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Brust-OP: Welche Risiken entstehen bei einer Brustvergrößerung wirklich?

Von GRAZIA am Donnerstag, 9. September 2021 um 16:31 Uhr

Du denkst schon länger darüber nach, eine Brustvergrößerung vornehmen zu lassen? Damit bist du nicht allein. Allerdings lassen sich viele Frauen durch vermeintliche Risiken von der gewünschten Operation abschrecken. Doch wie riskant ist eine Brust-OP wirklich?

Brustvergrößerungen sind die beliebtesten Schönheits-OPs

Brustvergrößerungen sind nicht nur unter Stars und Sternchen besonders beliebt. Auch unter "normalen" Frauen stellen sie eine der beliebtesten und am häufigsten durchgeführten Schönheits-OPs dar. Allein aufgrund ihrer Beliebtheit hat sich die Brustvergrößerung daher über die Jahre zu einem echten Routineeingriff entwickelt. Viele Tausende Frauen machen mit dem klassischen Boob Job gute Erfahrungen – nur selten machen Berichte über Komplikationen oder Risiken die Runde.

Doch bedeutet das wirklich, dass eine Brustvergrößerung mit Silikonkissen ein vollkommen risikofreier Eingriff ist? Oder bringt die OP Risiken mit sich, die vor dem Eingriff zu bedenken sind?

Jede Operation birgt ein Risiko 

Eine Brustvergrößerung bringt – genauso wie alle anderen Operationen, die unter Vollnarkose durchgeführt werden – ein Risiko. Schließlich wird die Patientin für die Dauer des Eingriffs in einen künstlichen "Tiefschlaf" versetzt. So spürt sie weder Schmerzen noch bekommt von dem Eingriff etwas mit.

Allerdings birgt jede Vollnarkose – egal, ob sie bei einer Brustvergrößerung oder bei einer Weisheitszahn-OP zum Einsatz kommt – ein gewisses Risiko. Genau aus diesem Grund findet jedoch vor jeder Brust-OP ein ausführliches Beratungsgespräch mit dem behandelnden Arzt statt. Während des Gesprächs ist es wichtig, den Arzt über eventuell vorhandene Vorerkrankungen, gesundheitliche Beschwerden oder regelmäßig eingenommene Medikamente zu informieren. Mithilfe dieser Informationen kann die Narkose dann genau auf die Bedürfnisse der Patientin abgestimmt werden. Das trägt dazu bei, das OP-Risiko so gering wie möglich zu halten. 

Sollte der Arzt eine Vollnarkose aufgrund vorhandener Vorerkrankungen oder sonstiger gesundheitlicher Beschwerden für zu risikoreich erachten, wird er der Patientin von dem Eingriff abraten.  

Nach einer Brust-OP ergeben sich nur in den seltensten Fällen Probleme 

Ist die Operation zur Brustvergrößerung gut verlaufen, kann es nur in sehr seltenen Fällen zu Komplikationen nach der Operation kommen. Diese können sich in Ausnahmefällen ergeben, weil es sich bei den in den Körper eingebrachten Silikonkissen um Fremdkörper handelt. In Ausnahmefällen können sie daher Abstoßungsreaktionen des Körpers auslösen. 

Diese Abstoßungsreaktionen sind nicht gefährlich. Vielmehr bestehen sie in der verstärkten Bildung einer Bindegewebskapsel rund um das Brustimplantat herum. Obwohl die Kapselfibrose in erster Linie ein ästhetisches Problem darstellt, muss sie dennoch behandelt werden. Tritt sie auf, macht sie daher eine weitere OP erforderlich. Spezialisten für Brustvergrößerung wie etwa der Düsseldorfer Chirurg Dr. med. Christoph Reis bestätigen jedoch, dass das Risiko einer Abstoßungsreaktion bei professionell durchgeführten Brust-OPs, gerade unter Verwendung qualitativ hochwertiger Premium-Implantate "made in Germany", verschwindend gering ist. 

Stillen und Krebsvorsorge sind auch mit Brustimplantaten möglich 

Viele Frauen befürchten, dass sich eine Brustvergrößerung nachteilig auf ihre Stillfähigkeit oder die Möglichkeit der Brustkrebsvorsorge auswirken könnte. Diese Befürchtungen sind allerdings weitestgehend unbegründet:

Gängige Brustkrebs-Vorsorgeuntersuchungen wie Ultraschalluntersuchungen oder Mammographien können trotz vorhandener Silikonimplantate problemlos durchgeführt werden. Auch die Untersuchungsergebnisse werden nicht negativ beeinflusst. Sinnvoll ist es lediglich, den behandelnden Arzt vor der Untersuchung auf die Implantate hinzuweisen. Die Untersuchung kann dann unter Zuhilfenahme spezieller Techniken durchgeführt werden. Auf diese Weise lassen sich verfälschte Untersuchungsergebnisse ausschließen. 

Die Stillfähigkeit wiederum wird durch eine Brustvergrößerung in den allermeisten Fällen ebenfalls nicht negativ beeinflusst. Das hängt insbesondere damit zusammen, dass die heute angewendeten Operationsverfahren sehr schonend sind.

Die richtige Nachbehandlung minimiert das Risiko möglicher Komplikationen

Damit nach einer Brustvergrößerung keine Komplikationen entstehen, geben Chirurgen ihren Patientinnen regelmäßig wichtige Tipps, die nach der OP unbedingt beachtet werden sollten:

  •  Nach einer Brustvergrößerung bleibt die Patientin regelmäßig über Nacht in der Klinik. Das sorgt für maximale Sicherheit und garantiert eine optimale Versorgung direkt nach der Operation. Die Übernachtung im Krankenhaus ist immer empfehlenswert – obwohl es den meisten Patientinnen schon wenige Stunden nach der OP sehr gut geht.
  • Kurz vor der Entlassung aus der Klinik wird die Brust für einige Tage mit einem Spezialtape getaped. Hierdurch wird der Entstehung von Schwellungen und Hämatomen vorgebeugt.
  • Zu Hause angekommen, müssten Patientinnen darauf achten, für etwa 2 Wochen keine schweren Gegenstände zu heben und keine Vollbäder zu nehmen. 
  • Auf Sport und schwere körperliche Arbeit sollte für mindestens 4 Wochen verzichtet werden.
  • Um den Heilungsprozess zu unterstützen, sollte für 6 bis 8 Wochen nach der Operation ein spezieller Stütz-BH getragen werden. Zusätzlich dazu kann, in den ersten 2-4 Wochen, auch ein stützender Brustgurt verwendet werden.
  • Auf Saunabesuche oder Tauchen sollte nach der Operation für 4 Monate verzichtet werden. 

Werden diese und eventuell weitere Tipps des Chirurgen beachtet, ist das Risiko von Komplikationen nach einer Brustvergrößerung minimal. Die Operation kann dann als risikoarmer Routineeingriff angesehen werden. Zu bedenken ist aber selbstverständlich, dass eine Brustvergrößerung – genauso wie alle anderen operativen Eingriffe – nie komplett risikofrei sein kann. 

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