Diagnose Eisenmangel

Diagnose Eisenmangel

Eisen ist als Spurenelement lebenswichtig für den menschlichen Organismus, etwa als Bestandteil des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin sowie verschiedener Enzyme und Eiweiße.

Frau fasst sich an den Kopf
© Unsplash/Aiony Haust

Wenn deine Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit sinken, kann das seine Ursache im Eisenmangel haben. Sind deine Eisenreserven im Körper aufgebraucht, kann das außerdem eine Blutarmut zur Folge haben. Mediziner sprechen hierbei von Eisenmangelanämie, die fehlende Verfügbarkeit von Eisen im Organismus.

Eisenmangel erkennen: Die Symptome

Anzeichen von Eisenmangel sind nicht immer leicht zu erkennen. Solltest du dich aber oft schlapp fühlen und schnell ermüden, können das ernstzunehmende Symptome sein. Dazu gehört auch, dass du schnell aus der Puste kommst, blass im Gesicht bist oder dir oft schwindelig ist. Auch Haarausfall und brüchige Nägel sind typische Merkmale von Eisenmangel.

Deutlich besorgniserregender wird es, wenn der Eisenmangel bereits fortgeschritten ist. Hier sind es Indikatoren wie starke Kopfschmerzen, die mit Ohrgeräuschen und Sehstörungen einhergehen, die auf einen starken Eisenmangel schließen lassen.

Kommen Juckreiz, Muskelkrämpfe und Hautrisse hinzu, ist es höchste Zeit, einen Arzt aufzusuchen. Typisch für Frauen, die Eisenmangel haben, ist außerdem, dass ihnen ständig kalt ist. Einige berichten überdies davon, dass ihre Menstruation unregelmäßig ist oder gar ausbleibt.

Noch kritischer wird es, wenn du Herzrasen und Atemnot hast. Schwerwiegender Eisenmangel kann also sogar lebensbedrohlich sein. Daher führt dich dein erster Weg immer zu einem Spezialisten, der Symptome und Diagnose Eisenmangel fachgerecht erkennt und feststellt, ob die oftmals unspezifischen Anzeichen tatsächlich mit Eisenmangel zusammenhängen oder andere Ursachen haben.

Der Arzt ermittelt im Rahmen eines kleinen Blutbildes den Hämoglobinwert. Ist dieser zu niedrig, hast du zu wenig Eisen im Blut. Zur Diagnose gehört ferner die Ermittlung des Ferritin-Werts. Dieser zeigt an, wie voll bzw. leer die Eisen-Speicher in deinem Körper sind.

Behandlung von Eisenmangel

Welche Behandlung infrage kommt, ist immer abhängig davon, wie schwerwiegend der Eisenmangel ist. Im Fokus steht dabei, die Ursache des Eisenmangels zu finden. Daher ist es kontraproduktiv und sogar gefährlich, zur Selbsttherapie mit Eisen-Präparaten zu greifen.

Hier kann es zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, aber auch zu einer Überdosierung mit Eisen kommen. Nahrungsergänzungsmittel mit Eisen sollten daher immer nur nach Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden.

Sind Symptome und Diagnose Eisenmangel korrekt bestimmt, kommst du um Eisen-Präparate nicht drumherum. Allerdings musst du bei der Einnahme beachten, dass Eisenpräparate den Magen-Darm-Trakt reizen. Du darfst diese Supplemente also nicht auf nüchternen Magen einnehmen, andernfalls kommt es zu Übelkeit, Verstopfungen und anderen Beschwerden im Magen-Darm-Trakt. Einige PatientInnen klagen auch über starke Nebenwirkungen oder sogar Unverträglichkeiten. In diesem Fall kann der behandelnde Arzt auch eine Eisen-Infusion vornehmen.

Eisenmangel in der Schwangerschaft

Das Thema Eisenmangel ist übrigens auch bei einem Kinderwunsch relevant. Lass dich in diesem Fall ebenfalls von einem Spezialisten untersuchen, sodass schon vor der Schwangerschaft ausgeschlossen werden kann, dass du zu wenig Eisenreserven hast.

Deine Eisenreserven im Körper sind deshalb wichtig, da der Eisenbedarf in einer Schwangerschaft besonders hoch ist. Ursache ist das steigende Blutvolumen sowie der hohe Eisenbedarf der Gebärmutter und Plazenta.

Ernährung bei Eisenmangel

Die richtige Ernährung ist eine Stellschraube, bei der du bei leichtem Eisenmangel selber drehen kannst. Auch zur Vorbeugung ist eine geeignete Ernährungsweise sinnvoll, die natürlich Nahrungsmittel enthält, die viel Eisen enthalten. Ganz oben auf der Liste sollten in diesem Fall mageres, rotes Fleisch, Fisch, Garnelen und Eier stehen. Für VegetarierInnen und VeganerInnen kommen Top-Eisenspender wie Hülsenfrüchte, dunkle Beeren und grünes Gemüse auf den Speiseplan.

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