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Netflix: Das sind die besten True Crime-Dokumentationen der Streamingplattform

Von Martyna am Freitag, 3. Juli 2020 um 08:23 Uhr

Eure Netflix-Watchlist braucht Nachschub? Dann haben wir hier die besten Dokumentationen der spannendsten Kriminalfälle für euch parat! 

Netflix bringt so viele neue Serien und Filme heraus, dass wir mit dem Streamen gar nicht hinterherkommen. Die gruseligsten Horrorfilme der Plattform, die fast als Mutprobe durchgehen und damit perfekt für verregnete Wochenenden sind, sowie die romantischsten Liebesfilme haben wir euch ja bereits aufgelistet. Damit wir bei all den Titeln ganz sicher keine Binge-Garanten verpassen, haben wir uns in diesem Artikel mal die besten Dokumentationen wahrer Kriminalfälle angeschaut, die uns nicht nur einen kalten Schauer über den Rücken jagen, sondern auch noch einen Lerneffekt haben. Denn die Mörder, Angeklagten, Verdächtigen, Opfer und Anwälte in diesen True Crime-Hits sind sehr vielschichtig und geben zahlreiche interessante Einblicke in die absurde Welt des amerikanischen Rechtssystems. 

Netflix True Crime Dokumentationen haben einiges an Kriminalfällen, die auf wahren Begebenheiten beruhen

© iStock

Diese True Crime-Dokumentationen sind auf Netflix zu sehen 

Das Kriminal-Genre erlebt auf Netflix seit dem Launch der internationalen Plattform einen Boom. Gestartet ist der Hype mit der Veröffentlichung der Doku-Reihe "Making a Murderer" und seitdem folgten fast monatlich Hits wie der während der Corona-Pandemie wie eine Bombe eingeschlagene Serie über den kuriosen Fall von Joe Exotic und dem Streit mit seiner Erzfeindin Carole Baskin, die die halbe Welt im Netz diskutieren ließ, ob sie ihren ersten Ehemann nun an ihre Tiger verfüttert hat, oder nicht. Doch das ist noch lange nicht alles, was es beim roten "N" zu entdecken gibt. Wir haben einige unserer Favoriten hinzugefügt, die ihr wahrscheinlich noch nicht kennt. Dabei sind beispielsweise aktuell relevante Dokus wie "Das Verschwinden der Madeleine McCann", deren Fall aktuell wieder in aller Munde ist, weil nach Jahren ohne eine Spur nach einem Täter kürzlich ein Deutscher in den Fokus der Ermittlungen rückte. Außerdem empfehlen wir euch echte versteckte Schätze wie die Geschichte von Michael Peterson, der nicht nur eine, sondern gleich zwei seiner Ehefrauen nach einem verdächtigen Treppensturz verlor – eine davon war sogar eine Deutsche! Wenn euch das noch nicht genug Lust darauf gemacht hat, direkt alle Titel zu eurer Watchlist hinzuzufügen, dann findet ihr hier alle weiteren Netflix-Dokumentationen, die auf wahren Begebenheiten beruhen. 

1. "Jeffrey Epstein: Stinkreich"

Kaum ein Kriminalfall hat die Welt in den vergangenen Jahren so beschäftigt, wie der des Finanzprofis Jeffrey Epstein. Der berüchtigte Geschäftsmann, der kürzlich unter mysteriösen Umständen im Gefängnis verstarb, während er auf seine Anhörung wartete, wurde beschuldigt, minderjährige und junge Frauen sexuell missbraucht zu haben und sie zur Prostititution gezwungen zu haben. Involviert in den perfiden Menschenhandelring sollen auch eine Vielzahl internationaler Machtfiguren gewesen sein, wie der britische Adelige Prinz Andrew. Aber auch hohe Politiker wie der ehemalige Präsident Bill Clinton sollen den Milliardär auf seiner privaten Insel besucht und mit Epsteins Privatjet geflogen sein. Nach jahrelangen Ermittlungen, unter anderem durch eine engagierte Reporterin der lokalen Zeitung "Miami Herald", die den Fall schlussendlich in den medialen Fokus rückte und der Stadtanwaltschaft ihre Informationen zur Verfügung stellte, wurde Jeffrey Epstein schließlich Ende 2019 verhaftet. Zur Rechenschaft gezogen werden kann er seit seinem Tod, den viele für einen geplanten Coup halten und der offiziellen Version, es sei Selbstmord gewesen, keinen Glauben schenken, nicht mehr. Seine engste Vertraute, die laut Aussagen der Opfer für das sogenannte "Grooming" der Mädchen verantwortlich war, was die Praktik der gezielten Kontaktaufnahme und den stufenweisen Vertrauensgewinn Erwachsener mit Minderjährigen in Missbrauchsabsicht bezeichnet, kann das aber noch. Ghislaine Maxwell wurde gerade erst am 2. Juli vom FBI verhaftet. Da lohnt sich das Bingen der Dokumentation doch gleich noch mehr! 

2. "Das Verschwinden der Madeleine McCann"

Wie bereits erwähnt ist der Fall der kleinen Madeleine McCann gerade wieder in aller Munde, weil ein Deutscher ihres Mordes beschuldigt wird. In dieser Dokumentation bekommt ihr alle Hintergrundinfos zu ihrem Verschwinden, das die Welt in Schrecken versetzte. Gerade, weil das Mädchen aus dem Hotelzimmer in Portugal entführt wurde, war es für die aus England stammenden Eltern besonders schwer, die Untersuchungen in die Hände eins kleinen Polizeipräsidiums zu legen, das weder ihre Sprache beherrschte, noch einen medial so großen Fall jemals behandelt hatte. 

3. "Joe Exotic, Tiger King: Großkatzen und ihre Raubtiere"

Wer noch nichts von Netflix jüngstem Erfolg mitbekommen hat, sollte das jetzt direkt nachholen, denn jede Folge der sieben Episoden ist verrückter als die nächste. Joe Exotic, der sich selbst den Namen "Tiger King" gegeben hat, ist der extravagante Besitzer eines privaten Großkatzenzoos in Oklahoma. Um nicht zu viel vorwegzunehmen, verraten wir nur so viel: Die Geschichte handelt eigentlich von einem regulären Nachbarschaftsstreit, denn Joe ist sauer auf Carole Baskin, die ebenfalls Tiger und Katzen hält. An sich, erstmal nichts Besonderes. Was die Story so verrückt macht, sind all die vielen kuriosen Details. Hier gibt es Lügen, Waffen, einen Selbstmord, eine Kandidatur um die US-Präsidentschaft und einen Auftragsmord. 

4. "Making a Murderer 1 & 2"

Diese über 13 Jahre hinweg gefilmte Dokureihe erzählt in zwei Staffeln die Geschichte zweier Männer, denen das Rechtssystem das Leben zur Hölle machte. Steven Avery und sein in den 80'er Jahren gerade einmal 16 Jahre alter Neffen Brendan Dassey wurden eines Verbrechens beschuldigt, das sie möglicherweise nicht begangen haben, nämlich die Vergewaltigung und Ermordung zweier Frauen. Avery beteuerte immer seine Unschuld, wurde schlussendlich dann aber doch verurteilt. Nach 18 Jahren Gefängnis entlastete ihn schließlich ein DNA-Beweis. Also verklagte er das Gericht auf 36 Millionen Dollar Schadensersatz. Kurioserweise wurde er kurz darauf erneut eines weiteren Mordes beschuldigt und sitzt seitdem im Gefängnis. Besonders schlimm ist die Szene, in der sein Neffe ein Falschgeständnis abgibt. 

5. "The Staircase: Tod auf der Treppe"

Alle 13 Episoden dieser Dokumentation sind so spannend wie ein Hollywood-Film, denn aus welchem Grund auch immer, hat der Verdächtigte einem kompletten Kamerateam erlaubt, ihn bei den Vorbereitungen zu seinem Mordfall zu begleiten. Dabei stellt man sich als Zuschauer eine Frage: Hat der Schriftsteller Michael Peterson seine Frau, Kathleen Peterson, getötet, indem er sie zu Tode geschlagen hat und dann alles versucht hat, wie einen Unfall aussehen zu lassen?Außerdem geht es bei diesem True Crime-Mehrteiler um Themen wie Homophobie, Lügen, Familiendramen und die Kunst, gute Gesichten zu erzählen. Mehr wollen wir dann aber doch nicht verraten! 

6. "Der Mörder in Aaron Hernandez"

Bei dieser Dokumentation kommen nicht nur Fans des amerikanischen Footballs auf ihre Kosten, denn auch wenn hier der ehemalige Spieler des NFL-Teams "New England Patriots", Aaron Hernandez, im Vordergrund steht, geht die Relevanz weit über die Grenzen des Superbowls hinaus. Für den einstigen Superstar ändert sich alle, als er des Mordes beschuldigt wird. Doch dabei wird es für den in armen Verhältnissen aufgewachsenen Sportlers nicht bleiben, denn die Ermittler haben ihn noch für weitere Gewaltdelikte im Visier. In drei spannenden Folgen könnt ihr eindrucksvoll miterleben, wie Aaron Hernandez von einem Starathleten zu einem verurteilten Mörder wird, der schließlich im Gefängnis stirbt.

7. "Don't Fuck with Cats: Die Jagd nach einem Internet-Killer" 

Wem Tiger King noch nicht absurd genug war, der ist hier genau richtig, denn die Geschichte von Luka Magnotta ist so verrückt, dass man sie sich gar nicht ausdenken kann. Erzählt wird sie von denjenigen, die den berüchtigtsten Verbrecher Kanadas über das Internet identifizierten und jagten. 

8. "Ted Bundy: Selbstportät eines Serienmörders"

Alle 30 von Ted Bundy, einem von Amerikas berüchtigten Serienkiller der 70'er Jahre begangenen Morde waren grauenvoll. Dennoch ist der Täter wegen seines Charismas für viele ein Rätsel, denn er verhielt sich nicht so, wie man sich ein Monster vorstellen würde. Das beweist auch dieser Mehrteiler, der aus mehr als 100 Stunden Archivmaterial, darunter zahlreiche Aufnahmen, die Bundy selbst auf Band eingesprochen hatte. Diese Dokureihe ist packend und verstörend zugleich. 

9. "Der Gefangene: The Innoncent Man" 

Fans von Kriminalfällen werden sicherlich schon einmal was von John Grisham gehört haben. Der gefeierte Schriftsteller basiert nämlich auf dem einzigen Buch des Amerikaners, das auf einer wahren Begebenheit beruht. Als die damals 21-jährige Debbie Sue Carter im Jahr 1982 tot aufgefunden wird, steht die Polizei vor einem Rätsel. Erst fünf Jahre nach dem Mordfall verhaften sie Ron Williamson und Dennis Fritz. Ganze elf Jahre sitzen die beiden hinter Gittern und erst sagenhafte fünf Tage vor seiner Hinrichtung wird Williamson gemeinsam mit seinem Kumpel aufgrund von DNA-Beweisen freigesprochen. Spannender kann ein Fall kaum sein!

10. "Evil Genius" 

 

 

Selbst als größter True Crime-Junkie hat man nicht immer Lust auf Morde und Monster. Wenn es mal ein wenig Abwechslung sein darf, empfehlen wir diese Geschichte, die von einem Pizzabäcker handelt, der mit einer Bombe um den Hals eine Bank überfällt. Naja, zumindest tut sie es zu Beginn dieser bizarren Reise. 

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