Das kleine Schwarze: Wie ein Kleid zum Modeklassiker wurde

Das kleine Schwarze: Wie ein Kleid zum Modeklassiker wurde

Das kleine Schwarze ist einfach ein modischer Evergreen, den so gut wie jede Frau in ihrem Kleiderschrank hängen hat. Wir verraten euch, wie der Modetrend entstanden ist.

Die aktuellen Runways zeigen die Frühjahr/Sommer-Kollektionen 2022 mit bunten und pastelligen Tönen. Aber eines sticht bei verschiedenen Designer:innen wie bei Christian Siriano, Chanel oder Christian Dior heraus: das kleine Schwarze. Auch in diesem Jahr wird der Modeklassiker vielseitig interpretiert und Modehäuser zeigen, wie innovativ der modische Evergreen ist. Doch was hat es mit dem langlebigen Trend auf sich? Das kleine Schwarze hat eine lange Geschichte mit verschiedenen Mythen. Alles was ihr zum kleinen Schwarzen wissen müsst und wieso das Dress bis heute ein absolutes Must-have ist, erfahrt ihr hier.

Die Geschichte des kleinen Schwarzen

"Dieses schlichte Kleid wird eine Art von Uniform für alle Frauen mit Geschmack werden", hat Coco Chanel 1926 einmal gesagt. Sie veröffentlichte zu der Zeit einen Entwurf eines schwarzen Etuikleides, welcher eine Zeichnung eines schmal geschnittenen Kleides aus schwarzer Seide war, mit engen Ärmeln und kniebedeckt. Was zunächst nur eine Idee war, wurde 1927 Wirklichkeit, indem Coco Chanel das erste "Kleine Schwarze" aus Woll-Jersey mit plissiertem Rock herausbrachte. Das Kleid sollte als Symbol für eine neue, moderne Typ Frau gelten und steht bis heute für Eleganz und Selbstbewusstsein.

Coco Chanel
© Getty Images

Kult: Das kleine Schwarze in "Frühstück bei Tiffany"

Als Holly Golightly alias Audrey Hepburn in "Frühstück bei Tiffany" direkt nach dem Aufstehen sich ein schwarzes ärmelloses Kleid überstreift, sich ihren großen Hut aufsetzt und ihre Perlenohrringe anzieht, verkörpert sie komplette Eleganz und verhalf dem kleinen Schwarzen direkt zum Kultstatus. 1961 schneiderte Hubert de Givenchy extra für Audrey Hepburn das schwarze Dress und machte so das kleine Schwarze im Film "Frühstück bei Tiffany" berühmt. Im Jahr 2006 wurde das Kleid bei einer Auktion versteigert und brachte eine gigantische Summe von 600.000 Euro ein.

Audrey Hepburn in Frühstück bei Tiffany
© Getty Images

Das kleine Schwarze: Designerstück für die Ewigkeit

Zur Capsule Garderobe einer jeden Frau gehören neben hochwertigen Basics auch ein schwarzes Kleid. Grund dafür ist, dass das kleine Schwarze wie eine leere Leinwand erscheint und vielseitig kombinierbar ist – ob casual ins Büro oder super elegant zu einem besonderen Anlass. Ob Marilyn Monroe, Brigitte Bardot, Kate Moss oder Sarah Jessica Parker – die Stars tragen den Modeklassiker auf roten Teppichen oder in Filmen und zeigen, wie vielseitig man das schwarze Kleid tragen kann.

Der Mythos um das kleine schwarze Kleid

Im 19. Jahrhundert war ein schwarzes Kleid für trauernde Witwen von Kriegsgefallenen gedacht. Erst später ging das Schwarz als Farbe der Verführung und als Ausdruck der Persönlichkeit in die Modegeschichte ein. Das kleine schwarze Kleid von Coco Chanel soll damals ebenfalls ein Ausdruck von ihrer Trauer gewesen sein, da sie unglücklich in der Liebe war und von ihrem damaligen Verlobten verlassen wurde. Viele glauben daher, dass die Modeschöpferin die Fashionwelt durch das schlichte Design an ihrem Leben und ihrem Kummer teilhaben lassen wollte.

Stoffe und Stile

Das kleine Schwarze gilt als "klein" da, es klassisch als Etuikleid geschnitten ist und stets knapp über dem Knie endet. Beliebte Stoffe für das kleine schwarze Dress sind Chiffon, Viskose, Seide und Satin. Heutzutage sieht man das "little black dress" aber auch vielseitig designt und in verschiedenen Schnitten auf dem Runway wie als Cocktailkleid, mit Spitze, mit Stehkragen, langärmlig oder verziert mit Pailletten.

So kombiniert ihr das kleine Schwarze

Das kleine Schwarze kann mega vielseitig kombiniert werden. Das liegt an den verschiedenen Schnitten und Stoffen, in denen das Kleid daherkommt. Ein lockeres schwarzes Dress sorgt zum Beispiel für viel Bewegungsfreiheit. Für den Abend kann das kleine Schwarze wiederum aus schimmernder Seide oder Satin sein. Wir sagen euch, wie ihr das Kleid zu verschiedenen Anlässen stylen könnt.

  • Casual: Ja, ihr habt richtig gelesen. Ein schwarzes Kleid kann man auch im Alltag tragen! Das kleine schwarze Dress wird heutzutage vielseitig geschneidert und in der Freizeit eignet sich ein locker geschnittenes Kleid. Um den Look casual abzurunden, eignen sich weiße Sneaker oder auch schwarze Boots und zum Beispiel ein Rucksack. Im Frühling und Sommer könnt ihr euch eine lässige Jeansjacke überwerfen für einen coolen Streetstyle.
  • Business: Im Büro eignet sich das klassische kleine Schwarze im Audrey Hepburn-Stil. Ein eng anliegendes Etuikleid sollte über das Knie gehen und zaubert mit hohen Pumps eine wunderschöne Silhouette und lange Beine. Obenherum muss es nicht im All-Black-Look bleiben. Für einen Farbtupfer kann zum Beispiel ein heller Blazer in zarten Pastell- oder Cremetönen eine gute Wahl sein.
  • Event: Falls nach euerem Büro-Tag direkt ein Event ansteht, könnt ihr euer Kleid einfach anlassen und mit einer Clutch und glitzerndem Schmuck aufwerten. Aber das kleine Schwarze kommt auch als Cocktailkleid oder mit Spitze daher. Ein schwarzes Cocktailkleid zaubert eine wunderschöne Figur in Kombination mit High-Heels im angesagten Cinderella-Stil und ihr werdet direkt zum Hingucker auf jeder Party.

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