Brustvergrößerung: Alles, was ihr vor dem Eingriff wissen solltet

Brustvergrößerung: Alles, was ihr vor dem Eingriff wissen solltet

Ihr denkt schon länger über eine Brustvergrößerung nach? Dann haben wir alles Wissenswerte für euch zusammengestellt und klären euch über die Kosten, Risiken und alles Weitere auf.

Unsere Körper sind alle ganz unterschiedlich und genauso vielfältig sind natürlich auch unsere Brüste. Je nach genetischer Veranlagung, dem Gewicht, unserem Alter oder auch dem Hormonhaushalt variiert ihre Optik. Gerade diese Mannigfaltigkeit macht natürlich jeden Körper zu etwas ganz Besonderem.

Allerdings bedeutet das nicht, dass jede*r mit seinem Körper wunschlos glücklich ist oder sein muss. Noch immer zählt zwischen boomenden Schönheitsoperationen die Brustvergrößerung zu den am stärksten nachgefragten Prozeduren. Aber wann genau ist eine Brust-OP sinnvoll? Was kostet der Eingriff überhaupt und welche Risiken sollte man kennen? Wir haben uns genauer diesem Thema gewidmet und erklären euch alles dazu.

Was können die Gründe einer Brustvergrößerung sein?

Erst einmal widmen wir uns den Beweggründen, die hinter einer solchen Prozedur stecken. Im Grunde können es ganz verschiedene Ursachen sein. Wird die eigene Brust als zu klein wahrgenommen, sind die Brüste asymmetrisch, erschlafft, weisen eine Fehlform auf oder soll nach einer Krebserkrankung eine Brustrekonstruktion vorgenommen werden? Jede Frau hat ihren ganz eigenen Grund, der sie zu diesem Schritt bewegt und kann nur selbst für sich wissen, ob die Entscheidung die richtige ist. Letztendlich ist nur eines wichtig: Eine Brustvergrößerung sollte der eigene Wunsch sein und nicht durch andere bestimmt werden.

Wer schließlich eine Brustvergrößerung in Erwägung zieht, der sollte eine Klinik auswählen, die mit positiven Erfahrungsberichten überzeugen kann. In einem Vorgespräch könnt ihr dann feststellen, ob ihr euch bei dem*der behandelnden Facharzt*Fachärztin wohlfühlt und ihr die Operation hier als Patientin durchführen lassen möchtet.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden?

Um eine Brust-OP durchführen zu lassen, muss erst einmal die Volljährigkeit der Patientin erreicht worden sein. Allerdings ist in diesem Alter oftmals das Wachstum des Körpers nicht vollständig abgeschlossen, weshalb es ratsam ist, noch weiter abzuwarten. Zwischen 18 und 22 Jahren ist deshalb auch die Operation nur unter Vorbehalt der ärztlichen Fachkräfte möglich. Zudem sollten natürlich eine Schwangerschaft oder Erkrankungen der Brust ausgeschlossen werden. Allergien oder eine erhöhte Sensibilität gegenüber bestimmten Materialien kann zudem dazu führen, dass eine Brustvergrößerung nicht möglich ist.

Neben der beschriebenen körperlichen Voraussetzung ist auch die psychische wichtig. In einem Beratungsgespräch Beweggründe, Risiken und Folgen abzuklären, ist deshalb unabdingbar.

Welche Methoden der Brustvergrößerung gibt es?

Tatsächlich ist Brustvergrößerung nicht gleich Brustvergrößerung. Grundsätzlich werden zwei Techniken unterschieden: Die Vergrößerung mit Implantaten und eine Erhöhung des Volumens durch Eigenfett.

1. Brustvergrößerung durch Implantate

Entscheidet ihr euch für Implantate, dann können solche mit Silikon oder Kochsalzlösung infrage kommen. Wünsche zur Form, dem Füllmaterial und der Größe der Brüste können hierbei mit dem*der Arzt*Ärztin besprochen werden. Wichtig ist natürlich, dass das Ergebnis zur Figur passt.

Zudem entscheiden euer Brustgewebe, eure Haut und auch der Brustkorb über die mögliche Größe bzw. Grammzahl. Lasst euch beim Gewicht des Implantats eingehend beraten und werft einen Blick auf Vorher-Nachher-Bilder anderer Patient*innen, um ein besseres Gefühl zu bekommen. Interessant zu wissen: Das Volumen der möglichen Implantate liegt zwischen 80ml und 600ml. Im Schnitt liegt die gewählte Grammzahl der Patient*innen in Deutschland bei 300ml.

Noch ein wichtiger Punkt: die Form der Implantate. Unterschieden wird von Fachärzten zwischen runden und tropfenförmigen Brustimplantaten. Als natürlicher wird die Tropfenform empfunden. Aus diesem Grund sprechen Ärzte bei ihnen auch von anatomischen Implantaten. Welche die richtig für euch ist, findet ihr in Abstimmung mit dem*der Mediziner*in heraus.

Neben der Art der Beschaffenheit und Form der Brustimplantate wird auch bei deren Platzierung unterschieden. Entweder können diese unter oder über dem Brustmuskel gesetzt werden. Abhängig ist der Ort insbesondere vom eigenen Brustgewebe. Ist genügend davon vorhanden, kann das Implantat über den Muskel und unter die Brustdrüse gelegt werden. Ist das Gewebe allerdings zu wenig, dann sollte es unter den Brustmuskel gesetzt werden. So wird dafür gesorgt, dass sich das Implantat nicht durch die Haut abzeichnet.

2. Brustvergrößerung durch Eigenfett

Ein Fremdkörper wie Implantate kommt für euch nicht infrage? Dann könnt ihr auch auf eine Eigenfett-Therapie – auch Lipofilling genannt – setzen. Aus dem Oberschenkel, dem Bauch und der Hüfte entnimmt der*die Facharzt*Fachärztin bei diesem Verfahren Fettgewebe. Dieses wird schließlich dahingehend bearbeitet, dass nur noch Fett- und Stammzellen bestehen, die in die Brüste injiziert werden.

Was kostet eine Brustvergrößerung?

Nicht ganz unwichtig: die Kosten einer Brustvergrößerung. Diese stehen in Abhängigkeit von der Methode, die ihr für eure Operation wählt, sowie auch der Klinik, für die ihr euch entscheidet. In den meisten Fällen könnt ihr mit 3.000 bis 6.000 Euro rechnen. Allerdings können die Kosten auch größer ausfallen, wenn beispielsweise eine Bruststraffung notwendig ist.

Welche Risiken birgt eine Brustvergrößerung?

Obwohl die Brust-OP längst Routine ist, ist sie nicht frei von Risiken für die Patentin, sodass Komplikationen auftreten können. Insbesondere wenn Frauen ein erhöhtes Risiko haben, an Brustkrebs zu erkranken, sollte die Prozedur nicht in Erwägung gezogen werden, da aufgrund eingesetzter Implantate eine Krebsdiagnose erschwert wird. Außerdem können durch die Brustvergrößerung auch Infektionen entstehen oder die Wundheilung zum Problem werden sowie eine Verkapselung auftreten.

Die Kapselfibrose zählt zu den häufigsten Risiken nach dem Einsetzen von Brustimplantaten aus Silikon. Die Kapsel verhindert das Verrutschen des Implantats. Kommt es zu einer Verdickung oder Verhärtung dieser, handelt es sich um eine Kapselfibrose, welche das Implantat verformen und die Brust verhärten kann. Immer wieder neue Technologien minimieren jedoch das Risiko von Komplikationen – gleich null ist es aber für die Patientin nicht.

Wie lange dauert die Erholung nach der OP?

Gerade die ersten Tage nach der Brust-OP verspüren die Patient*innen häufig große Schmerzen. Eine ärztliche Krankschreibung impliziert dies aber nicht, da es ein ästhetischer Eingriff ist, für den Urlaub genommen werden muss. Nachdem der Verband entfernt wird, muss zunächst ein Stütz-BH Tag und Nacht für etwa einen Monat getragen werden. Während dieser Zeit und insgesamt vier bis sechs Wochen nach der Operationen sollte auf Sporteinheiten verzichtet werden – insbesondere solche, die den Oberkörper trainieren.

Am besten besprecht ihr das Ganze allerdings mit eurem*eurer Arzt*Ärztin und haltet euch an seine Empfehlung. Dieser wird euch sicher auch empfehlen, auf dem Rücken zu schlafen, damit die Brust entlastet wird.

Ganz wichtig: Ob eine Brustvergrößerung wirklich für euch infrage kommt, könnt nur ihr selbst wissen. Ihr solltet euch aber ausreichend Gedanken über den risikobehafteten Eingriff machen und nicht vorschnell handeln. 

Verwendete Quellen: brustoperation-vergleich.de, focus-arztsuche.destatista.complastischechirurgie-koeln.comschlosspraxis-bruehl.de

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