Rotwein und Co.: Das passiert, wenn ihr täglich ein Glas Wein trinkt

Rotwein und Co.: Das passiert, wenn ihr täglich ein Glas Wein trinkt

Wein schmeckt lecker, keine Frage, aber ihm werden auch weitere positive Eigenschaften nachgesagt. In vielen Wellnesshotels ist die sogenannte Vinotherapie schon ein Standardprogramm geworden, aber was steckt hinter dem Beautytrend? Es geht nicht darum, in Massen zum Wein zu greifen und bis zur Besinnungslosigkeit zu trinken, sondern die positiven Komponenten der Traubenkerne zu nutzen.

© Foto von Andrea Piacquadio von Pexels
Ihr liebt es, ein köstliches Glas Rotwein zu genießen? Dann verraten wir euch, was es bewirkt, wenn ihr es regelmäßig tut

Rotwein als gesündeste Weinart bekannt

Der alte Weinpapst Hugh Johnson hielt fest, dass Weintrinker vor allem intelligent, sexy und gesund seien, aber ist da was dran? Tatsächlich werden vielen Weinsorten positive Wirkungen auf die Gesundheit nachgesagt, ob Bordeaux oder Primitivo spielt dabei erst mal eine untergeordnete Rolle. Obwohl auch Weißwein und Rosé positive Eigenschaften aufweisen, ist es vor allem Rotwein, der bei Gesundheitsfreaks ganz hoch im Kurs steht.

Er enthält weit mehr bioaktive Wirkstoffe und Antioxidantien, die eine positive Wirkung auf die Zellalterung haben können. Der Grund dafür ist, dass bei der Herstellung eines Rotweins die Haut der Trauben mitverwendet wird, in der die meisten Antioxidantien verborgen sind. Bei einem Weißwein erfolgt die Pressung ohne Haut und besonders schnell, sodass der Gehalt an bioaktiven Wirkstoffen geringer ausfällt.

Die folgenden positiven Wirkungsweisen werden Weinen (insbesondere Rotwein) nachgesagt:

  • Senkung des Herzinfarktrisikos

  • Vorbeugung vor Demenz
  • Verhinderung von Nierenerkrankungen
  • Prävention vor Krebs

Selbst Studien bestätigen den gesunden Weingenuss

Alkohol kann, muss aber nicht gesund sein, es kommt maßgeblich auf die Menge an. Wissenschaftliche Studien haben nachgewiesen, dass Rotwein einen positiven Einfluss aufs Herz haben kann, wobei die tägliche Empfehlung von 30 g Alkohol für Männer und 20 g Alkohol für Frauen nicht überschritten werden darf.

Entscheidend ist also, dass Rotwein nicht in Massen, sondern in Maßen konsumiert wird, denn bei einer täglich überhöhten Aufnahmemenge wandeln sich die positiven Effekte um. Dann drohen gesundheitliche Gefahren, die nicht von der Hand zu weisen sind.

Wichtig: Spirituosen wie Bier, Schnaps und Branntwein haben keinen positiven gesundheitlichen Effekt, es geht hier tatsächlich um die Inhaltsstoffe des Weines.

Polyphenole für die Gesundheit

Ein Glas Rotwein am Tag hält gesund, eine Flasche Rotwein pro Tag macht krank, da sind sich die meisten Experten einig. Warum aber nicht auf alkoholfreien Wein zurückgreifen, wenn es überwiegend Polyphenole sind, die für einen gesundheitlichen Boost sorgen.

Der Grund ist, dass einige der gesundheitlichen Vorteile direkt dem Alkohol selbst entstammen, während andere auf der Wirkungsweise der Polyphenole beruhen. Die Hauptrolle spielen dabei sogenannte Flavonoide, die in Polyphenolen enthalten sind.

Pure Trauben enthalten zwar die gleichen Wirkstoffe, durch die Fermentierung des Rotweins wird die verfügbare Menge aber verzehnfacht. Bis zu 1000 mg pro Liter Rotwein können vorhanden sein, bei einer Flasche Weißwein sind es gerade einmal 30 mg.

Als natürliches Antioxidans haben Polyphenole verschiedene positive Eigenschaften, unter anderem die Förderung des guten Cholesterins und die Absenkung des Blutdrucks.

Rotwein-Effekt bezieht sich zu großen Teilen aufs Herz

Wenngleich dem Rotwein auch in anderen Bereichen viele positive Eigenschaften zugesprochen werden, ist die Hauptwirkung nach französischen Forschern aufs Herz bezogen. Es bringt den Motor des Lebens zum Schlagen, wenn neben des täglichen Wasserkonsums also auch eine moderate Menge Rotwein konsumiert wird. Studien zufolge kann das Sterblichkeitsrisiko gesenkt werden, sofern der Genuss auf mäßiger Ebene bleibt.

Übermäßiger Alkoholkonsum kann ebenfalls Folgen haben, allerdings in die andere Richtung. Hier werden Krebs- und Lebererkrankungen gefördert, die dann oft nicht mehr umkehrbar sind.

Fazit: Es ist ein Spiel der Balance, die positiven Effekte des Rotweins für den eigenen Körper zu nutzen. Allerdings gilt das in allen Bereichen des Lebens, denn wie so oft macht auch hier die Dosis das Gift.

#Rotwein
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