Statisch aufgeladene Haare: Tipps und Tricks

Statisch aufgeladene Haare: Diese Tipps helfen wirklich gegen die elektrische Mähne

Statisch aufgeladene Haare sind vor allem während der kälteren Monate ein Problem. Mit diesen acht Tipps bekommen wir die fliegenden Strähnen aber endlich in den Griff ...

Wir Ladys kennen es sicher alle: Man ist fertig gestylt und ohnehin schon spät dran. Jetzt nur noch den Pullover über den Kopf ziehen und schwupps – schon wieder fliegen die Haare dank der Reibung und wir sehen aus, als hätten wir in die Steckdose gegriffen. Na toll ... Aber woher kommt die aufgeladene Mähne? Genau das verraten wir euch in dem Artikel und natürlich auch, was man gegen elektrisierte Haare tun kann.

Inhaltsübersicht

Was sind elektrische Haare?

Statisch aufgeladene Haare sind das Ergebnis von physikalischen Vorgängen, sodass diese unabhängig von Haarfarbe und Struktur entstehen. Beim Kämmen, Mütze abnehmen oder Überstreifen unseres Pullis entstehen Reibungen – unsere Strähnen geben die negativ geladenen Elektronen an Kamm oder Textilien ab und bekommen selbst eine positive Ladung. Die Folge: Das normalerweise ausgeglichene Verhältnis zwischen Elektronen und den positiven Protonen gerät aus dem Gleichgewicht und unsere Haare stehen zu Berge, denn Teile (auch Ionen genannt) gleicher Ladung stoßen sich gegenseitig ab, wie auch bei zwei gleich gepolten Magneten.

 

Wann bekommen wir fliegende Haare?

In den kalten Monaten treten elektrisierte Haare besonders häufig auf, was vor allem an den starken Temperaturunterschieden zwischen frostiger Kälte und stickiger Heizungsluft liegt. Dadurch ist die Mähne nämlich sehr viel trockener als im Frühling und Sommer und aufgrund der zusätzlich geringen Luftfeuchtigkeit können sich die Strähnen nicht so gut entladen. Das Ergebnis: Die Haare beginnen viel schneller zu fliegen als in den warmen Sommermonaten.

Neigen bestimmte Haartypen eher zu statisch aufgeladenen Strähnen?

Egal ob schwarze, braune, rote oder blonde Haare – von der Naturfarbe der Mähne lässt sich nicht ausmachen, ob die Strähnen eher dazu neigen, sich aufzuladen. Dafür kann jedoch der eigentliche Zustand der Haare ein Indiz dafür sein. Beispielsweise neigen feinen Strähnen sehr viel eher zum Fliegen genauso wie trockene, welche die elektrische Ladung schlechter abgeben können. Dagegen laden sich fettige und nasse Haare nicht so schnell beziehungsweise gar nicht auf.

Was tun gegen elektrische Haare?

Elektrisierte Haare sind ein Graus, denn sie sehen nicht nur unschön aus, das kribbelnde Gefühl auf der Kopfhaut ist auch alles andere als toll. Wie die Aufladung entsteht, haben wir schon verraten, doch natürlich gibt es auch eine Lösung für das haarige Problem! Ihr habt genau zwei Möglichkeiten: Ihr könnt eine statisch aufgeladene Mähne mit bestimmten Schritten und Treatments bei der Pflege vorbeugen und dann gibt es wiederum Kniffe, wie ihr bereits fliegende Strähnen entladen könnt. Und genau dafür haben wir euch nun die folgenden acht Tipps und Tricks aufgelistet, dank denen elektrische Haare im Nu der Vergangenheit angehören.

1. Elektrische Haare vorbeugen: Die richtige Pflege

Besonders Frauen mit dünnem oder feinem Haar sind in der kalten Jahreszeit von statisch aufgeladenen Strähnen betroffen und stehen vor einem scheinbar unlösbaren Problem. Zum Glück gibt es den einen oder anderen Trick, um die Mähne zu bändigen und dieses Problemchen in den Griff zu bekommen. Und zwar beginnt das Vorbeugen bereits beim Waschen der Mähne! Vor allem in den Wintermonaten benötigt unsere Haarpracht besonders viel Feuchtigkeit und Pflege, weshalb reichhaltige Kuren, wie die hochwertige Nutritive Haarmaske von Kérastase​​​​​​​ oder auch pflegende Haaröle wie der "Elixir Öl-in Creme" von Dessange Paris, gerade jetzt total wichtig sind und tun uns und unserer Haarpracht guttun. 💁🏼

2. Fliegende Strähnen mit einem leichten Shampoo waschen

Doch nicht nur Haarkuren schützen unsere Haare vor der Aufladung, auch das richtige Shampoo kann Einfluss darauf haben, wie unsere Strähnen liegen und sich verhalten. Inhaltsstoffe, wie zum Beispiel Silikone oder Seidenproteine, können die Haare befeuchten und sich wie ein Film über das Haar legen. Zudem sollte bei der Haarwäsche ein möglichst mildes, rückfettendes Shampoo verwendet werden. In diesem Fall wäre das NIVEA Haarmilch Natürlicher Glanz Shampoo genau die richtige Wahl. 

3. Häufig elektrische Haare? Einfach mal auf den Föhn verzichten

Trockene Luft ist einer der Gründe, warum die Haare im Winter öfters abheben. Dagegen hilft zum einen regelmäßiges Lüften, aber auch schonendes Föhnen. So sollte das Haar hin und wieder auch mal an der Luft trocknen oder nur auf mittlerer Stufe getrocknet werden und nicht mit der Bürste, sondern mit der Düse. Ein spezieller Föhn mit Ionen-Technologie (von Braun ca. 40 Euro) kann ebenfalls wahre Wunder bewirken, denn dieser gibt negativ geladene Ionen an die Strähnen ab, dank denen Feuchtigkeit aus der Luft gezogen und den Haaren zugeführt werden. Auch, wenn es zeitlich oftmals nicht machbar ist, sollte nach dem Haarewaschen aber auch mal ganz auf den Föhn verzichtet werden, denn durch die heiße Luft wird die Mähne zusätzlich geschädigt und aufgeraut, sodass Spliss, Haarbruch und Frizz entstehen. Muss es aber doch mal schnell gehen, können wir den Haartrockner einfach auf die kühlste Stufe stellen.

4. Die richtige Bürste benutzen, um die Mähne zu schonen

Auch die Wahl der Bürste oder des Kammes spielt während des Stylings eine wichtige Rolle. Solche mit Metall-oder Plastikborsten sind nicht zu empfehlen. Die Borsten sollten immer weich und abgerundet sein, um die feine Schuppenschicht des Haares nicht aufzurauen oder die Struktur der Strähnen zu schädigen. Bei der Wahl einer geeigneten Bürste sollten wir vor allem auf Modelle aus Holz und auf abgerundete Spitzen an den Zinken setzen. Unser Favorit ist die Bürste aus Holz von BFWood für knapp 10 Euro. So lassen sich statisch aufgeladene Haare ganz easy vorbeugen.

5. Mit Styling-Cream aufgeladene Haare arbeiten

Als Finish empfiehlt sich eine Styling-Creme mit sehr leichten Pflegestoffen, die die haareigene Feuchtigkeit bindet und so elektrische Strähnen verhindert, ohne zu beschweren (z.B. die "Straight Fixation"-Creme von John Frieda, welche wir über Amazon bereits für knapp 18 Euro shoppen können). Dafür müssen wir einfach einen kleinen Klecks Creme in unseren Handflächen verteilen und diesen leicht in unsere Haare kneten. Diese sollten sofort wieder dort anliegen, wo sie hingehören. Doch hier ist Vorsicht geboten, da bei zu viel Creme die Mähne schnell fettig wirken kann.

6. Auch Haarspray hilft Wunder bei statisch aufgeladenen Haaren

Hat man am Morgen den Wecker mal wieder einmal zu häufig auf Schlummern geschaltet und soll es dann schnell gehen, ist es auch möglich, auf ein Haarspray zurückgreifen. Wichtig hier: Es soll Halt bieten, aber nicht beschweren, was uns das "Max Hold"-Haarspray von Syoss auf jeden Fall bietet. Unser kleiner aber sehr feiner Tipp, damit es perfekt wird: Einfach ein wenig in die Handflächen sprühen und damit dann über den Schopf fahren. Netter Nebeneffekt: Unsere Haare sind direkt frisch gestylt.

7. Plötzlich fliegende Mähne? Ein Feuchttuch für unterwegs hilft

Für die Momente, in denen es ganz schnell gehen soll, können wir auch einfach eine Packung Feuchttücher in unserer Handtasche verstauen und mit einem solchen, die statisch aufgeladenen Haare schnell bändigen. Auch mithilfe von einer Handcreme, von der nach dem Eincremen noch ein dünner Film auf den Händen liegt, können wir einen ähnlichen Effekt erzielen. Wenn alle Stricke reißen sollten und wir nichts dergleichen zur Hand haben, hilft auch ein simpler SOS-Trick: Einfach die Hände befeuchten und sehr nah an die Haare halten – fertig! So entladen sich elektrisierte Haare, welche ganz schnell über Reibung mit dem Lieblingspullover entstehen, in Kürze. 

8. Die richtige Frisur für statisch aufgeladene Haare: der Zopf

Sollte all das nichts helfen, können wir unsere Haare immer noch im Zopf tragen oder eine andere stylische Frisur frisieren. Ein geflochtener Zopf oder die Haare in Bubble-Optik frisiert ist nicht nur praktisch, sondern sieht auch noch super stylisch aus. Zudem erleben neben Haargummis und Tüchern auch Spangen momentan ein Revial und machen gerade an Festlichkeiten so richtig etwas her und halten die aufgeladenen Strähnen da, wo sie hingehören. Alles mit etwas Haarspray fixieren, sodass nicht mehr so schnell etwas fliegen kann.

Mit diesen Tipps sind wir für das nächste Schmuddelwetter bestens gerüstet und fliegende Haare dürften bald der Vergangenheit angehören. 😍

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