Sonnencreme: Welcher Sonnenschutz passt zu meinem Hauttyp?

Sonnencreme: Welcher Sonnenschutz passt zu meinem Hauttyp?

Habt ihr euch auch schon gefragt, welches Sonnenschutzmittel zu eurem Hauttyp passt und wie ihr eure Haut am besten vor der Sonne schützt? Wir haben für euch die passenden Antworten!

Frau Auftrag Sonnencreme am Strand
© iStock / Ridofranz
Sonnencreme ist vor allem im Sommer ein wichtiger Faktor, um sich vor den Sonnenstrahlen zu schützen. Aber welche Sonnencreme ist eigentlich die Richtige für euren Hauttypen?

Klar, das A und O ist es, sich 365 Tage im Jahr mit einem Sonnenschutzmittel einzucremen, das sollten bereits alle Beauty-Fans gelernt haben. Dabei müssen wir nicht ständig der Sonne ausgesetzt sein, denn die UV-Strahlen wirken auch bei einem bewölkten Himmel. Die UV-Strahlung ist ganz und gar nicht ungefährlich und deswegen ist der regelmäßige Schutz mit einer Sonnencreme umso wichtiger. Aber welche Sonnencreme zu unserem Hauttyp passt, ist nicht immer leicht herauszufinden. Deshalb verraten wir euch, was es alles zu beachten gibt.

Warum ist Sonnenschutz so wichtig?

Sonnenschutzmittel sind wichtig, um die Haut vor ultravioletten Strahlen, kurz UV-Strahlen, zu schützen. Denn die Sonne gibt verschiedene Strahlungen ab, die für unsere Haut schädlich sind. So gibt es UV-A-Strahlen, UV-B-Strahlen und UV-C-Strahlen.
UV-A-Strahlen sind dabei gefährlicher, denn sie verursachen keinen Sonnenbrand und sind trotzdem das ganze Jahr über da und wirken. Auch an bewölkten Tagen können sie der Haut schaden, auch wenn wir sie nicht sehen. Diese Strahlen gehen bis in die unterste Hautschicht, während UV-B-Strahlen nur an die obere Haut gelangen. UV-C-Strahlen werden von der Ozonsicht abgefangen und erreichen die Erde nicht. Besonders gefährlich sind also die UV-A-Strahlen, die zu extremen langfristigen Veränderungen führen können und nicht zu schnellen Reaktionen wie einem Sonnenbrand ausarten. Die schlimmste Folge von UV-A-Strahlung kann die Erkrankung an Hautkrebs sein, weitere Folgen können eine schnelle Alterung der Haut sein, es können Pigmentflecken, Rötungen und Allergien auftreten. Aber auch UV-B-Strahlen sind nicht ohne, denn sie können einen sofortigen Sonnenbrand auslösen und auch Hautkrebs kann eine Auswirkung sein.

Welche Sonnenschutzmittel gibt es?

Sonnenschutzmittel gibt es in den verschiedensten Formen. Das bekannteste ist wahrscheinlich die normale Sonnencreme, das Produkt, das jede*r von uns im Schrank hat. Nicht nur während der Urlaubssaison sollten wir die Sonnencreme stets an der Frau haben, das ganze Jahr über ist eine Sonnencreme wichtig. Vor allem im Gesicht, denn während im Winter die Kleidung unsere Haut bedeckt, ist unser Gesicht ständig den UV-Strahlen ausgesetzt.  Am besten ist es, wenn ihr die Sonnencreme eine Stunde bis halbe Stunde vor dem Verlassen des Hauses (im Frühling und Sommer am ganzen Körper) auftragt und in Abständen nachcremt. Dann habt ihr einen zuverlässigen Sonnenschutz! Dazu kommen Sonnenschutzmittel wie Sonnenschutzöl, Gel und Spray, die gegen die Strahlung helfen und ebenfalls einen Schutz bieten.

Welches Sonnenschutzmittel passt zu meinem Hauttypen?

Der Hauttyp ist für die Wahl der Sonnencreme und des Lichtschutzfaktors ganz besonders entscheidend. Denn sowohl Haut, Haare und die Augenfarbe sorgen dafür, dass wir alle ganz unterschiedlich auf die Sonne und die Strahlung von UV reagieren. So braucht eine Haut, die heller ist, mehr Schutz vor der Strahlung als ein dunklerer Hauttyp.

  • Hauttyp 1: Bei einem Hauttyp mit einem sehr hellen Teint, roten oder blonden Haaren, einer hellen Augenfarbe und vielen Sommersprossen ist die Eigenschutzzeit zwischen 3 und 10 Minuten. Diese Zeit gibt an, wie lange ihr ohne Schutz in der Sonne bleiben könnt, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Ihr solltet unbedingt ein Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor verwenden.
  • Hauttyp 2: Bei einem immer noch hellen Hauttyp, hellen blonden Haaren und Sommersprossen wird eine Zeit von 10 bis 20 Minuten genommen. Bei diesen beiden Typen sind außerdem Eigenschaften wie schnelle Sonnenbrandgefahr und wird selten braun wichtig. Auch hier empfiehlt es sich, ein Sonnenschutzmittel bzw. eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor zu verwenden.
  • Hauttyp 3: Wer wenig Sonnenbrand und dafür eine schnelle Bräunung bekommt, hat eine Eigenschutzzeit von 20 bis 30 Minuten. Dann habt ihr meistens auch einen dunkleren Teint und dunkelblonde bis braune Haare und helle oder dunkle Augen. Trotzdem gilt Sonnenschutzmittel in Form von Sonnencreme oder anderen Produkten sind ein MUSS!
  • Hauttyp 4: Der letzte Hauttyp hat einen dunklen Teint und braunes oder schwarzes Haar. Dann bekommt ihr so gut wie nie einen fiesen Sonnenbrand und werdet schnell braun. Bei euch ist die Eigenschutzzeit von 45 Minuten richtig.

Wenn ihr also auf der Suche nach einem geeigneten Sonnenschutzmittel seid, wird den ersten beiden Typen eine Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von 50 empfohlen, die anderen Hauttypen können auf eine Sonnencreme mit 30er-LSF zurückgreifen.

Welchen Lichtschutzfaktor brauche ich für meinen Hauttypen bei einer Sonnencreme?

Der Lichtschutzfaktor (LSF) ist ganz entscheidend, wenn es darum geht, welches Produkt wir aussuchen. Der LSF 6-10 in einer Sonnencreme ist sehr niedrig und nur für eine Basis gedacht, aber nicht, um ihn im Sommer für die Haut zu nutzen. So einen Basisschutz bietet zum Beispiel das Sonnenöl von Hawaiian für ca. 17 Euro. Ein Sonnenschutz LSF 15-20 bietet einen mittleren Schutz und ein Sonnenschutzmittel dieser Art könnt ihr bei Amazon von Garnier für ca. 6 Euro shoppen. Eine Sonnencreme, die einen Lichtschutzfaktor von 30 hat, liefert euch einen relativ starken Schutz vor der Strahlung, so wie die von La Roche Posay für 24 Euro. Der LSF von 50 besitzt den größten Schutz gegen die Sonne. Unter anderem bietet das die Sonnencreme von Rituals für ca. 19 Euro über Amazon.

Wie können wir den Lichtschutzfaktor für eine Sonnencreme ermitteln?

Wir können den Lichtschutzfaktor auch berechnen, indem wir die Minutenanzahl, in der wir draußen sind, durch die Eigenschutzzeit der Haut berechnen. Herauskommt der Lichtschutzfaktor, den wir benötigen. Je nachdem welchen Hauttyp wir haben, richtet sich die Eigenschutzzeit. Für einen Tag, an dem wir viel in der Sonne sind, so ca. 200 Minuten und einer Eigenschutzzeit von 10 Minuten brauchen wir ein Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor von 20, um uns gegen die Strahlung in Form von UV zu schützen. Wenn ihr euch für diesen Lichtschutzfaktor entscheidet, bedeutet das auch, dass es die maximale Zeit ist, in der ihr vor der Sonne geschützt seid.

Wichtig ist, dass wir uns immer wieder Pausen von der Sonne und der Strahlung in Form von UV gönnen und die meiste Zeit im Schatten verbringen. Unsere Haut wird es uns danken! Sobald wir erste rote Stellen entdecken, die auf einen Sonnenbrand hindeuten könnten, sollten wir die Sonne komplett meiden. Und in der Mittagszeit und an höheren Stellen wie Bergen ist die Strahlung von UV besonders intensiv. Nach dem Baden lässt die Intensität der Creme ebenfalls nach und wir müssen das Sonnenschutzmittel unbedingt noch einmal auf die Haut auftragen.

Auf welche Inhaltsstoffe kommt es in einer Sonnencreme an?

Neben dem wichtigen LSF-Faktor wollen wir natürlich auch nur schöne Inhaltsstoffe in unseren Sonnen-Produkten haben. Dazu ist es wichtig, dass die Stoffe Oxybenzon und Octinoxat in einer Sonnencreme nicht enthalten sind, da diese hautschädlich und krebserregend sind. Bei den Inhaltsstoffen ist auch wichtig, dass ihr darauf achtet, dass die Sonnencreme viel Feuchtigkeit spendet. Für einen feuchtigkeitsspendenden Sonnenschutz bietet sich unter anderem eine Sonnencreme von Hawaiian an, die es bei Amazon für ca. 10 Euro gibt.

Welchen Lichtschutzfaktor sollten wir für das Gesicht bei einer Sonnencreme nehmen?

Am besten ist es natürlich, wenn ihr einen LSF in eurer Tagescreme habt, dann könnt ihr den Sonnenschutz nicht vergessen und euer Gesicht ist geschützt. Dafür empfehlen wir euch die Tagescreme von Paula's Choice, die ihr bei Amazon für ca. 42 Euro bekommt. Es ist wichtig, dass die Tagescreme einen besonders hohen Lichtschutzfaktor enthält – nur so schützt ihr eure Haut und das Gesicht.

Aber auch eine einzelne Sonnencreme macht ihre Aufgabe und schützt euch gegen die Strahlung von UV. Gerade im Sommer ist das Gesicht häufig in der Sonne und braucht einen Sonnenschutzfaktor von mindestens 50. Dabei solltet ihr bei der Wahl des Sonnenschutzmittels auf euren Hauttypen und die Struktur der Haut achten. Für das Gesicht bietet sich da der Inhaltsstoff Hyaluron an, der auch gegen die Hautalterung schützt. Dafür könnt ihr die Sonnencreme von Medipharma Cosmetics nehmen, die ihr bei Amazon für ca. 18 Euro nachshoppen könnt. Aber nicht nur im Sommer ist eine Sonnencreme für das Gesicht das A und O, auch die restliche Zeit des Jahres muss der letzte Schritt in der Beauty-Routine das Auftragen eines Sonnenschutzmittels sein. Eure Haut wird euch den Sonnenschutz danken! 

Auch diese Stellen an eurem Körper brauchen unbedingt Sonnenschutz

Klar, Stellen an unserem Körper wie Beine, Arme und Bauch bedenken wir beim Auftragen der Creme immer. Aber manche Regionen werden auch ganz schnell einmal vergessen – so müssen auch der Hand- sowie Fußrücken, der Hals, die Knie und Ohren mit Sonnenmilch eingecremt werden. Denn dort ist die Haut besonders dünn und somit für einen Sonnenbrand sehr empfindlich.

Sonnschutz auf Tattoos

Tattoos brauchen beim Auftragen von Sonnenmilch ebenfalls eine große Aufmerksamkeit. Denn durch die direkte Sonneneinstrahlung können die Kunstwerke auf der Haut ausbleichen und Schaden nehmen. Auch hier solltet ihr unbedingt einen LSF von mindestens 30, besser sogar eine Sonnenmilch mit LSF 50 verwenden. Nur so können auch eure Tattoos vor der Sonne geschützt werden.

Muss ich Sonnencreme nur im Sommer tragen?

Die Antwort ist definitiv nein. Auch in allen anderen Jahreszeiten solltet ihr ein Sonnenschutzmittel auftragen. Denn wie wir schon am Anfang festgestellt haben, wirken UV-A-Strahlen immer und überall und auch, wenn die Sonne am Himmel gar nicht zu sehen ist. Besonders wichtig ist es, dass ihr euer Gesicht mit einer Sonnencreme bedeckt – dort ist Sonnenschutz von großer Bedeutung. Denn während im Gegensatz zum Sommer in den anderen Jahreszeiten die Haut durch Kleidung abgedeckt ist, ist das Gesicht der ständigen Strahlung von UV ausgesetzt und benötigt immer eine Sonnencreme.

Kann ich im Sommer bedenkenlos Sonnenbaden?

Die einzige Bräune, die Dermatologinnen bedenkenlos empfehlen können, ist die Bräunung mit einem Selbstbräuner. Alle anderen Wege wie Solarium oder das in die Sonne legen sind für unsere Haut nicht gut. Vor allem in Sachen Hautalterung, aber auch das Krankheitsrisiko kann durch das Sonnenbaden gesteigert werden. Deshalb empfiehlt es sich, auch im Sommer nur im Schatten am Strand zu liegen und die direkte Sonneneinstrahlung sowie intensives Sonnenbaden zu vermeiden.

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