Trenchcoat beige: Alles, was ihr wissen müsst

Trenchcoat beige: Alles, was ihr über den Klassiker wissen müsst

Der Trenchcoat ist der Klassiker unter den Mänteln und ganz vorn mit dabei, wenn es um It-Pieces geht, die wir unbedingt im Schrank haben müssen. Ihr wolltet auch schon immer einmal mehr über den Liebling wissen? Hier erfahrt ihr alles rund um den Trenchcoat.

Frau trägt Trenchcoat beige Streetstyle
© Getty Images
Der beige Trenchcoat ist nicht nur schön anzuschauen, er ist auch total funktionsfähig, wenn es um Regen und Wind geht...

Im Frühling holen wir nur allzu gern den beigen Trenchcoat heraus und tragen ihn dann, bis es im Herbst zu kalt dafür wird. Aber er ist einfach ein Must-have und passt zu jedem Outfit perfekt. Zu Beginn eines neuen Jahres sehen wir den Trench überall, in unseren Lieblingsläden und Online-Shops: Dann gibt es den Mantel wieder in allen Formen, Längen, Farben und Schnitten zu bestaunen. Und vielleicht kaufen wir den einen oder anderen auch. Aber woher kommt unser Lieblingsstück unter den Mänteln überhaupt und seit wann gibt es ihn schon? Und wie stylen wir das Piece so richtig schön? Wir haben uns all diese Fragen gestellt und Antworten gefunden. Und: Wir verraten sie euch!

Wie ist der Trenchcoat entstanden und seit wann gibt es ihn?

Wer uns bei den Designern in Kombination mit dem Trenchcoat sofort in den Kopf schießt, ist natürlich Burberry und der gleichnamige Gründer Thomas Burberry. Außen ist das klassische Piece der Luxusmarke beige und Innen hat das Kleidungsstück das typische Burberry-Muster: das Karo in Beige, Blau und Weiß. Dazu kommt der berühmte rote Strich am Muster. Aber wie kam es zu diesem Entwurf, den heutzutage alle Fashionista tragen? Das Ziel von Thomas Burberry war es 1856, die britische Bevölkerung vor dem doch häufig sehr schnell wechselnden Wetter von Sonne zu Regen und umgekehrt mit seiner Kleidung zu schützen. Wer schon einmal in London war, weiß, wovon wir reden. Im Ersten Weltkrieg wurde dann das britische Militär mit dem Burberry Trenchcoat ausgestattet. Der Gürtel, der sich an der Taille befindet, war damals wichtig, um verschiedene Dinge zu befestigen wie Handschuhe oder eine kleine Tasche. Dazu kommen Wind- und Regenblende. Der Mantel wurde so entwickelt, dass er vor Wind und Wetter optimal schützt. Der zweireihige Coat war also zunächst nur für Männer gemacht worden. Aber danach war der Trenchcoat unter vielen Leuten und vor allem auch Frauen sehr begehrt und die Beliebtheit nahm nicht ab, im Gegenteil.  

Aus welchem Stoff ist der klassische Trenchcoat?

Alles begann damit, dass Thomas Burberry den Stoff Gabardine entwickelte. Sein Ziel war es, die bisherige Regenkleidung abzulösen und einen neuen Stoff zu reformieren. Gabardine ist ein robustes Material, das Wasser abweist und trotzdem luftdurchlässig ist. Burberry ließ sich den Stoff 1888 patentieren. 1912 meldete er dann auch ein Patent auf den Mantel mit dem Namen "Tielocken" an, der eine Art Vorreiter des Klassikers Trenchcoat war. Die Neuheit: Der Mantel hatte zum Verschließen einen Gürtel mit Schnalle anstatt eines Knopfes. 1920 kam dann erstmals das typische Karomuster für das Innere des Trenchcoats zum Einsatz. Seit 1955 ist Burberry auch für die britischen Royals und die Lieferung von wasserresistenter Kleidung zuständig. Heutzutage wird seltener Gabardine genommen, sondern viel mehr Baumwolle, weil diese in der Herstellung einfach günstiger ist.

Ein paar Second-Hand-Stücke zum Nachkaufen des Klassikers von Burberry findet ihr hier:

Wie ist die Farbe Beige zum Klassiker geworden?

Es ist einfach ein Fakt, dass der klassische Mantel in der Farbe Beige ist, da er zunächst nur in diesem Ton existierte. Dafür gibt es unendlich viele Beige-Töne, die alle den klassischen Trench-Look ausmachen und ihr könnt einfach aus den unzähligen Möglichkeiten eine heraussuchen. Ob ein warmes Beige oder ein gelbliches — es bleibt euch überlassen. Es macht keinen Unterschied, ob es ein wenig heller oder dunkler ist, die Hauptsache ist, es ist ein beigefarbener Trenchcoat.

Was sind die typischen Merkmale eines Trenchcoats?

  • Die typischen Merkmale eines Trenchcoats sind natürlich der Reverskragen und der Taillengürtel mit einer „D-Schnalle“. Durch den Taillengürtel bekommt der Coat eine schöne Form, die euch eine tolle Figur zaubert.
  • Ein weiteres Erkennungszeichen des typischen Looks eines Trenchs ist die doppelreihige Knopfleiste. Dabei spielt es keine Rolle, wie viele Knöpfe die zweireihige Leiste ziert. Die Hauptsache ist: Es gibt Knöpfe!
  • Auch die Länge spielt keine Rolle, so lange es die typische Mantellänge erreicht hat.
  • Die Schulterklappen sind bei einem Trenchcoat immer zu finden.
  • Wie wir schon vorhin festgestellt haben, muss der Trench heutzutage nicht mehr aus Gabardine bestehen, sondern kann auch aus Baumwolle sein. Der elegante Look bleibt.
  • Außerdem gehören zu dem Klassiker viele Taschen, die Möglichkeit, dass die Weite der Ärmel verstellt werden kann (meist auf Höhe der Handgelenke) und dass es eine Rückenfalte gibt.

Wer hat den Trenchcoat in der Mode geprägt?

Unter anderem prägte Audrey Hepburn den Trench bei ihrem Auftritt im Film-Klassiker "Frühstück bei Tiffany". Spätestens dort war klar, dass der Mantel nicht nur einen Zweck erfüllt, sondern auch total stylisch ist. Den Look komplementiere die Stilikone mit einer Sonnenbrille. Und auch bei ihr hat der Mantel einen Taillengürtel und einen Reverskragen. Dazu sehen wir den Trenchcoat auch in vielen Kriminalfilmen wie Inspektor "Columbo", in denen die Ermittler den Mantel tragen. Aber nicht nur in Filmen entdecken wir den Trench bei berühmten Persönlichkeiten. Brigitte Bardot trug den Doppelreihigen-Klassiker mit Tasche, Kniestrümpfen und schwarzen Schuhen. Damit zeigte die Schauspielerin: Der Coat geht auch elegant! Apropos Eleganz: Auch die ehemalige First Lady Jackie Kennedy Onassis setzte auf den Klassiker und trug des Öfteren das Piece zusammen mit einer Statement-Sonnenbrille.

Auf welchen Runways sehen wir den Trenchcoat?

Natürlich haben neben Burberry auch andere Designer*innen den Trenchcoat in ihre Kollektionen aufgenommen und wollen auf den Kult nicht verzichten. Der Trench ist mittlerweile auf vielen Runway-Shows zu sehen. So zeigten in der Vergangenheit Designer wie Simone Rocha, Vetements, Sandro, Coach, Nanushka, JW Anderson und Dior Trenchcoats auf ihren Laufstegen – um nur einige von ihnen zu nennen. Ganz klar ist, dass der Mantel auch in den Designer-Kosmos mit aufgenommen wurde. Dabei zeigen viele Designer*innen die klassischen Schnitte mit zweireihiger Knopfleiste, breitem Taillengürtel und Reverskragen. Und auch die Farbe Beige wird bei vielen Looks beibehalten. Zum Teil werden die Modehäuser aber auch selbst kreativ und verändern Schnitte und Formen, vergrößern Schultern oder versehen diese mit Polstern und Details wie Rüschen werden hinzugefügt. Selbst Burberry verändert den Klassiker jedes Jahr auf ein Neues.

Wie tragen wir einen Trenchcoat?

Neben dem Zweck, gegen schlechtes Wetter und Regen zu schützen, ist der Trench mittlerweile einfach zu einem Must-have in unseren Kleiderschränken geworden und zählt zu den Basics in unserem Repertoire. Aber wie kombinieren wir das schöne Piece eigentlich zu einem angesagten Look? Das geht ganz einfach. Ihr könnt zum Beispiel ein weißes Shirt, eine lässige Mom-Jeans und angesagte Loafer dazu nehmen. Dann habt ihr ein entspanntes und lässiges Outfit. Oder aber ihr greift mehr zu einem Business-Look und tragt zum Mantel eine Anzughose, eine weiße Bluse und ein paar elegante Sneaker. Last but not least: Auch ein Kleid geht perfekt unter den Klassiker, kombiniert mit Mules ist der Look perfekt.

Ihr wollt noch einen Trench in eurem Schrank haben oder besitzt gar keinen, dann könnt ihr hier ein paar schöne Pieces kaufen:

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