Hubert de Givenchy Designer: Alle Infos über den französischen Modeschöpfer

Hubert de Givenchy Designer: Alle Infos über den französischen Modeschöpfer

Das Modehaus Givenchy gehört seit der Gründung 1952 zu einer festen Größe in der Fashion-Welt und hier erfahrt ihr alles über den Designer, der hinter dem Namen steckt: Hubert de Givenchy.

Neben Cristóbal Balenciaga, Yves Saint Laurent, Christian Dior und Coco Chanel zählt Hubert de Givenchy zu den größten Designern des 20. Jahrhunderts. In der Modewelt ist er eine Legende, die nicht nur die Mode der 1950er und -60er maßgeblich geprägt hat. Sein Name steht auch heute noch für seine klaren und eleganten Silhouetten, knallige Farben und Fashion-Mut. "Le Grand Hubert", wie er oft genannt wurde, und sein Einfluss auf die Fashion-Industrie ist unverkennbar und das französische Traditionshaus zählt nach wie vor mit seinem Repertoire an Haute Couture, Prêt-à-porter, Accessoires sowie Parfum und Kosmetik zu einer festen Größe in der Branche. Wenn das nicht ein triftiger Grund ist, das Spotlight auf das Leben – von den Anfängen bis zum Tod – und den Einfluss von Hubert de Givenchy zu werfen und die Marke genauer unter die Lupe zu nehmen ...

Wer war Hubert de Givenchy?

Hubert James Marcel Taffin de Givenchy wurde am 20. Februar 1927 in Beauvais, Frankreich, geboren. Schon als kleiner Junge war Givenchy von der Mode begeistert und im Alter von 17 Jahren zog es ihn schließlich nach Paris. Dort besuchte er erst die renommierte École des Beaux-Arts und arbeitete dann für bekannte Designer wie Jacques Fath, Robert Piguet, Lucien Lelong und Elsa Schiaparelli. 1952 war es schließlich so weit und Hubert de Givenchy stellte seine erste eigene Couture-Kollektion vor. 

Im Jahr darauf lernte der junge Designer schließlich Cristóbal Balenciaga kennen. Als sein Mentor und Freund unterstützte er Hubert de Givenchy und half ihm dabei, sein Pariser Modehaus in den 1950ern zu etablieren. Good to know: Nachdem Cristóbal Balenciaga 1968 in den Ruhestand ging, empfahl er seinen Kundinnen Givenchy. 

Hubert himself arbeitete bis 1995 als kreativer Leiter für die Marke, setzte sich dann allerdings auch zur Ruhe. Doch danach arbeitete er weiter, hatte unter anderem die Position des Präsidenten der französischen Division des World Monuments Fund inne, setzte sich für den Erhalt der Gartenanlagen vom Schloss Versailles ein und war Präsident der Cristóbal Balenciaga-Stiftung. Am 10. März 2018 verstarb der Designer Hubert schließlich mit 91 Jahren.  

Die Muse von Hubert de Givenchy: Audrey Hepburn

Viele Stars wie Lauren Bacall, Greta Garbo, Elizabeth Taylor, Jacqueline Kennedy Onassis oder Wallis Simpson zählten zu der treuen Kundschaft von Hubert de Givenchy. Doch für den französischen Designer gab es nur eine Muse: Audrey Hepburn. In den 1950ern und -60ern stattete er die Schauspielerin mit Kleidern, Kostümen und Mix-and-Match-Teilen für zahlreiche ihrer Filme wie "Sabrina", "Ein süßer Fratz" oder "Frühstück bei Tiffany" sowie für öffentliche Auftritte aus und prägte somit ihren knabenhaften, eleganten Stil maßgeblich. Doch die beiden verband mehr als nur die Mode ... Im Laufe der Jahre entwickelte sich eine tiefe Freundschaft zwischen dem Modedesigner und der Schauspielerin, die bis über ihren Tod 1993 anhielt.

"Seine Kleider sind die einzigen, in denen ich ganz ich selbst bin. Er ist weit mehr als ein Modeschöpfer; er erschafft Persönlichkeiten." – Audrey Hepburn über Hubert de Givenchy

© Getty Images

Die Chefdesigner von Givenchy

Von 1952 bis 1995 hatte Hubert de Givenchy die kreative Leitung seines Modehauses mit Sitz in Paris inne, bis der Modeschöpfer sich schließlich zurückzog. In den darauf folgenden Jahren traten bis heute vier weitere Designer in die Fußstapfen des legendären Couturiers und kreierten Kollektionen für das französische Traditionshaus. Einen Überblick folgt nun:

  • 1996 bis 1997: John Galliano
  • 1997 bis 2001: Alexander McQueen
  • 2001 bis 2005: Julien Mac Donald
  • 2005 bis heute: Riccardo Tisci

Die besten Givenchy-Kollektionen

Jedes Jahr bringt das Pariser Label Givenchy mehrere Kollektionen – von Prêt-à-porter bis Haute Couture – auf den Markt. Doch natürlich erfreut sich die eine oder andere Linie des französischen Modehauses besonders großer Beliebtheit. Dazu zählen unter anderem die ersten Kollektionen von Hubert de Givenchy, doch auch die Linien des aktuellen Chefdesigners Riccardo Tisci sorgen jede Saison aufs Neue für Begeisterung, da er es schafft, den klassischen Stil des Labels mit modernen Elementen zu kombinieren. So behält die Marke ihre unverkennbare Handschrift, gerät allerdings niemals in Vergessenheit und kann mit den neusten Entwicklungen der Modewelt und aufstrebenden Jungdesigner:innen mithalten.

Die beliebtesten Givenchy-Teile

Ganz klar: Eines der bekanntesten Teile des französischen Modelabels ist das schwarze Etuikleid, das Audrey Hepburn als Holly Golightly in dem Film-Klassiker "Frühstück bei Tiffany" trägt. Hubert de Givenchy zählte zu den ersten Modedesignern, die den Begriff "das kleine Schwarze" mit seinen Designs prägten. 

Neben diesem ikonischen "Frühstück bei Tiffany"-Dress, welches immer ein Symbol der Verbundenheit zwischen Audrey Hepburn und Hubert de Givenchy sein wird, gibt es natürlich auch noch andere Teile des Labels, welche zu absoluten Klassikern avanciert sind und auch tatsächlich verkauft werden. Neben den Parfums wie L'Interdit von Givenchy, zählt auch das Handtaschen-Modell "Antigona", welches unter der kreativen Leitung von Riccardo Tisci entstand, seit über zehn Jahren zu den absoluten Bestsellern – genauso wie die Teile limitierter Kollektionen.

Givenchy und LVMH

In der Modewelt und der Luxusgüterindustrie ist der Name LVMH (Moët Hennessy – Louis Vuitton) eine feste Größe. Das börsennotierte Unternehmen, welches 1987 gegründet wurde, hat die Rechte an zahlreichen Brands wie Louis Vuitton, Celine, Kenzo, Loewe, Marc Jacobs, Fendi oder auch Givenchy. Seit 1987 gehören die Parfümsparte und seit 1988 auch der Modebereich von Givenchy zu LVMH. 

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