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Wechseljahre: Wenn du das machst, kommst du später in die Menopause – laut Studie

Von Inga am Donnerstag, 16. Januar 2020 um 12:15 Uhr

Wissenschaftler haben jetzt in einer Studie herausgefunden, dass wir das Einsetzen unserer Wechseljahre hinauszögern können und was wir demnach besonders häufig tun sollten, um erst später in die Menopause zu gelangen, verraten wir jetzt…

Jede Frau kommt früher oder später in die Phase der sogenannten Wechseljahre, bei denen Symptome wie Stimmungsschwankungen, das Ausbleiben der Periode, Hitzewallungen und Gewichtszunahme nicht selten auftreten, was der geminderten Produktion der weiblichen Geschlechtshormone, auch Östrogene genannt, geschuldet ist. In Deutschland erreichen Frauen diesen Zeitpunkt im Durchschnitt mit 51 Jahren, das Alter hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab, auf die wir zum großen Teil keinen Einfluss haben. Mit einer Ausnahme jedoch, wie ein Forschungsteam des University College London (UCL) jetzt in seiner Studie herausfand. Was die Wissenschaftler entdeckten und wie du das Einsetzen der Menopause aktiv beeinflussen kannst, verraten wir jetzt.

Laut Studie: Wer viel Sex hat, kommt später in die Wechseljahre

Kaum zu glauben, aber wahr, wenn es nach britischen Forschern des University College London geht, die jetzt eine Studie anlegten, um herauszufinden, warum die natürliche Menopause bei verheirateten Frauen später beginnt als bei unverheirateten Frauen: Dem Ergebnis der Studie zufolge ist die Wahrscheinlichkeit eines frühen Einsetzens der Menopause – also dem Übergang vom fruchtbaren zum unfruchtbaren Zustand – nämlich um 28 Prozent geringer, wenn wir mindestens einmal in der Woche sexuell aktiv sind – dazu zählen Geschlechtsverkehr, Oralsex, stimulierende Berührungen sowie Selbstbefriedigung. Bei Frauen, die hingegen nur einmal im Monat Sex haben oder sexuell aktiv sind, soll das Risiko immerhin noch um 19 Prozent geringer sein. 


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Zu diesem Ergebnis kam das Team aus Forschern, nachdem es die Forschungsarbeit einer US-Studie zur Frauengesundheit mit rund 3.000 Teilnehmerinnen analysierte. Zum Forschungsbeginn 1996 lag das Alter der Frauen bei 45 Jahren, zu diesem Zeitpunkt befand sich keine der Probandinnen in den Wechseljahren. Untersucht wurden, neben der sexuellen Aktivität, Kriterien wie der Östrogenspiegel, die Bildung, das Gewicht und die allgemeine Gesundheit, die daraufhin statistisch ausgewertet wurden. Das durchschnittliche Eintrittsalter lag bei den Studienteilnehmerinnen bei 52 Jahren und es zeigte sich: Frauen, welche sexuell sehr aktiv sind, kommen erst signifikant später in ihre Wechseljahre

Auch eine mögliche Begründung lieferte das Forschungsteam: So vermuten sie, dass der weibliche Körper glaubt, er müsse seine Ressourcen bei sexueller Inaktivität anderweitig einsetzen, weshalb er mit einer Art Sparprogramm in Form der Menopause beginnt. Also Ladies, von nun braucht ihr euch im Bett nicht mehr zurückhalten – so tut ihr nicht nur eurer Ausdauer und seelischen Verfassung etwas Gutes, sondern zögert auch die Wechseljahre hinaus. Welche weiteren Dinge mit unserem Körper passieren, wenn wir regelmäßig Sex haben, verraten wir hier.  😍

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