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Läuse und ihre Symptome erkennen

Von GRAZIA am Donnerstag, 18. November 2021 um 15:37 Uhr

Es juckt auf dem Kopf und zwar richtig, nicht nur einmal: Das werden doch wohl keine Läuse sein? Wir zeigen dir die Symptome der kleinen Lästlinge und erklären Methoden, wie ihr sie sicher identifizieren sowie von Schuppen unterscheiden könnt. Informiert euch in diesem Artikel über die unerwünschten, winzigen Tierchen.

Läuse – die typischen Symptome

Symptome verursachen Läuse bei Erwachsenen und Kindern gleichermaßen. Das markanteste und für die Betroffenen offensichtlichste ist der Juckreiz. Der tritt allerdings nicht sofort auf. Erst wenn es sich die Läuse schon gemütlich gemacht haben, fängt es an, auf dem Kopf zu kribbeln. Vor allem bei Kindern führt das Jucken manchmal auch zu Schlafstörungen. Schlafen die Kleinen also schlecht und kratzen sich häufig am Kopf, solltet ihr mal nachschauen, ob ein Lausbefall vorliegt. Kopfläuse gehen aber längst nicht immer mit diesem Symptom einher.[1]

Ähnliches gilt für die kleinen roten Pünktchen, die die Läusebisse verursachen und die auf der gesamten Kopfhaut zu finden sein können. Die lästigen Tiere geben bei jeder Blutmahlzeit ein Sekret ab, auf das die Haut mit einer leichten lokalen allergischen Reaktion antwortet. Bis sich die Rötung wieder einstellt, dauert es meist mehrere Tage. Aber keine Angst, Läuse übertragen keine Krankheitserreger.

Ein sicherer Hinweis auf Läuse sind diese Symptome jedoch nicht. Zum einen treten sie verzögert auf. Mitunter fehlen sie aber auch ganz. Eindeutig ist dagegen, wenn ihr Nissen im Haar erkennen könnt oder gar die Läuse selbst findet.

Sind das jetzt Nissen oder Schuppen?

Während die Pünktchen, der Juckreiz und die Schlafstörung bei Kopfläusen als Symptome auftreten können, aber nicht müssen, werdet ihr Eier der Tierchen (Nissen) früher oder später immer finden. Aber sind das dann wirklich Nissen, die ihr da gefunden habt oder doch Schuppen?

Beides kann klein, glänzend, länglich und weiß sein. Schuppen stammen allerdings von der Kopfhaut. Bei ihnen handelt es sich um abgestorbene Hautzellen. Sie hängen zwar gehäuft zwischen den Haaren, lassen sich jedoch leicht entfernen. Im Zweifel kleben sie schon am leicht angefeuchteten Finger.

Nissen könnt ihr daran erkennen, dass sie direkt am Haar kleben. Dort haben sie die kleinen Blutsauger gut befestigt. Sie lassen sich also gar nicht so einfach abstreifen. Auch bleiben sie nicht am feuchten Finger kleben.

Selbst wenn die Läuse noch keine Symptome hervorrufen, könnt ihr Nissen oft schon im Haar finden. Bevorzugt sitzen sie am Haarschaft kurz über der Kopfhaut im Bereich des Nackens und hinter den Ohren.

Übrigens: Findet ihr eine Nisse in den Längen der Haare, ist diese einfach mit dem Haar nach oben gewachsen und wahrscheinlich schon eine ganze Weile leer. Ihr reines Vorhandensein nach einer Läusebehandlung weist also nicht unbedingt auf einen mangelnden Behandlungserfolg oder gar auf einen erneuten Befall hin.

Den Lausbefall mit dem Läusekamm erkennen

Schon bevor Läuse Symptome auslösen, könnt ihr die kleinen Insekten entdecken. Läuse sind ausgewachsen circa zwei bis drei Millimeter groß und haben sechs Beine.[2] Die sind zum besseren Festhalten leicht gekrümmt und mit klauenartigen Fortsätzen ausgestattet. Bei länglichen, kleinen Tierchen vor allem in Kopfhautnähe handelt es sich meist um Kopfläuse.

Vor allem bei einem leichten Befall ist es gar nicht so einfach, die winzigen Parasiten zu finden. Dann hilft ein spezieller Läusekamm, mit dem ihr Nissen und ausgewachsene Läuse auskämmen könnt. Am besten wascht ihr zuerst die Haare. Eine Pflegespülung hilft, damit das Haar besonders gut kämmbar ist. Der sehr feine Läusekamm lässt sich dann zudem besser durch die feuchten Strähnen ziehen und ihr könnt den Lausbefall so recht schnell erkennen.

Nehmt dafür möglichst Strähne für Strähne und kämmt sie sorgfältig vom Haaransatz bis in die Spitzen durch. Legt euch außerdem Küchenrolle bereit und feuchtet ein Blatt des Papiers leicht an. Das könnt ihr dann zwischendurch zum Abstreifen für den Kamm nutzen, wenn ihr einige Strähnen durchgekämmt habt.

Läuse haben eine bräunliche, vollgesogen auch rötliche, Farbe und werden auf dem weißen Papier besonders gut sichtbar. Die hellen Nissen könnt ihr dagegen schon in den Zinken der oft schwarzen Läusekämme gut erkennen.

Seid ihr euch bei den ausgekämmten Tierchen nicht sicher, ob es Kopfläuse sind, weil ihr sonst keine Symptome habt, gibt es einen einfachen Test: Halte den kleinen Tieren ein Haar hin. Nur Läuse werden sich daran instinktiv festklammern.

[1] Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Woran Sie Kopflausbefall erkennen. URL: https://www.kindergesundheit-info.de/themen/krankes-kind/kopflaeuse/diagnose-kopflaeuse/ (17.11.2021).

[2] Robert Koch-Institut: Kopflausbefall. URL: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Kopflausbefall.html (17.11.2021).

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