Lifestyle

So fühlst du dich nach der Geburt wieder sexy & attraktiv

Von GRAZIA am Freitag, 22. September 2017 um 17:25 Uhr

Baby da, Figur und Ego ruiniert? Wir sagen, das muss nicht sein!

Heidi Klum. Supermodel, gestrenge Nachwuchsmodel-Dompteurin, Designerin für Discounter-Mode und: Mega-neidisch-Macherin. Warum das? Erinnerst du dich etwa nicht mehr, wie sie 2015 ganze sieben Wochen nach der Geburt ihres Söhnchens Henry gertenschlank wie eh und je bei Victorias Secret im Bikini über den Laufsteg schwebte? Millionen von Mamas waren damals fuchsteufelswild. Denn sind wir ehrlich, nach der Geburt ist es richtig schwer, sich wieder wohl in seinem Körper zu fühlen. Doch es geht – und auch ohne eisenhartes Klum-Training. Wir zeigen dir das Wie.

1. Hab ein wenig Disziplin

Schon klar, die Strapazen einer Geburt sind MEGA und rauben auf lange Zeit alle Kraft. Und vor allem nach Kind Nummer 1 ist in den ersten Tagen und Wochen alles so neu, dass man kaum Zeit findet, sich um irgendetwas anderes als den Liebe- und pflegebedürftigen Wurm zu kümmern. Da stehen, machen wir uns nichts vor, der hängende Bauch, der vom Stillen ramponierte Busen und sämtliche Schönheitsbemühungen weit hintenan. Aber so hart es auch ist, wer so denkt, muss dann auch damit leben, dass er sich so gar nicht weiblich fühlt, sondern als eine Art Muttertier. Dabei ist Schönheit auch in eine Windel-Fläschchen-Windel-Welt zu integrieren:

1. Lege dir idealerweise kurz vor der Geburt eine schnell und einfach zu modellierende Frisur zu. Wir empfehlen den trendigen Octopus-Bun.

2. Creme was das Zeug hält. Das Neumutter-Dasein hinterlässt tiefe Gesichtsgräben. Wenn das Kleine schläft, sind Augenstift und Hautcreme blitzschnell aufgetragen.

3. Halte immer und überall einen Kulturbeutel mit Spiegel, Kamm, Puder und Make-Up bereit. Sobald das Baby auch nur eine Sekunde ruhig ist, kannst du dich superfix frisch machen.

Wenn Baby und deine Frisur einen Bad Day haben und nicht mal Zeit für geringste Pflege bleibt: Nimm einen Hut oder eine Mütze. ©pixabay.com ©PublicDomainPictures

Auch für deine Lippen gibt es einen klasse Blitz-Tipp: Morgens beim Zähneputzen spülst du die Bürste aus und massierst dann damit fix die Lippen. Das durchblutet sie besser und sie wirken frischer und voller. Natürlich ist in den ersten Wochen keine Zeit für das volle Programm, doch wenn du lernst, mit etwas Disziplin die freien Momente zu nutzen, fällt ein Großteil der Unsexyness weg.

2. Kleide dich sexy

Umstandshose, Babybauch-verdeck-Leggings oder gleich direkt die Latzhose. Neu-Mamis mögen es bequem, robust und leicht zu reinigen – denn kaum ein Tag vergeht ohne Flecken auf der Kleidung. Dann aber machen viele einen strategischen Fehler aus der Vor-Schwangerschafts-Zeit: Sie versuchen entweder, sich mit traurigen Augen in alte schicke Klamotten zu quetschen (was mächtig frustriert) oder sie kaufen sich neue, ebenso wenig komfortable Stücke, bloß eine Nummer größer. Beides bringt nichts: Denn eng ist eng und lässt sich mit einem nach wie vor vorhandenen Babybauch-Überrest nicht auf sexy trimmen. Dabei ist die Lösung einfach:

  • Schau dich nicht bei normalen Klamotten um, sondern bei großen Größen. Denn da ist alles genau auf deine jetzigen Problemzonen zugeschnitten. Sprich Bauch, Po und Beine werden nicht eingeschnürt, sondern kaschiert. Die Vorteile werden hervorgehoben und Mama wirkt trotz XL ziemlich heiß.
  • Kauf dir Kleider und achte darauf, dass diese mindestens bis zum Knie gehen. Das streckt nicht nur optisch, sondern ist auch im Alltag praktisch, wenn du das Baby rangierst.
  • Keine Experimente mit hohen Hacken. Egal wie sicher du darauf gehst, die sind mit Kind im Arm ein unnötiges Risiko. Setz auf flache Sandalen oder ähnlich bequeme Schuhe.
  • Wenn du keinen hast, dann besorge dir einen Mantel. Entweder als dünnes Trenchcoat-Modell oder die dicke Winter-Variante. Damit lässt sich nicht nur einiges kaschieren, sondern Frauen im Mantel sehen immer sexy aus. Und dann merke dir einen Begriff: "Empire-Mode". Damit ist nur teilweise die historische Modeströmung gemeint, sondern vielmehr der Schnitt an sich. Denn bei Empire wird der Busen auch durch viel Dekolletee betont, direkt darunter wird es etwas enger, nur um sich anschließend fächerförmig nach unten zu verbreitern. Wenn du das beim Dressen beherzigst, werden alle Problemzonen auf einmal verdeckt.

Vier Wochen nach der Geburt. Und dank schickem Kleid, Augenring-verdeckenden Sunnies und Sandalen wirkt Mama sexy wie ehedem. ©pixabay.com ©Pexels

3. Hell ist ein No-Go

Unter diesem Punkt geht es tatsächlich um knallharte Physik. Genauer gesagt beschäftigen wir uns mit Licht und dessen Reflexion bzw. Absorbierung. Das kann direkt auf Kleidung umgelegt werden. Also: Weiß ist die hellste mögliche Farbe. Das sorgt dafür, dass sämtliche Farben des Spektrums gut davon reflektiert werden.

Das ist zwar gut für leichte Sommerkleider, weil es durch diese Eigenschaft darunter weniger warm wird, doch für dich als frischgebackene Mama ist es ein satter Nachteil. Denn dadurch, dass Weiß so viel Licht zurückprallen lässt, lässt es dich auch tatsächlich fülliger wirken. Jede Falte zeigt sich als überdeutlicher Schatten und alle Konturen sind klar abgegrenzt.

Deshalb ist es für dich schon mal sehr gut, dass die aktuellen Color-Trends allesamt recht dunkel sind. Denn je dunkler, desto weniger Licht wird reflektiert und desto schlanker wirkst du. Aber: Zieh dich jetzt bloß nicht komplett schwarz an. Das lässt deinen Teint blass und ungesund wirken. Außerdem willst du ja keine Grufti-Mama sein. Nutze vielmehr die Möglichkeiten, um mit dunklen Farben das zu kaschieren, was schlecht aussieht und mit hellen Farben das hervorzuheben, was gut wirkt.

Und: Muster lenken das Auge ab. Wenn du also beispielsweise ein dunkelblaues Oberteil im Paisley-Look trägst, können die Augen deiner Mitmenschen kaum irgendwelche unschönen Stellen ausmachen. Ja, selbst ein strammer Zwillings-Babybauch lässt sich damit noch zu einem gewissen Punkt kaschieren.

Fazit

du musst dich nach der Geburt deines Kindes nicht wie Heidi und Co. ins Fitnessstudio schleppen. Denn das ist, so sexy die Damen aussehen, einfach nur höllisch schmerzhaft und anstrengend. Doch um dich sexy zu fühlen, ist knüppelhartes Training auch nicht notwendig, sondern nur klitzekleine Tricks, die du selbst in den stressigen Alltag der ersten Wochen einflechten kannst. Und wer besser aussieht, fühlt sich auch besser – und das ist die Hauptsache.