Seidenkleider: Alles, was ihr über den feinen Stoff wissen müsst

Seidenkleider: Alles, was ihr über den feinen Stoff wissen müsst

Traumhaft fließender und glänzender Stoff? Die Rede ist vom sanftem Naturgewebe Seide. Wir verraten euch alles zu dem edlen Stoff und welche Seidenkleider im Trend sind.

Seit mehr als 5000 Jahren versorgen uns Schmetterlinge, die als Seidenmotten oder Maulbeerspinner bekannt sind, mit zarten Seidenfäden. Glänzende Rohseide wird hauptsächlich zu Blusen, Shirts und Kleidern verarbeitet. Zusammen mit Leinen und Baumwolle ist es der perfekte Stoff für den Sommer. Dank seiner kühlen Wirkung hält euch das Naturmaterial an heißen Tagen kühl, ist atmungsaktiv und sieht wunderbar edel aus.

Woher kommt der seidene Stoff?

Seide ist eine Faser tierischen Ursprungs, da sie aus Seidenraupenkokons gewonnen wird. Diese Faser ist die einzige Faser im Tierreich, die in Form von endlosen Fäden vorliegt. Sie besteht aus Proteinen und stammt ursprünglich aus China. China ist bis heute der Hauptproduzent von Seide, aber auch andere Länder wie Indien, Japan und Italien sind im Seidenhandel etabliert. Der Importe der Seide hängen mit dem großen Aufwand in der Zucht von den Raupen zusammen. Seidengewebe gilt als sehr robust und reißfest und ist auch unter anderen Namen bekannt wie Chiffon, Brokat, Dupionseide, Organza, Plissee, Satin, Seidentwill und Taft.

Seidenkleider für den Sommer

Seidenkleider haben einen kühlenden Effekt und sind deshalb prima für die warmen Temperaturen und jeden Anlass geeignet. Durch den fließenden und glänzen Stoff sind Seidenkleider im Sommer immer ein Hingucker. Supersexy sind Kleider mit einem offenen Rücken. Seidenkleider kommen meist mit einer auffallenden Schnürung am Rücken oder komplett frei daher. Ebenfalls toll für den Sommer sind Seidenkleider mit Flatterärmeln und einem tiefen V-Ausschnitt. Der Kimono-Style ist in jedem Jahr wieder im Trend. Falls ihr ein Fan von Maxikleidern seid, sind Seiden-Maxikleider perfekt für euch. Einfach überstreifen und schon seid ihr bereit für den Sommer. Superschön sind dabei Details wie ein tiefer V-Ausschnitt, eine elastische Taille und filigrane Träger. Im Sommer sind Farben wie rosa, orange, weiß und grün besonders angesagt bei Seidenkleidern.

Das ist das absolute Trendkleid

Slipdresses waren schon in den 90ern bekannt und sind die absoluten Trendkleider. Slip-Kleider sind gerade oder in A-Linie geschnitten, haben feine Spaghetti-Träger und erinnern schon fast an ein feines Seidennachthemd. Die Kleider sind absolut alltagstauglich und Stars wie Emily Ratajkowski machen es vor. Das Slipdress ist einfach superromantisch und sexy zugleich, da der Stoff edel am Körper hinunterfließt. Falls euch das Kleid ein Tick zu sexy im Alltag ist, könnt ihr einfach ein Kleidungsstück drunter ziehen wie ein weißes T-Shirt oder Longsleeve.

Welche Seide ist die richtige für ein Brautkleid?

Für ein Brautkleid ist Seide aus Organza die richtige Wahl, sie ist aber auch sehr empfindlich. Deshalb verwendet man meistens Organza aus synthetischen Fasern. Frauen lieben momentan besonders angesagte Brautkleider im Neckholder-Stil à la Hailey Bieber. Ein Neckholder-Stehkragen und ein Beinschlitz sehen besonders edel und sexy zugleich aus.

Wie wäscht man ein Seidenkleid?

Ein Seidenkleid ist sehr sensibel und sollte auch so behandelt werden, damit ihr lange etwas davon habt. Um nichts falsch zu machen, empfiehlt es sich immer, das Lieblingseidenkleid in die Reinigung zu geben.

  • Handwäsche: Falls ihr euer Kleid lieber zu Hause waschen möchtet, solltet ihr auf Handwäsche setzen. Dabei ist es wichtig, den Stoff nicht zu rubbeln oder zu reiben. Am besten füllt ihr einen Eimer oder euer Waschbecken mit Wasser und etwas Waschmittel. Dann weicht ihr das Kleid für ungefähr 3-5 Minuten ein und lasst dann klares Wasser über den Stoff laufen, um das Waschmittel auszuwaschen. Wichtig ist unbedingt auf die Seidenart zu achten. Dupion-Seide zum Beispiel geht direkt ein, wenn der Stoff mit Wasser in Berührung kommt. Da empfiehlt sich eher eine Trockenreinigung. Beim Waschmittel solltet ihr auf spezielles Seidenwaschmittel achten. Ihr solltet auch auf keinen Fall eurer geliebtes Seidenkleid mit Wollwaschmittel waschen. Das hinterlässt nämlich rückfettende Substanzen auf dem Stoff, sodass die Seide nicht mehr schön aussieht am Ende.
  • Waschmaschine: Einige Seidenstoffe dürfen in der Waschmaschine gewaschen werden, deshalb schaut vorher immer auf das Etikett. Ihr müsst aber immer darauf achten, dass Seidenstoffe bei höchstens 30 °C und in einem Wäschesack gewaschen werden sollten. Wenn eure Waschmaschine ein Seiden-Waschprogramm hat, wählt das am besten aus. So wird der Stoff besonders schonend gewaschen.

So trocknet man Seide richtig

Wenn ihr euer Seidenkleid gewaschen habt, solltet ihr es auf keinen Fall auswringen. Seide ist im nassen Zustand sehr empfindlich. Am besten drückt ihr euer Kleidungsstück leicht auf einem Handtuch aus und trocknet es dann im Liegen. Ganz wichtig: Seide nie in der Sonne trocknen lassen. Die UV-Strahlung kann dem Seidenkleid den Glanz entziehen und der Stoff kann brüchig werden.

Wie bügelt man den Stoff?

Ja, ein Seidenkleid kann man bügeln. Aber bitte mit Vorsicht! Beim Bügeln solltet ihr darauf achten, dass das Kleidungsstück immer leicht feucht und das Bügeleisen nicht zu heiß eingestellt ist. Außerdem sollte man das Seidenkleid immer von der Rückseite bügeln. Falls ihr Angst habt, euer Kleid zu ruinieren und keine Bügelprofis seid, könnt ihr euer Kleid auch ganz einfach wenn ihr das nächste Mal duscht, ins Badezimmer hängen. Durch die Feuchtigkeit gehen Falten meist ganz von allein raus.

Quellen: jeans-meile.de, peter-hahn.de

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