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Culotte: Alles, was ihr über das Trendteil wissen müsst

Von Kim.Kraft am Mittwoch, 13. Juni 2018 um 14:55 Uhr

Wir verraten euch alles über das Trendteil Culotte. Woher kommt der Hosenrock in Midi-Länge, für wen ist die Hose gemacht und vor allem: Wie style ich dieses It-Piece richtig und wo bekomme ich es her?

Ist das ein Rock oder eine Hose? Ihr kennt bestimmt die schicken Hosen, die so weit sind, dass man sie leicht für einen Rock halten könnte – das ist eine Culotte! Und sie ist endlich wieder voll im Trend. Wir finden, dass das höchste Zeit war, denn dieser Hosenrock ist ein Alleskönner und steht – mit dem richtigen Styling – jeder Frau. Deshalb finden wir: Die Culotte ist ein Teil, das jede Frau in ihrem Schrank haben sollte! Wir haben für euch mal recherchiert und verraten euch, woher diese Hose kommt, wie man sie richtig kombiniert und welches Modell zu welchem Typ Frau passt.

Der Schnitt der Culotte

Der Schnitt der Culotte ist immer weit. Mal etwas enger am Bein, mal extrem voluminös. Die Culotte gibt es aus den verschiedensten Materialien – von Baumwolle über Leder bis hin zu Seide ist alles dabei. Wichtig bei der Culotte: sie endet über dem Knöchel – sie kann aber auch nur bis kurz übers Knie gehen.

Die Culotte: Ursprünglich eine Männerhose!

Die Culotte war ursprünglich eine reine Hose für Männer. Aber die Vorstellung, heutzutage einen Mann auf der Straße zu sehen, der diese Art von weiter Hose trägt, ist zugegebenermaßen recht amüsant. Natürlich sah die Culotte nicht immer so aus, wie wir sie heute kennen. Gut 300 Jahre Geschichte haben sie zu dem gemacht, was sie heute ist – ein Must-have!

Der Name "Culotte" kommt, wie der Klang schon verraten lässt, aus dem französischen. Deshalb wird es auch "Külott" ausgesprochen. "Cul" bedeutet soviel wie "Gesäß". Die Hose hat ihren Ursprung im 17. und 18. Jahrhundert und wurde damals ausschließlich von Männern getragen. Der Schnitt der Culotte war zu dieser Zeit sehr eng und ging bis kurz unters Knie. Adelige trugen die Hose aus Stoffen wie Samt oder Seide. Eine Hose aus Leder diente zum Reiten. Die einfachen Leute trugen ihre Hose zumeist aus Leinen oder Wolle. Die Culotte war die allgemein übliche Hose im gesamten westlichen Europa. Bis ins 20. Jahrhundert hinein wurde sie immernoch bei festlichen Anlässen am Hof getragen.

Seitdem hat sie sich stark verändert und wie wir finden: auf jeden Fall zum Positiven! Denn der weite Hosenrock schmeichelt uns Frauen doch wirklich mehr als das ursprüngliche Modell. 

Die Culotte: Ein echter Alleskönner

Der heutige Hosenrock passt zu verschiedenen Styles und Figurtypen – ist also praktisch ein wahrer Alleskönner! Er ist sowohl tauglich fürs Büro als auch für Street Style-Looks super geeignet. Die Culotte ist also ein treuer Begleiter – im Sommer wie im Winter. 

Hier sind die besten Culottes für heiße Sommertage: 

 

 

 

Wie kombiniert man die Culotte richtig?

Die Culotte gibt es in vielen verschiedenen Schnitten, Variationen und aus den verschiedensten Stoffen. Je nach Modell unterscheidet sich der Look. Generell ist das Styling des Hosenrocks aber kinderleicht. Das liegt gerade daran, dass die Hose sowohl fürs Büro, als auch für ein Date oder eine Shoppingtour in der Stadt perfekt passt. Es gibt so viele Möglichkeiten und wir haben sie für euch zusammengestellt.

Der weite Schnitt der Hose verdeckt bereits viele weibliche Kurven unter dem vielen Stoff. Das kann bei einigen Ladies ein Vorteil, bei anderen Frauen ein kleiner Nachteil sein. Bei vielen Figurtypen ist es deshalb umso wichtiger, die Taille zu betonen. Je weiter die Culotte geschnitten ist, desto wichtiger ist die Fokussierung auf eure Taille. Das funktioniert zum Beispiel mit einem Cropped Top oder einem Gürtel sehr gut. Auch eng anliegende Shirts, Blusen oder Tops sind in Kombination mit einer Culotte klasse. Wem die weibliche Form bei seinem Styling nicht so wichtig ist und wer nicht beweisen will, dass er schlank ist – also die Mutigen unter uns! – der kann auch weite und lange Oberteile zur Culotte kombinieren und kreiert damit einen super lässigen und coolen Street Style-Look. 

Für alle anderen gilt: ein langes Oberteil in die Hose stecken oder zumindest einen kleinen Bereich vorne in den Hosenbund verstauen.  

Die passenden Schuhe zur Culotte

Auch in Sachen Schuhe ist bei der Culotte einiges möglich. Weiße Sneaker gehen beispielsweise immer! Aber auch Slipper, Ballerinas und Co. sind durchaus kombinierbar. Bei weiter sitzenden und schwereren Modellen des Hosenrocks, achtet ihr bei eurer Schuhwahl am besten darauf, dass ihr leichte und optisch filigranere Modelle wählt. Denn: je feiner der Schuh, desto eleganter und weiblicher der Look.

Fürs Office sind Culotte-Modelle am Besten, die aus einem weichen, fließenden Stoff sind, denn das wirkt gleich schicker. Dazu kombinieren wir am liebsten schöne Pumps und eine süße Bluse oder einfach nur ein weißes T-Shirt. Schon sieht man elegant gekleidet aus, das Outfit ist aber trotzdem unheimlich bequem. Für das Büro ist eine eher längere Culotte zu empfehlen, denn zu kurze Hosen sind am Arbeitsplatz nicht gern gesehen.

Culottes mit längerem Bein findet ihr hier: 

 

 

 

Der lässige Look zum Sonntagsbrunch wird am besten mit Sneakern oder anderen flachen Schuhen kombiniert. Hierzu passt ein weiteres Shirt, das ihr vorne in die Hose steckt. Eine weitere Option sind Cropped Tops, hier solltet ihr aber unbedingt auf die richtige Länge achten – weder zu kurz noch zu lang sieht gut aus. Das Top sollte mit dem Hosenbund abschließen oder zwei bis drei Zentimeter eures Bauches zeigen. Wenn ihr es an kühlen Tagen etwas wärmer braucht und euch ein Cropped Top nicht genügt, passt eine taillenlange Lederjacke super zum Look und rundet das Outfit ab.

Worauf ihr je nach Figurtyp achten solltet: je kürzer eure Beine, desto höher der Absatz – und je länger das Hosenbein, desto zwinglicher ein Absatz. Generell gilt: Wer seine Beine lang und schlank in dieser Hose sehen möchte, trägt Pumps!

Culottes für wirklich Mutige

Wirklich mutige Ladies kombinieren die Hose mit sichtbaren Socken in den Schuhen. Das heißt: Ob Pumps oder Mules, tobt euch gerne aus! Durchwühlt einfach mal eure Socken-Schublade nach den extremsten Strümpfen. Von Schwarz bis Neon, von Baumwolle bis Nylon – mit diesen Varianten fügt ihr einen weiteren stylischen Akzent zu eurem Look hinzu. Vor allem wird die Hose so auch an kälteren Tagen zu einer tragbaren und wärmenden Option.

Hier findet ihr kurze Culottes, die den Fokus auf euren Schuh setzten: 

 

 

 

Zu jeder Jahreszeit einsetzbar

Je nach Dicke des Stoffes eurer Culotte könnt ihr sie sogar im Winter tragen. Bei dünneren Modellen einfach eine Strumpfhose drunter und los geht's! So sind auch an kälteren Tagen eure Sneaker noch tragbar. Eine andere Alternative sind Stiefel, die erst oberhalb der Unterkante des Hosenbeins enden. Schuhe wie Pumps und Co. werden mit Strümpfen kombiniert.

Modelle für den Winter findet ihr hier: 

 

Selbst im Sommer ist die Hose ein absolutes Must-have. Durch leichtere Stoffe und weitere Schnitte ist die Culotte auch in der heißen Jahreszeit angenehm zu tragen. Gerade, wenn wir ins Büro oder bei unseren Schwiegereltern engeladen sind, ist die Hose ein echter Segen. Denn wir laufen nicht zu freizügig herum und doch bietet die Weite der Hose genügend Abkühlung und Schutz vor den warmen Sonnenstrahlen.

Zum wem passt welches Modell?

Das allerbeste an der Culotte: sie steht wirklich jedem! Wenn ihr sie eurem Figurtyp passend stylt, ist die Hose ein echter Figurschmeichler.

A-Figur

Für Frauen mit A-Linie, also breiteren Hüften als Schultern, sind schmaler geschnittene Culottes zu empfehlen. Auch aufgenähte Taschen oder andere Applikationen auf den Oberschenkeln solltet ihr vermeiden. Culottes mit einer Bügelfalte sind genau das, was ihr braucht. Die Falte verlängert das Bein optisch und lässt es dadurch schlanker wirken. Für kleine Frauen mit A-Linie sind ebenfalls hohe Schuhe zu empfehlen. Und für alle A-Linien-Frauen gilt, wie fast bei jedem Outfit: betont eure schlanke Taille! Am besten funktioniert das, indem ihr euer Oberteil vorne in die Hose steckt oder gleich ein Shirt zur Culotte kombiniert, was auf Höhe der Taille endet. Eine Jeans- oder Lederjacke, die auf ebenfalls nicht über die Taille reicht, betont eure schanke Mitte dann noch mehr.

H-Figur

Frauen mit wenig Rundungen, die auch sehr schlank sind, können sich mit der Culotte austoben. Sie können voluminöse Culottes mit weiten und langen Oberteilen kombinieren und ihren ganzen Körper in Stoff hüllen. Wer seiner H-Figur aber mehr Formen zaubern möchte, kombiniert eine weite Culotte mit einem kurzen Oberteil, so liegt der Fokus auf der Taille und ihr bekommt optisch mehr Rundungen.

O-Figur

Vorsicht, wenn du eine O-Figur hast! Für dich sind sehr schmal geschnittene Hosenröcke zu emfehen. Kombiniere diese am besten mit einem etwas weiteren Oberteil. Bei hereingesteckten Oberteilen besteht nämich die Gefahr, dass es aufträgt. Auch für euch sind Schuhe mit Absatz in Kombination mit einer Culotte zu empfehen.

V-Figur

Wenn eure Schultern breiter sind als eure Hüften, sind längere und weitere Culottes zu empfehlen. Am besten auch mit hereingestecktem Shirt, so wird eure Taille besonders betont. Bei großen und schlanken Frauen kann das Oberteil auch gerne länger sein und über der Culotte getragen werden.

X-Figur

Frauen, die eine Sanduhr-Figur haben, tragen am besten ein Modell, das von ihrer Hüfte bis zu den Knöcheln oder den Waden reicht. Wenn ihr einige Kilos optisch wegschummeln möchtet, tragt ihr am besten hohe Schuhe zur Culotte. Kauft schmal geschnittene Oberteile und  steckt ein Stück des Shirts in den vorderen Hosenbund, dies betont die Taille und lässt euch schlanker wirken.

Und diese Teile braucht ihr zum Kombinieren:

 

Na, Lust auf Shoppen bekommen? Hier noch ein paar weitere Ideen für Stylings und die wichtigsten It-Pieces, die in euren Kleiderschrank gehören. 

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