2020 um 15:51 Uhr

Wir lieben Nagellack! Doch ist es wirklich gesund, ihn jeden Tag zu tragen? Wir klären auf, was mit deinem Körper passiert, wenn du deine Nägel immer lackiert hast…

Fettiges Fastfood – ein No-Go. Beautyprodukte mit Parabene – ebenso! Wer etwas auf sich hält, achtet auf eine gesunde Ernährung, die richtige Körperpflege und angemessene Sporteinheiten, um den Körper möglichst schön und gesund zu halten. Auch wir bilden hier keine Ausnahme und verwenden ganz bewusst hochwertige Nahrungsmittel, Cremes und Essenzen für unseren Körper. Allerdings lief ein Beautyprodukt bei uns bisher völlig unter unserem Radar des guten Gewissens: der Nagellack. Obwohl ein Report des US-amerikanischen Forschungskonzerns Grand View Research bestätigte, dass die Nachfrage an grüner Kosmetik stetig wächst, lackieren wir unsere Nägel meist noch mit Formulierungen der 90er. Schließlich ist er ein tolles Accessoire und lässt die Hände und Füße gleich viel frischer aussehen. Passend zur Jahreszeit könnten wir die Nägel immer wieder neu einfärben. Wie diese permanente Lackschicht jedoch Einfluss auf unseren gesamten Körper und nicht nur den Nagel selbst nimmt und was das für unsere Gesundheit bedeutet, erklären wir jetzt…

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Trägst du täglich Nagellack, schadest du Nägeln und Hormonen 

Es ist schon eine komische Vorstellung, aber die meisten Nagellacke basieren auf einer Zusammensetzung aus der Nebenproduktion von Autolacken. Da ist es natürlich kein Wunder, dass das Beauty-Mittelchen allerhand umstrittene Stoffe mit sich führt. Formaldehyd, aber auch Toluol und DBP, kurz für Dibutylphthalat, sind oftmals feste Bestandteile des Produkts. Die Weichmacher und Lösungsmittel gelten in hoher Konzentration als Stoffe, die entzündungsfördernd sein können. Da wir den Finger- oder Zehnagel selbst – im Gegensatz zu Haut oder Haaren – bisher fälschlicherweise als eine für Wirkstoffe undurchlässige Hornplatte wahrgenommen haben, kam uns bis jetzt auch noch nie ein negativer Gedanke dazu. Dir geht es auch so? Nicht schlimm, doch solltest du permanent lackierte Nägel vermeiden. Wenn du sie nämlich Tag ein Tag aus trägst, kann es häufiger zu vorübergehendem Schwindel, Übelkeit und Kopfschmerzen kommen. Wieso? Zwar bekommen wir die Dämpfe zunächst nur in der flüssigen Form ab, doch gehen wir häufiger mit dem Handaccessoire duschen, lösen sich die Pigmentschichten und die giftigen Stoffe können über Nägel und Haut stetig in den Körper gelangen. Forscher der amerikanischen Duke University fanden sogar heraus, dass sich im schlimmsten Fall die DNA verändern und es zu Hormon- und Fertilitätsschwächen kommen kann.

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Alle Ladies, die jetzt mit großen Augen auf ihre unentwegt lackierten Nägel starren, können wir jedoch die anfängliche Panik nehmen. Veganer Nagellack schafft einen tollen Kompromiss zwischen schönen Nägeln und umweltbewusster und vor allem gesundheitserhaltender Kosmetik. Sie verzichten beispielsweise auf chemische Lösungsmittel und verwenden dafür das natürlich gewonnene Butylacetat, das aus Essigsäure besteht. Egal ob Farblack oder Top Coat: Mittlerweile wächst der Markt unentwegt und es gibt eine breite Auswahl an veganen Nagellacken, die noch dazu auf viele der kritischen Schadstoffe verzichten. Unsere Lieblinge sind der "Vegan Nail Polish" von Kia Charlotta (ab ca. 13 Euro auf Amazon erhältlich) und der "Green Flow Bio-Sourced Nail Polish" von Art 2C (mit Klarlack schon ab ca. 12 Euro auf Amazon zu kaufen). Diese überzeugen trotz ihrer pflanzlichen Basis mit einer guten Deckkraft und langem Halt. Du möchtest doch nicht ganz auf deinen herkömmlichen, angesagten Nagellack aus der Drogerie verzichten? Dann gönne deinen Fingern in diesem Fall einfach regelmäßig eine Pause. So kannst du frei nach dem Motto "die Dosis macht das Gift" ebenfalls den umstrittenen Dunsten, durch eine ausgewogene Abstinenz, entgehen.

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