Brustverkleinerung: Alle Infos zur Mamma-Reduktion

Brustverkleinerung: Alle Infos zur Mamma-Reduktion

Oftmals hört man Frauen von einer Brustvergrößerung sprechen, doch es gibt unter den Schönheitseingriffen auch das Gegenteil: die Brustverkleinerung. Und alles, was ihr über die sogenannte Mamma-Reduktion wissen solltet, lest ihr hier.

In den vergangenen fünf Jahren lag die Brustvergrößerung mit Implantaten immer unter den Top 3 Schönheits-OPs in Deutschland. Geht es um die weibliche Brust, wird diese oftmals eben mit einer üppigen Größe assoziiert. Doch blickt man einige Plätze weiter nach unten, dann wird deutlich, dass es ebenso Frauen gibt, die nicht auf eine größere Oberweite, sondern auf eine kleinere aus sind. Brustverkleinerungen lagen in diesem Zeitraum nämlich auch immer unter der Top 10 der am häufigsten durchgeführten Schönheitseingriffe – genauer gesagt zwischen Platz 5 oder 6. Grund genug, um diese Beauty-Op, die unter Fachleuten auch Mamma-Reduktion genannt wird, genauer unter die Lupe zu nehmen: von dem Ablauf und die verschiedenen Methoden des Eingriffs über die Risiken bis hin zu den Kosten.

Was ist eine Brustverkleinerung?

Wie der Name bereits deutlich macht, handelt es sich bei einer Brustverkleinerung um einen chirurgischen Eingriff unter Vollnarkose, bei dem die Brüste verkleinert werden. Die Kurzfassung: Unter Vollnarkose werden überschüssiges Fett- und Drüsengewebe sowie Haut im Unterbrustbereich entnommen und die Brust in eine neue und kleinere Form modelliert. Für ein harmonisches Gesamtbild der Oberweite werden übrigens auch noch die Brustwarzen entsprechend versetzt. 

Für wen eignet sich eine Brustverkleinerung?

Frauen mit einer Körbchengröße A oder B gehören eher seltener zu der Zielgruppe für eine Brustverkleinerung. Ladies, die allerdings von Natur aus eine sehr üppige Oberweite haben, die nicht zum Körper passt, aufgrund derer sie sich in ihrem Body unwohl fühlen oder die sogar gesundheitliche Probleme wie eine Fehlhaltung und Rückenschmerzen verursacht, gehören eher zu dem Publikum, welches diesen Eingriff in Erwägung zieht. 

Der Ablauf einer Brustverkleinerung

Wer nun nicht nur die groben Fakten einer Brustverkleinerung haben möchte, für den folgt hier nun eine Schritt-für-Schritt-Erklärung, was genau bei der Mammareduktionsplastik passiert.

  1. Zuerst findet ein Beratungsgespräch mit einem Facharzt oder einer Fachärztin statt, indem euch erklärt wird, wie der Eingriff aussieht und welche Risiken damit einhergehen. Euer gesundheitlicher Zustand wird thematisiert, eure Brust wird vermessen und es wird bereits festgehalten, wie viel Gewebe entfernt werden und wie die Form aussehen soll. Auch Infos über die Vor- und Nachsorge einer Mamma-Reduktion erhaltet ihr während der Beratung. Und das Wichtigste: Ein OP-Termin wird bereits festgelegt.
  2. Sinnvoll ist es ebenfalls, vor dem Eingriff noch einen Ultraschall der Brust oder sogar eine Mammografie durchführen zu lassen, um eine Brustkrebserkrankung ausschließen und mit einer größeren Sicherheit den Eingriff antreten.
  3. In den zwei Wochen vor dem chirurgischen Eingriff müsst ihr schließlich auf einiges achten: Ihr solltet in dieser Zeit keine blutverdünnenden Medikamente wie Aspirin nehmen und auch hormonelle Mittel sollten gemieden werden. Auch die Einnahme anderer Medikamente sollte im Voraus mit dem Arzt oder der Ärztin besprochen werden. Zudem ist es ratsam, den Konsum von Alkohol und Nikotin zu reduzieren.
  4. Es ist so weit: Der Tag der Brustverkleinerungs-OP ist angebrochen. Bis zum Eingriff solltet ihr unbedingt nüchtern bleiben. Der Chirurg/die Chirurgin wird eure Brust einzeichnen, wo die Schnitte erfolgen sollen und die Brustwarze platziert wird und dann geht es schon los. Ihr bekommt eine Vollnarkose und in einem circa 2- bis 4-stündigen Eingriff werden überschüssiges Fettgewebe und Drüsengewebe sowie Haut entfernt, die Brüste in Form gebracht und gestrafft sowie die Brustwarzen richtig gesetzt. Ist das vollbracht, kommt ihr in einen Aufwachraum, um euch von der Vollnarkose zu erholen. In den kommenden ein bis drei Tagen müsst ihr schließlich noch in der Klinik unter Beobachtung bleiben, bis ihr nach Hause könnt. 

Die unterschiedlichen Methoden der Brustverkleinerung

Die Brüste von Frauen sind ganz individuell und so muss natürlich auch jede Verkleinerung ganz individuell an die Patientin und ihren Körper angepasst werden. Und genau daher gibt es auch unterschiedliche Methoden der Mamma-Reduktion. Dabei wird vor allem zwischen 3 verschiedenen Schnitt-Techniken unterschieden:

1. O-Schnitt (zirkuläre oder periareoläre Methode)

Beim O-Schnitt verläuft die Schnittführung einmal um die Brustwarze. Diese Methode eignet sich vor allem für Patientinnen, die nur wenig Hautüberschuss an der Brust haben und bei denen während der Verkleinerung nicht allzu viel Gewebe entfernt werden soll. Der Vorteil hierbei ist zudem, dass die Narbe kaum auffällt. 

2. I-Schnitt (vertikale Methode)

Der i-Schnitt verläuft dagegen als Strich mittig auf der Unterbrust, vertikal unterhalb der Brustwarze bis zur Unterbrustfalte. Diese Technik wird vorzugsweise bei Frauen mit etwas mehr Hautüberschuss angewandt, sodass eine Verkleinerung und gleichzeitig auch eine Bruststraffung optimal durchgeführt werden können. 

3. T-Schnitt (ankerförmige Methode)

Der T-Schnitt ist eine Kombination aus der O- und I-Methode. Fachärzte und Fachärztinnen in der Schönheitschirurgie nutzen diese Schnittführung bei Frauen mit einem starken Hautüberschuss und einer geplanten großen Entfernung von überschüssigem Gewebe. Aufgrund des vertikalen Schnitts an der Unterbrust kann überschüssige Haut ideal entfernt und die Hautoberfläche gestrafft werden. 

Diese Dinge solltet ihr nach der Brustverkleinerung beachten

Nach dem chirurgischen Eingriff eines Facharztes/einer Fachärztin, ist die Brustverkleinerung allerdings noch nicht vorbei. In den Wochen nach der OP solltet ihr ebenfalls noch einige Dinge beachten, um das Ergebnis des Eingriffs nicht negativ zu beeinflussen und eure Gesundheit zu schaden. Hier folgt nun ein kleiner Überblick:

  • geht zu den Nachsorge-Terminen 
  • habt ihr Schmerzen oder kommt euch etwas komisch vor, wendet euch an eure/n Arzt/Ärztin
  • schlaft nicht auf dem Bauch oder auf der Seite
  • vermeidet Überanstrengung
  • tragt einen medizinischen BH oder Stütz-BH
  • pflegt die Narben regelmäßig, damit diese schnell verheilen und 

Welche Vorteile hat eine Brustverkleinerung?

Eine Brustverkleinerung kann für Frauen, die vor dem Eingriff sowohl physisch als auch psychisch unter ihrer großen Brust gelitten haben, zahlreiche Vorteile mit sich bringen. Die Haltung kann durch die Verkleinerung der Oberweite nachhaltig positiv beeinflusst werden und demnach können Gelenk- und Rückenschmerzen gemindert werden. Gleichzeitig kann sich die psychische Gesundheit, die jahrelang unter dem Unwohlsein mit einer zu großen Brust gelitten hat, regenerieren. Die Patientinnen gehen mit mehr Leichtigkeit durchs Leben. Und auch das Styling können Frauen nach einer Brustverkleinerung oftmals mehr genießen – vorher haben sie oftmals ihr üppiges Dekolleté versteckt, um die Blicke nicht darauf zu ziehen, und nach dem Eingriff haben sie deutlich mehr Freiheiten. 

Diese Risiken birgt eine Brustverkleinerung

Wie jeder andere chirurgische Eingriff birgt natürlich auch die Brustverkleinerung gewisse Risiken, über die ihr allerdings im Vorfeld im Beratungsgespräch mit dem Arzt oder der Ärztin aufgeklärt werdet. Zu diesen Risiken zählen unter anderem folgende Dinge:

  • Schwellungen, Infektionen und Nachblutungen
  • Blutgerinnungsstörungen
  • Wundheilungsstörungen
  • Sensibilitätsstörungen der Brust, vor allem der Brustwarzen
  • Infektionen
  • Verlust der Stillfähigkeit

Wie teuer ist eine Brustverkleinerung?

Selten lässt sich bei einem chirurgischen Schönheitseingriff pauschal sagen, wo genau die Kosten liegen. Der Preis kann je nach Standort, Klinik und Methode der OP zwischen 5.000 bis 7.000 Euro. Allerdings übernimmt in einigen Fällen die Krankenkasse die Kosten für die Verkleinerung der Oberweite. Sollte die Brust mindestens zwei Prozent des Körpergewichts ausmachen, dann können Patientinnen mit einer Kostenübernahme rechnen. Auch wenn gesundheitliche Einschränkungen aus einer zu großen Oberweite resultieren, stehen eure Chancen gut für eine Übernahme der Kosten. Einen entsprechenden Antrag müsst ihr jedoch vor (!) der OP stellen. 

Verwendete Quellen: Statista.de, mm-aesthetic.de, infomedizin.de, brustoperation-vergleich.de, ndr.de

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