Stärkung des Immunsystems auf natürliche Art und Weise

Stärkung des Immunsystems auf natürliche Art und Weise

Verfügt ein Körper über starke Abwehrkräfte, können ihm Krankheiten kaum etwas anhaben. Ihr habt selbst die Möglichkeit, euer Immunsystem zu stärken – die von der Schulmedizin häufig empfohlenen Impfungen sind nicht der einzige Weg, um dies zu erreichen. Aus ganzheitlicher und naturheilkundlicher Sicht machen uns nicht Viren, Bakterien und Co. krank, sondern vielmehr schwache Abwehrkräfte. Sie reichen nicht aus, um unseren Körper umfassend zu schützen.

Immunsystem Bakterien
© Pixabay / Qimono
Bakterien haben bei einem starken Immunsystem keine Chance auf einen erfolgreichen Angriff.

Was versteht man unter "Stärkung des Immunsystems"?

Wir hören häufig diese Worte, vielen von uns ist jedoch nicht bekannt, was mit einer Stärkung des Immunsystems erreicht werden kann. Zu den Fragen, die in diesem Zusammenhang auftauchen, gehören: "Was bewirken immunsystemstärkende Maßnahmen?" und "Was passiert dabei in unserem Körper?". Antworten finden wir, wenn wir die Mittel und Maßnahmen zur Verbesserung der Abwehrkräfte sowie deren Eigenschaften betrachten. Sie stellen sich wie folgt dar:

  • entzündungshemmend und antioxidativ
  • antibakteriell, antiviral sowie antiparasitiär und/oder gegen Pilze
  • Anregung der Bildung von Immunzellen oder Stärkung ihrer Funktionen
  • hilfreich zum Regulieren des Immunsystems, d.h., sie hemmen überschießende Immunreaktionen und fördern gleichzeitig die schwächere Seite

Immunsystemunterstützung auch bei Autoimmunerkrankungen sinnvoll

Die persönliche Unterstützung des Immunsystems spielt nicht nur eine Rolle bei kurzzeitigen Gesundheitsproblemen wie Erkältung oder Grippe, sondern ebenfalls bei Autoimmunerkrankungen.

Dazu zählen unter anderem Rheumatoide Arthritis, Multiple Sklerose, Diabetes Typ 1 sowie Morbus Crohn. Entgegen der weit verbreiteten Meinung, dass in diesen Fällen das Immunsystem bereits viel zu stark sei, um es noch mehr zu kräftigen, – weswegen es uns ja schließlich selbst angreift – sollte man Folgendes wissen:

Mit der Bezeichnung "starke Abwehrkräfte" ist einfach ein gesundes und leistungsfähiges Immunsystem gemeint. Im Fall von Autoimmunerkrankungen ist es jedoch fehlgesteuert und überschießend aktiv. Das bedeutet, es ist nicht mehr im gesunden Gleichgewicht. Um wieder dorthin zurückzufinden, sind dringend Maßnahmen zur Regulierung erforderlich.

Wichtigste Faktoren für unser Immunsystem

Für ein starkes Immunsystem ist insbesondere der achtsame Umgang mit dem eigenen Körper erforderlich. Magische Tropfen, Pülverchen und Kapseln, die ihr in Sekundenschnelle zu euch nehmen könnt, gibt es dafür nicht. Möchtet ihr gesund bleiben, ist ein etwas größerer Aufwand in jedem Fall erforderlich. Achtsamkeit auf die eigene Gesundheit ist eine Art Lebensphilosophie, keine kurzfristige Maßnahme. Unbestritten gibt es einige Nahrungsergänzungs- und Hausmittel, die zur Stärkung der Abwehrkräfte beitragen. In der Regel reichen sie jedoch nicht aus, vor allem wenn man darüber hinaus keinen zusätzlichen Einsatz erbringt. Für euer Immunsystem sind drei Faktoren von besonderer Bedeutung:

  1. es sollte nicht vorsätzlich geschwächt werden
  2. seine Entlastung ist wichtig, insbesondere wenn gerade eine Grippewelle oder ein anderer Infekt kursiert
  3. selbstständige Stärkung durch die richtige Ernährung plus Nutzung von ausgewählten Hausmitteln, Vitalstoffen sowie Nahrungsergänzungsmitteln
Nahrungsergänzungsmittel
© Pixabay / MelSi
Die Auswahl an Nahrungsergänzungsmitteln ist groß.

Schwächung des Immunsystems vermeiden

Vielen Menschen ist überhaupt nicht bewusst, dass ihre alltäglichen Gewohnheiten das Immunsystem schwächen. Ihr solltet deshalb zunächst einmal genau eure Lebensweise betrachten und Angewohnheiten, die sich negativ auf die Abwehrkräfte auswirken, ablegen. Dazu gehören:

  • ungesunde Ernährung – Fastfood, Fertiggerichte, hohe Mengen an ungesundem Fett sowie Nahrungsmitteln mit hohem Zucker- oder Weißmehlanteil und Wurst, Marmelade etc.
  • verschiedene Getränke – Alkohol, gezuckerte Säfte und Erfrischungsgetränke, Energydrinks; kohlensäurehaltiges Wasser kann im Vergleich zu der stillen Variante mit negativen Folgen einhergehen
  • zu wenig Bewegung – regelmäßige körperliche Aktivität senkt das Risiko auf Infekte und erhöht die Leistungsfähigkeit des Immunsystems
  • Stress – dieser ist bei vielen Menschen Ursache für mangelhafte Abwehrkräfte; kurzzeitig unterdrückt er die zelluläre Abwehr, die humorale bleibt erhalten; bei chronischem Stress erfolgt eine Unterdrückung beider Teile unseres Immunsystems
  • nicht ausreichender, tiefer Schlaf – es geht nicht nur um die Stundenanzahl, sondern auch darum, ob er nachts oder tagsüber auf dem Programm steht
  • Rauchen – es trägt deutlich zur Schwächung aller Teile unseres Immunsystems sowie dem Verlust des gesunden Gleichgewichts bei
  • zu viel Nahrung – sie überlastet unseren Körper gleichfalls enorm und schwächt ihn; der häufigste Fehler ist: weiter essen, obwohl man bereits satt ist
  • Übergewichtigkeit – eine überhöhte Menge an Bauchfett wirkt sich kontraproduktiv auf unsere Abwehrkräfte aus; betroffene Menschen leider öfter unter Infektionskrankheiten und zählen außerdem zur Risikogruppe der Patienten, die bei Grippe einem höheren Sterblichkeitsrisiko unterliegen
  • Einnahme von Medikamenten – zur Schwächung des Immunsystems tragen vor allem Antibiotika, Cortison sowie TNF-alpha-Blocker bei; Antidepressiva, Schmerzmittel und Arzneimittel gegen zu hohen Blutdruck können zudem für schlechteren Schlaf sorgen und auf diesem Weg die Abwehrkräfte verringern

Im Bereich der Bewegung ist Vorsicht geboten: Nicht nur ein Mangel, sondern auch übermäßiges Training können die Gefahr auf eine infektiöse Ansteckung verstärken.

Entlastung des Immunsystems

Euch stehen unterschiedliche Alternativen zur Entlastung zu Verfügung. Dazu gehört natürliches Antibiotikum, das ihr selbst leicht herstellen könnt. Ein bewährtes Rezept setzt sich aus 700 Milliliter Apfelessig, 25 Gramm Knoblauch, 70 Gramm Zwiebeln, 17 Gramm frische Peperoni, 25 Gramm Ingwer, 15 Gramm frischem Meerrettich, 27 Gramm Kurkumawurzeln, einem dreiviertel Teelöffel schwarzen, frisch gemahlenen Pfeffer sowie zwei Esslöffel Blütenhonig zusammen.

Ebenso wirksam sind Oreganoöl und Olivenblattextrakt. Sie verfügen über stark antibiotische, antibakterielle, antivirale sowie antioxidative Eigenschaften. Entlastend auf das Immunsystem wirken darüber hinaus Papayakerne, die sowohl getrocknet als auch frisch verzehrt werden können. Gleiches gilt für ätherische Öle, zum Beispiel aus Eukalyptus oder Ingwer. Ihr solltet jedoch darauf achten, dass sie über Lebensmittelqualität verfügen. Wasser in ausreichender Menge und kolloidales Silber leisten gleichfalls gute Arbeit.

Öl und Pflanze
© Pixabay / GloboxR
Zahlreiche ätherische Öle helfen bei der Entlastung unseres Immunsystems.

Stärkung der Abwehrkräfte durch Spurenelemente und Vitamine

Die Vitalstoffversorgung hat einen großen Einfluss auf die Funktionsfähigkeit unseres Immunsystems. Die größte Bedeutung besitzen Vitamine und Eisen, Jod, Kupfer, Magnesium, Selen sowie Zink. Vitamin C nimmt eine herausragende Stellung ein: es trägt zur Gesamtgesundheit bei und stärkt gleichzeitig auf mehrfache Weise unsere Abwehrkräfte. Zu seinen positiven Wirkungen zählen:

  • Reduzierung von oxidativem Stress
  • direkte Unterstützung der Funktionen von Abwehrzellen
  • Förderung der Makrophagen (Fresszellen)
  • Bildung und Reifung von bestimmten Immunzellen
  • Schutz der Barrierefunktion unserer Haut
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